Donnerstag, 25. Februar 2016

Lotte Lenya Competition 2016

Auszeichnung der Kurt Weill Foundation for Music für talentierte junge SängerInnen/SchauspielerInnen

Im Gedenken an Lotte Lenya (* 18. Oktober 1898 in Wien, † 27. November 1981 in New York), eine außergewöhnliche Sängerin/Schauspielerin und eine der führenden Interpreten der Musik ihres Mannes Kurt Weill (* 2. März 1900 in Dessau, † 3. April 1950 in New York), etablierte die Kurt Weill Foundation for Music 1998 zu ihrem 100. Geburtstag den jährlich stattfindenden Lotte Lenya Wettbewerb.

Der renomierte Wettbewerb zeichnet talentierte junge SängerInnen/SchauspielerInnen aus, die sowohl musikalisch als auch darstellerisch mit einem Repertoire von Oper/Operette über Musical bis zu Kurt-Weill-Songs überzeugen können, wobei der Schwerpunkt auf den Werken von Kurt Weill liegt. Damit ist der Lotte Lenya Wettbewerb nicht nur ein Gesangswettbewerb, sondern betont ein breit gefächertes Repertoire in Verbindung mit dem Schauspiel im darstellerischen Kontext.

Preisträger vergangener Jahre sind u. a. Florian Peters (2015, Lys Symonette Award für Outstanding Performance of an Individual Number), David Arnsperger (2010, zweiter Preis), Alen Hodzovic (2009, erster Preis), Rebecca Jo Loeb (2008, erster Preis), Tora Augestad (2008, Lys Symonette Award für Outstanding Performance of Individual Numbers), Annette Postel (2000, erster Preis), Kaja Plessing, Kathrin Unger, Cordula Wirkner (2000, zweiter Preis), Dirk Weiler (1999, zweiter Preis) und Heidi Bieber (1998, erster Preis).

Der Wettbewerb ist 2016 mit einem Preisgeld von 15.000 US-$ (erster Preis), 10.000 US-$ (zweiter Preis) bzw. 7.500 US-$ (dritter Preis) dotiert, die Teilnehmer im Alter zwischen 19 und 32 Jahren mussten sich bis 27. Januar 2016 mit einer Auswahl von vier Stücken auf DVD bewerben, die bestimmten Richtlinien unterliegen und die o. g. Kriterien erfüllen.

Nach Beurteilung aller eingegangenen Bewerbungen wurden 31 ausgewählte Teilnehmer aus den Vereinigten Staaten, Deutschland, Österreich und Kanada zu einer Audition mit den Juroren Victoria Clark und Jeanine Tesori im Halbfinale am 10./11. März 2016 nach New York City eingeladen. Die Halbfinalisten sind:
  • Amanda Achen,
  • Gan-ya Ben-gur Akselrod, Sopran (Wien),
  • Justin Austin,
  • Curtis Bannister,
  • Erika Cockerham,
  • Chase Cornett,
  • Jasmin Habersham,
  • Anthony Heinemann,
  • Kimberly Hessler,
  • Adam Hill,
  • Stephanie Junge,
  • Talya Lieberman,
  • Stephanie Maloney,
  • Ian McEuen, Tenor,
  • Cassi Mikat,
  • Reilly Nelson,
  • Lindsay O´Neil,
  • Taylor Pardell,
  • Eric Parker,
  • Tony Potts,
  • Tom Schimon, Bariton (Berlin),
  • Jim Schubin,
  • Daniel Schwait,
  • Annie Sherman,
  • Briana Silvie,
  • Bradley Smoak,
  • Cecelia Ticktin,
  • Brian Vu,
  • Dennis Wees,
  • Kayla Wilkens und
  • Aaron Young.

Die amerikanisch-israelische Sopranistin Gan-ya Ben-gur Akselrod studierte an der Buchmann-Mehta School of Music in Israel und am Brooklyn Conservatory of Music in New York. Sie hat 2013 den Internationalen Hilde-Zadek-Gesangs­wett­bewerb in Wien gewonnen und ist seit der Spielzeit 2013/2014 im Jungen Ensemble des Theaters an der Wien engagiert.

