Montag, 22. Februar 2016

Vorschau: „Einstein – Das Musical“

„Einstein – Das Musical“ – Musik: Stephan Kanyar; Buch: Maren Scheel; Inszenierung: Reinhardt Friese; Choreographie: Barbara Buser; Bühne und Kostüme: Annette Mahlendorf; Dramaturgie: Lothar Krause; Musikalische Leitung: Roland Vieweg. Darsteller: Susanna Mucha (Miss Marian), Thilo Andersson (Dr. Thomas Stoltz Harvey, Pathologe), Elias Himes (Albert Einstein als Kind), Christian Venzke (Hermann Einstein, Albert Einsteins Vater/Maurice Solovine, Mitglied der Akademie Olympia/Max Planck), Léon van Leeuwenberg (Lehrer/Walther Nernst, Physiker und Chemiker, Albert Einsteins Kollege/Reporter 1/Philipp Lenard, österreichisch-ungarischer Physiker, lehnte Albert Einsteins Relativitätstheorie ab/Maitre/Pfleger/amerikanischer Gastgeber), Florian Bänsch (Bürgermeister/Conrad Habicht, Mitglied der Akademie Olympia/Vorgesetzter im Patentamt/Reporter 2/Leó Szilárd, ungarisch-deutsch-amerikanischer Physiker), Julia Klemm (Mileva, Albert Einsteins Kommilitonin und spätere Ehefrau), Christopher Brose (Albert Einstein jung), Elias Himes (Hans Albert Einstein, Albert Einsteins Sohn), Chris Murray (Albert Einstein alt), Julia Klemm (Kellnerin), N. N. (Laternen­anzünder). Uraufführung: 22. April 2016, Theater Hof.



„Einstein – Das Musical“


Uraufführung am Theater Hof


„Einstein – Das Musical“ von Stephan Kanyar (Musik) und Maren Scheel (Buch) wird am 22. April 2016 am Theater Hof Uraufführung feiern. Stephan Kanyar (* 1972 in Bochum) arbeitet seit 1992 als freier Komponist, Dirigent und Pianist. In den letzten Jahren hat er sich zunehmend als Komponist von Musicals einen Namen gemacht und die Musicals „Liebe, Marx und Coca-Cola“ (Uraufführung 26. Januar 2002, Landes­theater Coburg, Regie Dieter Gackstetter), „Frankenstein“ (Uraufführung 5. Dezember 2004, Stadttheater Ingolstadt, Regie Pierre Wyss), „Lulu – Das Musical“ (Uraufführung 15. Mai 2010, Tiroler Landestheater, Innsbruck, Regie Pierre Wyss), „Shylock!“ (Uraufführung 5. Mai 2012, Tiroler Landestheater, Innsbruck, Regie Pierre Wyss), „Die Erschaffung der Welt – Das Musical“ (Uraufführung 15. Dezember 2012, Grillo-Theater, Essen, Regie Caroline Stolz) und „Casanova“ (Uraufführung 4. Juli 2014, Anhaltisches Theater Dessau, Regie Christian von Götz) sowie Soundtracks für Bühne und Fernsehen komponiert. Maren Scheel ist als Autorin im Bereich Stoffentwicklung für Musiktheater und Film tätig und hat mit dem Buch zu „Die Erschaffung der Welt – Das Musical“ ihr erstes abendfüllendes Musical vorgelegt.

Plakatmotiv „Einstein – Das Musical“. © Theater Hof

Albert Einstein (* 14. März 1879 in Ulm, † 18. April 1955 in Princeton, New Jersey) gilt als einer der bedeutendsten Physiker aller Zeiten, seine Relativitätstheorie machte ihn weltberühmt, seine Forschungen zur Struktur von Materie, Raum und Zeit sowie dem Wesen der Gravitation waren unlängst Gegenstand der aktuellen Berichterstattung in nahezu allen Medien, nachdem am 14. September 2015 um 5:51 Uhr US-Ostküstenzeit (9:51 Uhr Weltzeit) Gravitations­wellen von den beiden identischen Laser Interferometer Gravitational-Wave Observatory (LIGO)-Detektoren in Livingston (Louisiana) und Hanford (Washington) in den USA registriert wurden. Die Entdeckung wurde am 21. Janaur 2016 zur Veröffentlichung in der Fachzeitschrift Physical Review Letters eingereicht und am 11. Februar 2016 publiziert: B. P. Abbott et al., „Observation of Gravitational Waves from a Binary Black Hole Merger“, Physical Review Letters 116, 061102 (2016). Als Albert Einstein vor 100 Jahren seine Allgemeine Relativitätstheorie veröffentlichte, wäre es noch nicht möglich gewesen, diese zu beweisen, da hierfür Verzerrungen des Raumes nachgewiesen werden mussten, die sehr viel kleiner als ein Atomkerndurchmesser sind.

Albert Einstein gilt als Inbegriff des Forschers und Genies, 1921 erhielt er für seine Verdienste um die theoretische Physik, besonders für seine Entdeckung des Gesetzes des photoelektrischen Effekts, den Nobelpreis für Physik, der ihm am 10. Dezember 1922 verliehen wurde. Mit seiner außerordentlichen Bekanntheit setzte er sich auch für Völkerverständigung und Frieden ein. Sein Leben als Ehemann und Vater hingegen ist eine Geschichte des Scheiterns: Am 6. Januar 1903 heiratete Albert Einstein in Bern seine frühere Kommilitonin am Eidgenössischen Polytechnikum in Zürich, Mileva Marić – gegen den Willen der Familien. Mileva Marić hatte bereits im Januar 1902 die gemeinsame Tochter Lieserl in Novi Sad zur Welt gebracht, die beiden Söhne Hans Albert und Eduard wurden am 14. Mai 1904 in Bern und am 28. Juli 1910 in Zürich geboren. Um 1912 begann ein Verhältnis zwischen Albert Einstein und seiner Cousine Elsa, Albert Einsteins Ehe mit Mileva wurde am 14. Februar 1919 geschieden und bereits am 2. Juni 1919 heiratete er in Berlin seine Cousine Elsa. 1933 emigrierte Albert Einstein mit seiner Frau Elsa nach der Machtübernahme Hitlers nach Princeton, New Jersey, am 20. Dezember 1936 starb Elsa Einstein in Princeton. Im August 1939, kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs, unterzeichnete Albert Einstein einen von Leó Szilárd verfassten Brief an den amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt, der vor der Gefahr einer „Bombe neuen Typs“ warnte, seine einzige Beteiligung am „Manhattan-Projekt“.

Getrieben von der Frage, was ein Genie zum Genie macht, entnahm der Pathologe Thomas Harvey nach Albert Einsteins Tod am 18. April 1955 im Princeton Hospital nach der Obduktion gegen dessen Willen das Gehirn des Physikers, schnitt es in 240 Kuben, fixierte es in Formalin und trug es schließlich davon, womit sein eigenes Leben aus den Fugen geriet und er seine Approbation verlor. Hier beginnt der musikalische Ausflug in das Universum Albert Einsteins: Dessen graue Zellen gewähren Thomas Harvey Einblicke in die Windungen von Albert Einsteins Leben. Stück für Stück verschwimmen die Realitäten der beiden Biografien – er selbst verliert seinen Job, während Albert Einstein zum Superstar wird. Immer neue Türen öffnen sich, bis in einem relativen Universum alles eins ist: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft…

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