Sonntag, 20. März 2016

Ankündigung: 48 Spielorte bei der ExtraSchicht 2016

Frühbucheraktion vom 15. März bis zum 9. Mai 2016

Bereits zum sechzehnten Mal veranstaltet die Ruhr Tourismus GmbH am 25. Juni 2016 die ExtraSchicht, seit der Premiere am 26./27. Mai 2001 werden bei der „Nacht der Industrie­kultur“ ehemalige Industrieanlagen, aktuelle Produktions­stätten, Zechen und Halden als Spielorte der Industriekultur geschickt in Szene gesetzt, womit das Festival den Wandel von der Schwerindustrie zu einer modernen Wirtschafts- und Kulturregion verdeutlicht. Die 16. ExtraSchicht wirft mit der Bekanntgabe ihrer Spielort-Neuverpflichtungen ihre Schatten voraus und soll Lust auf das größte Industriekulturfest Deutschlands machen. Vier neue Spielorte ergänzen die Austragungsorte der diesjährigen ExtraSchicht, dies sind thyssenkrupp Steel Europe in Duisburg, Zeche Schlägel und Eisen in Herten, das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund und das Bergwerk Ost in Hamm.

ExtraSchicht 2012: Blumenwiese im Ehrenhof auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein, Installation von ILLUMINIST

Über 100 Jahre lang war das Bergwerk Ost in Hamm ein verlässlicher Kokskohlenlieferant; heute steht das Gelände vor dem vielleicht größten Wandel in seiner Geschichte. Derzeit erarbeiten die Stadt Hamm und die RAG Montan Immobilien ein Konzept für das Bergwerk. Mit dem ExtraSchicht-Debüt wird somit ein erstmaliger – und in dieser Form gleichzeitig letztmaliger Besuch des 100 Hektar großen Geländes möglich.

Bergwerk Ost. © Stadt Hamm/Thomas Huebner

Etwas länger währte der „Dornröschenschlaf“ der Zeche Schlägel und Eisen in Herten, die dank der Initiative „Klub Schlägel & Eisen e. V.“ zur ExtraSchicht 2016 nun wieder zum Leben erweckt wird. Vor 120 Jahren wurde das Areal für den Bergbau erschlossen; für 15 Jahre stand es zuletzt still. Wer hier Halt macht, hinterlässt im wahren Wortsinn Spuren im Staub der Vergangenheit und hat zugleich die Chance – stilecht bei Stullen, Bier und „anner Bude“ – eine Reise zurück in die Bergbau-Geschichte der Schachtanlage 3/4/7 anzutreten. Zeitzeugen inklusive. Und: Erstmals wird der mächtige Schachtturm 4 für Besucher geöffnet.

Zeche Schlägel und Eisen. © Kathi Schmidt

Alles andere als still steht die Zeit hingegen in Duisburg: thyssenkrupp Steel Europe gehört zu den führenden Anbietern von Qualitätsflachstahl, und das seit 1891 bestehende Werk in der Rheinmetropole bildet das Herz des Unternehmens. Zur Nacht der Industriekultur verspricht das riesige Hüttenwerk, in dem täglich für die Automobilindustrie, den Maschinenbau und die Verpackungsindustrie weltweit produziert wird, einmalige Einblicke in den Produktionsalltag. Der Anlass dafür ist das Jubiläum „125 Jahre Stahl in Duisburg“: Am 17. Dezember 1891 wurde im Stahlwerk Bruckhausen, dem jetzigen Oxygenstahlwerk 1, in Gegenwart von Firmengründer August Thyssen der erste Stahl erschmolzen. Heute ist die Stahlsparte von thyssenkrupp mit circa 14.000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber Duisburgs und die Stadt nach wie vor der größte Stahlstandort Europas.

Besucher können am 25. Juni 2016 bei thyssenkrupp Steel Europe in Duisburg Stahl „erleben“. © thyssenkrupp Steel Europe

Der vierte im Bunde ist schließlich ein „Neuzugang“ in vielerlei Hinsicht. Noch nicht einmal ein Jahr alt, schließt sich zur 16. Auflage auch das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund der ExtraSchicht-Familie an. Emotionen, das ist klar, sind hier vorprogrammiert, ergänzt das neue Museum das Programm der ExtraSchicht doch um ein Thema, das in der Metropole Ruhr mit Leidenschaft gelebt wird. Dass man dort nicht unbedingt mit „Feuereifer“ mit der Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit umgeht und das „Sommermärchen“ lieber durch die rosarote Brille betrachtet, ist womöglich Teil der Leidenschaft. Wen interessiert schon das liebe Geld, wo es doch wichtigere Aufreger wie das „Wembley-Tor“ gibt?