Der gebürtige Wiener Tom Schimon schloss seine Musical-Ausbildung an der Bayerischen Theaterakademie August Everding 2009 mit dem Diplom ab. Er ist in der aktuellen Spielzeit als Erster Ganove in „Kiss me, Kate“ (Premiere 24.10.2015, Regie Tom Ryser) am Staatstheater Kassel zu sehen und wird am Theater Bielefeld in „A Little Night Music (Das Lächeln einer Sommernacht)“ (Premiere 21. Mai 2016, Regie Kay Link) die Rolle des Theologiestudenten Henrik Egermann übernehmen.

Die Kurt Weill Foundation for Music wird zusätzlich zu den drei ersten Preisen Sonderpreise vergeben. Emerging Talent Awards gingen bereits an
  • Jeremy Brown,
  • Kaitlyn Davis,
  • Katherine McLellan,
  • Todd McNeel,
  • Randa Meierhenry,
  • Lucas Pastrana,
  • Janell Stallard und
  • Katherine Weber.
Der Grace Keagy Award for Outstanding Vocal Promise ging an Brendon Sliger.

Das Finale wird am 16. April 2016 an der Eastman School of Music in Rochester, NY stattfinden, bei der die Finalteilnehmer erneut ihr Repertoire in einer Nachmittags- und Abend­veranstaltung präsentieren dürfen. Die Gewinner werden im Anschluss an die Abendveranstaltung bekanntgegeben.


Dienstag, 15. März 2016

Inzwischen hat die Kurt Weill Foundation for Music die 15 Finalteilnehmer am diesjährigen Lotte Lenya Wettbewerb bekanntgegeben:
  • Gan-ya Ben-gur Akselrod, Sopran (28, Tel Aviv, Israel)
  • Curtis Bannister, Tenor (30, Green Bay, WI)
  • Erika Cockerham, Mezzosopran (31, St. Louis, MO)
  • Talya Lieberman, Sopran (31, Forest Hills, NY)
  • Reilly Nelson, Mezzosopran (26, Sault Ste. Marie, Ontario, Kanada)
  • Lindsay O´Neil (30, New York, NY)
  • Eric Michael Parker (24, Los Angeles, CA)
  • Tony Potts (23, Fargo, ND)
  • Tom Schimon, Bariton (31, Wien, Österreich)
  • Jim Schubin, Baritenor (26, Plainsboro, NJ)
  • Annie Sherman, Sopran (Maryland, USA)
  • Briana Silvie, Sopran (24, San Rafael, CA)
  • Bradley Smoak, Bassbariton (31, Cary, NC)
  • Brian Vu, Bariton (26, Los Angeles, CA)
  • Dennis Wees, Tenor (21, Dallas, TX)
  • Kayla Wilkens, Sopran (25, Salem, OR)
Die Teilnehmer erhalten ein Stipendium, um die Reisekosten zu decken. Teresa Stratas (als Vorsitzende), Andy Einhorn und Theodore S. Chapin werden als Juroren über die Preisvergabe entscheiden.

Die Finalisten werden ihr Repertoire am 16. April 2016 zwischen 11 und 15.30 Uhr vor den Juroren vortragen. Am Abend findet um 20 Uhr ein Konzert mit allen Finalisten statt, gefolgt von der Bekanntgabe der Gewinner. Sowohl der Vortrag vor den Juroren als auch das Abendkonzert können bei freiem Eintritt besucht werden und finden in der Kilbourn Hall der Eastman School of Music, 26 Gibbs Street, Rochester, New York statt.


Mittwoch, 30. März 2016

Wie die Kurt Weill Foundation for Music bekanntgab, wird Gan-ya Ben-gur Akselrod nicht am Finale am 16. April 2016 teilnehmen.


