Montag, 14. März 2016

Vorschau: „Nacht unter Tage“

Archäologie zum Anfassen im LWL-Museum für Archäologie, im Deutschen Bergbau-Museum Bochum und kostenlos in der U35

Deutsches Bergbau-Museum Bochum, Schwarzer Diamant. © Karlheinz Jardner/Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Für das LWL-Museum für Archäologie haben Programme für die ganze Familie bei freiem Eintritt bereits Tradition. Die so genannte „Lange Nacht der Museen“ wurde in Berlin erstmals 1997 veranstaltet, am 9. April 2016 findet die nächste Düsseldorfer Nacht der Museen statt, und am 17. September 2016 in Dortmund bereits die 16. DEW21-Museumsnacht. Nun bietet sich am Freitag, 18. März 2016 in Herne und Bochum erstmals die Gelegenheit, eine Nacht unter Tage zu verbringen, schließlich geht es im LWL-Museum für Archäologie in Herne und im Deutschen Bergbau-Museum Bochum schon traditionell tief hinab in den Boden. Der U-Bahnlinie U35 ist das Untertägige naturgegeben, außerdem verbindet sie beide Museen. Was liegt also näher als ein vereintes Abtauchen in die Erde und eine gemeinsame „Nacht unter Tage“. Zumal alle auch noch ein weiterer Aspekt vereint: die Archäologie.

Archäologen im Salzbergwerk am Dürrnberg, Hallein, Salzburger Land. Foto Klaus Stange; © Deutsches Bergbau-Museum Bochum, „BERGAUF BERGAB“

Deshalb gibt es am 18. März 2016 zwischen 20 und 24 Uhr auch „Archäologie zum Anfassen“ in beiden Museen und auf dem Weg dorthin. Erstmals veranstalten das LWL-Museum für Archäologie in Herne und das Deutsche Bergbau-Museum Bochum diese Nacht gemeinsam, die BOGESTRA ist mit der verbindenden U-Bahnlinie U35 ebenfalls dabei. So ist ein Programm entstanden, das vier Stunden lang Archäologie zum Anfassen anbietet.

Eisenzeitlicher Salzbergmann Fabian

Die Angebote reichen von der Fotobox und der Gestaltung frühgeschichtlicher Tieridole im LWL-Museum für Archäologie bis zur historischen Modenschau, in der Modetrends von der Steinzeit bis zur Neuzeit an den Models um 20.30 Uhr im LWL-Museum für Archäologie Herne und um 22.30 Uhr im Deutschen Bergbau-Museum Bochum mit Sicherheit staunende Blicke auf sich ziehen werden. Ganz besondere Führungen nehmen die Besucher – mit der Taschenlampe in der Hand – mit in die Sonderausstellungen „BERGAUF BERGAB – 10.000 Jahre Bergbau in den Ostalpen“ in Bochum oder „Wildes Westfalen“ in Herne. Wer sich traut, kann im „Grubengold“ vom Ritschert-Eintopf nach steinzeitlichem Rezept kosten. Es gibt einen Foto-Wettbewerb, Experimental-Archäologie, eine Fotosession vor einem Alpenpanorama, den ganzen Abend über Fahrten auf das Bochumer Fördergerüst oder ab 20.30 Uhr viertelstündlich Führungen durch das Anschauungsbergwerk sowie Einblicke hinter die Kulissen eines Museums. Die Mitarbeiter des LWL-Museums für Archäologie führen die Besucher in Bereiche, die noch kein Besucher zuvor gesehen hat, beispielsweise das aufgeräumte Buro von Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock. Hat Dr. Mühlenbrock zumindest versprochen…

Spielmann Michel

Mit dem kostenlosen Ticket für die „Nacht unter Tage“ gibt es nicht nur freien Eintritt in das LWL-Museum für Archäologie in Herne und in das Deutsche Bergbau-Museum Bochum, sondern auch freie Fahrt zwischen beiden Museen. Die Reise mit der U35 zwischen den Haltestellen „Deutsches Bergbau-Museum“ in Bochum und „Archäologie-Museum/Kreuzkirche“ in Herne ist am 18. März 2016 zwischen 20 und 24 Uhr gratis. Das Ticket ist im Eingangsbereich des jeweiligen Museums zu haben.

Tracht 500 v. Chr. © Sylvia Crumbach

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