ExtraSchicht 2014: „Tanz Kreativ – In the Dark“, Licht-Performance im Magazingebäude der Zeche Waltrop

Neben den neuen Spielorten sind natürlich auch die Standorte der Route der Industriekultur dabei, wie das UNESCO-Welterbe Zollverein, der Gasometer Oberhausen und das LVR-Industriemuseum Zinkfabrik Altenberg, die Jahrhundert­halle Bochum, das LWL-Industriemuseum Zeche Zollern und die Kokerei Hansa in Dortmund, das LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg und die Zeche Waltrop, oder die Lindenbrauerei in Unna. Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum wird dieses Jahr letztmalig vor dem Umbau an dem Event teilnehmen.

ExtraSchicht 2015: Deutsches Bergbau-Museum, Laser- und Musikshow

Alle Spielorte auf einen Blick:
  • Der rollende Spielort – ExtraFahrt
    Metropole Ruhr – Mitte/Nord
  • UNESCO-Welterbe Zollverein, Essen
  • Zeche Carl und Maschinenhaus Essen
  • Nordsternpark Gelsenkirchen
  • Pumpwerk im Nordsternpark, Gelsenkirchen
  • kultur.gebiet CONSOL, Gelsenkirchen
  • BernePark, Bottrop
  • Zukunftsstandort Ewald, Herten
  • Zeche Schlägel und Eisen, Herten
  • Umspannwerk Recklinghausen – Museum Strom und Leben
  • Chemiepark Marl
    Metropole Ruhr – Mitte/Süd
  • Jahrhundert­halle Bochum
  • Deutsches Bergbau-Museum Bochum
  • Privatbrauerei MORITZ FIEGE, Bochum
  • LWL-Industriemuseum Zeche Hannover, Bochum
  • Eisenbahnmuseum Bochum
  • LWL-Museum für Archäologie, Herne
  • Flottmann-Hallen, Herne
  • Kulturbrauerei Hülsmann, Herne
  • LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
  • LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall, Witten
  • Haus Witten
    Metropole Ruhr – Ost
  • Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativität
  • Kokerei Hansa, Dortmund
  • DASA Arbeitswelt Ausstellung, Dortmund
  • LWL-Industriemuseum Zeche Zollern, Dortmund
  • Hoesch-Museum, Dortmund
  • Brauerei-Museum, Dortmund
  • Deutsches Fußballmuseum, Dortmund
  • Kulturort Depot, Dortmund
  • Parkbad Süd, Castrop-Rauxel
  • Zeche Waltrop
  • LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg, Waltrop
  • Lindenbrauerei, Unna
  • Maximilianpark Hamm
  • Bergwerk Ost, Hamm
ExtraSchicht 2012: Shoe Shine Boys and Rags in der U-Bahn-Station Deutsches Bergbau-Museum in Bochum

Vom 15. März bis zum 9. Mai 2016 gibt es online unter www.extraschicht.de, im Ruhr Tourismus Service Center in Oberhausen sowie in den Verkaufsstellen der Stadtmarketing­gesellschaften in Duisburg, Oberhausen, Essen, Bochum und Dortmund für echte Fans die Eintrittskarte zur Nacht der Industriekultur zum günstigen Frühbucher-Preis: Im Rahmen der Frühbucher-Aktion sichern sich Besucher ihr ExtraSchicht-Ticket für nur 12 Euro statt 17 Euro (pro Person für alle Besucher ab 6 Jahren). Die Karte berechtigt zum Eintritt an allen 48 Spielorten und ist gleichzeitig Fahrschein für alle ExtraSchicht-Shuttle-Busse. Als Kombiticket gilt die Karte für alle Busse und Bahnen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und erstmalig auch in den Bussen und Bahnen der Verkehrs­gemein­schaft Ruhr-Lippe und gilt dort ganztägig am 25. Juni 2016 bis 7 Uhr am Folgetag. Somit kann es auch bereits für die Anreise zur ExtraSchicht genutzt werden. (Besonders clevere Sparfüchse nutzen das ExtraSchicht-Ticket im Gebiet des VRR und der VRL am 25. Juni 2016 zur kostenlosen Anreise nach Xanten und besuchen dort Europas größtes Römerfest „Schwerter, Brot und Spiele“ im LVR-Archä­olo­gischen Park Xanten, um direkt im Anschluss eine ExtraSchicht einzulegen.) Inhaber der RUHR.TOPCARD erhalten ihr um 50 % reduziertes ExtraSchicht-Ticket zum Preis von 8,50 Euro während des regulären Vorverkaufs vom 10. Mai bis 24. Juni 2015 bei ausgewählten Vor­verkaufs­stellen. Übrigens, 2015 haben 6.275 RUHR.TOPCARD-Inhaber das „Halber Preis“-Angebot für die ExtraSchicht in Anspruch genommen. (Achtung: Beim Römerfest „Schwerter, Brot und Spiele“ am 25./26. Juni 2016 im LVR-Archäologischen Park Xanten gilt die RUHR.TOPCARD nicht.) Am 10. Mai 2016 wird auch das Programm der diesjährigen ExtraSchicht vorgestellt.

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