Montag, 18. April 2016

Im Finale des diesjährigen Lotte Lenya Wettbewerbs am 16. April 2016 in der Eastman School of Music in Rochester, New York, haben Baritenor Jim Schubin (26, Plainsboro, NJ) und Bariton Brian Vu (26, Los Angeles, CA) den mit 15.000 US-$ dotierten ersten Preis gewonnen, Tenor Dennis Wees (21, Dallas, TX) erhielt den mit 10.000 US-$ dotierten zweiten Preis, und der mit 7.500 US-$ dotierte dritte Preis ging an Sopranistin Talya Lieberman (31, Forest Hills, NY) und Eric Michael Parker (24, Los Angeles, CA).

2016 Lotte Lenya Competition First Prize winners (L to R): Brian Vu, Jim Schubin. Photo: Kurt Weill Foundation.

Jim Schubin beeindruckte die Juroren Teresa Stratas, Theodore S. Chapin und Andy Einhorn mit
  • „Try Me“ aus „She Loves Me“ (Jerry Bock/Sheldon Harnick),
  • „Serenade“ aus „The Student Prince“ (Sigmund Romberg/Dorothy Donnelly),
  • „How Much I Love You“ aus „One Touch of Venus“ (Kurt Weill/Ogden Nash) und
  • „Taking Flight“ aus „Allison Under The Stars“ (Zina Goldrich/Marcy Heisler),
Brian Vu mit
  • „O Carlo, ascolta“ aus „Don Carlos“ (Giuseppe Verdi/Joseph Méry, Camille du Locle),
  • „Bowler Hat“ aus „Pacific Overtures“ (Stephen Sondheim),
  • „West Wind“ aus „One Touch of Venus“ (Kurt Weill/Ogden Nash) und
  • „Where is the Life that Late I Led?“ aus „Kiss Me, Kate“ (Cole Porter).
2016 Lotte Lenya Competition top Prize winners (L to R): Eric Michael Parker, Jim Schubin, Brian Vu, Talya Lieberman, and Dennis Wees. Photo: Kurt Weill Foundation.

Die Kurt Weill Foundation for Music, die den Wettbewerb fördert, hat in diesem Jahr insgesamt 79.000 US-$ an Preisgeldern vergeben. (2015 wurden insgesamt 85.500 US-$ an Preisgeldern vergeben, auch wenn 79.000 US-$ lt. Pressemitteilung der größte Betrag sein soll, der jemals vergeben wurde.) Zusätzlich zu den Hauptpreisen verliehen die Juroren einen Lys Symonette Award, benannt zu Ehren von Lys Symonette (Geburtsname Bertlies Weinschenk, * 21. Dezember 1914 in Mainz, † 27. November 2005 in Windsor, NY), die von 1945 bis 1950 die musikalische Assistentin von Kurt Weill am Broadway war und von 1950 bis 1981 Lotte Lenya begleitete und ihre musikalische Beraterin war. Die mit einem Preisgeld in Höhe von 3.500 US-$ dotierte Auszeichnung für Outstanding Performance of an Individual Number ging an Lindsay O´Neil (30, New York, NY) für „I Don't Need a Roof“ aus „Big Fish“. Der ebenfalls mit einem Preisgeld in Höhe von 3.500 US-$ dotierte Carolyn Weber Award, benannt zur Ehren der Gründungsdirektorin und langjährigen Vizepräsidentin der Kurt Weill Foundation for Music, ging an Mezzosopranistin Reilly Nelson, (26, Sault Ste. Marie, Ontario, Kanada) und Bariton Tom Schimon (31, Wien, Österreich). Der mit einem Preisgeld in Höhe von 3.500 US-$ dotierte Marc Blitzstein Award, benannt zu Ehren des Komponisten Marc Blitzstein, der Kurt Weills „Dreigroschenoper“ übersetzt hat, für Outstanding Performance of of a musical theater number from the „Golden Age“ ging an Bassbariton Bradley Smoak (31, Cary, NC) für „Pass the Football“ aus „Wonderful Town“.

Die übrigen fünf Finalisten
  • Curtis Bannister, Tenor (30, Green Bay, WI)
  • Erika Cockerham, Mezzosopran (31, St. Louis, MO)
  • Tony Potts (23, Fargo, ND)
  • Briana Silvie, Sopran (24, San Rafael, CA)
  • Kayla Wilkens, Sopran (25, Salem, OR)
erhielten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 2.000 US-$.

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