Montag, 11. April 2016

Ankündigung: „Sunset Boulevard“ am Theater Dortmund

„Sunset Boulevard“ – basierend auf dem gleichnamigen Billy Wilder-Film von 1950; Musik: Andrew Lloyd Webber; Lyrics und Buch: Don Black, Christopher Hampton; Buch: Ken Ludwig; Deutsche Bearbeitung: Michael Kunze; Regie: Gil Mehmert; Choreografie: N. N.; Ausstattung: N. N.; Musikalischer Leiter: N. N. Darsteller: u. a. N. N. (Norma Desmond), N. N. (Joe Gillis), N. N. (Max von Mayerling), N. N. (Betty Schaefer), N. N. (Cecil B. DeMille), N. N. (Artie Green), N. N. (Sheldrake), N. N. (Manfred). Uraufführung: 12. Juli 1993, Adelphi Theatre, London. Deutschsprachige Erstaufführung: 8. Dezember 1995, Rhein-Main-Theater, Niedernhausen. Premiere: 8. Oktober 2016, Theater Dortmund.

Wie jedes Jahr im Frühjahr werden auch in diesem Jahr langsam aber sicher die streng gehüteten Spielpläne der Stadt- und Staatstheater bekannt, ohne dass diese selbst etwas dazu beigetragen hätten geschweige denn mit einer offiziellen Pressemitteilung darüber informiert hätten. Die Gründe sind vielfältiger Natur und sollen hier nicht weiter beleuchtet werden. Apropos „beleuchten“: Das Theater Dortmund beleuchtet in der kommenden Spielzeit den verblassten Ruhm der alternden Stummfilmdiva Norma Desmond im Musical „Sunset Boulevard“ von Andrew Lloyd Webber. Regisseur Gil Mehmert wird – wie schon bei den Bad Hersfelder Festspielen und am Stadttheater Fürth – inszenieren.

„Sunset Boulevard“ ist ein amerikanisches Filmdrama von Billy Wilder aus dem Jahr 1950, das die Geschichte der fatalen Begegnung zwischen der alternden Stummfilmdiva Norma Desmond und dem jungen Drehbuchautor Joe Gillis erzählt, der auf der Flucht vor Geldeintreibern zufällig in Normas Villa am Sunset Blvd. landet. Gloria Swanson und William Holden verkörperten die Rollen von Norma Desmond und Joe Gillis, Swansons Karriere weist starke Ähnlichkeit zu der der Filmfigur Norma Desmond auf. Norma Desmond engagiert Joe Gillis als Ghostwriter für ihr Skript zu „Salome“, das ihr zu einem Comeback im Tonfilm verhelfen soll. Joe willigt nach anfänglichen Bedenken ein und läßt sich bald auch von Norma aushalten, er ersetzt quasi den Schimpansen, den er bei seiner Ankunft beerdigen sollte. Von der eigens von Norma nur für sich und Joe inszenierten Sylvesterparty flüchtet er zu seinen Freunden und der jungen Autorin Betty Schaefer, um abermals zu Norma zurückzukehren, als er von ihrem Selbstmordversuch erfährt. Die Vorkommnisse spitzen sich zu, als Norma Desmond von Joes Sympathie zu Betty Schaefer erfährt und ihn bei ihr als Gigolo denunziert. Als Joe Norma verlassen will, erschießt ihn die völlig konfuse Filmdiva, um sich schließlich, als Reporter eintreffen und ihre Kameras aufstellen, um über den Vorfall zu berichten, in Dreharbeiten zu Salome zu wähnen. „Sunset Boulevard“ ist gleichzeitig eine sarkastische Parodie auf die Traumfabrik Hollywood, was besonders in der absurden Schlussszene deutlich wird. Andrew Lloyd Webber rekonstruierte den Film beinahe akribisch, Joes sarkastische Abrechnung mit der verlogenen Traumwelt Hollywoods ist als Titelsong der Höhepunkt des Musicals.


Mittwoch, 20. April 2016

Wer nach der Dortmunder Besetzung sucht, wird an dieser Stelle fündig.

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