Sonntag, 28. Februar 2016

37. Duisburger Akzente

„NAH UND FERN – 300 Jahre Duisburger Hafen“

Vor 300 Jahren, am 16. September 1716 fasste der Ruhrorter Magistrat einen erneuten Beschluss zum zügigen Bau des Hafens, nachdem ein Jahr zuvor auf Beschluss des Magistrats zwar die Bauarbeiten an einem Hafenbecken begonnen wurden, diese aber vor allem aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse nur schleppend vorangingen. Dieser Beschluss gilt heute als Geburtsstunde des Ruhrorter Hafens. Dass sich daraus der größte Binnenhafen der Welt und Europas führende Logistikdrehscheibe entwickeln sollte, hat damals niemand geahnt. Diese einzigartige Erfolgsgeschichte wollen die 37. Duisburger Akzente vom 26. Februar bis 13. März 2016 unter dem Titel „NAH UND FERN – 300 Jahre Duisburger Hafen“ würdigen.

Als spartenübergreifendes Kulturfestival wollen die „Akzente“ programmatisch über einen regional- oder wirtschafts­historischen Rückblick deutlich hinausgehen. Häfen sind Umschlagplätze von Waren, aber zugleich auch Orte, an denen Menschen, Ideen und Kulturen aufeinander treffen. Die 37. Duisburger Akzente wollen die Resultate dieser Begegnungen erforschen und zugleich den zahlreichen Bildern und Assoziationen nachspüren, die mit dem Hafen verbunden werden.

Räumlich gesehen schlägt das Herz der „Akzente“ in diesem Jahr in Ruhrort. Ehemalige Ladenlokale und Kneipen, aber auch öffentliche Plätze oder Kultureinrichtungen bieten über 50 Projekten aus bildender Kunst, Theater, Musik, Literatur und Wissenschaft eine Heimat. Tägliches Programm, aber auch die Möglichkeit zu Gesprächen bei Bier oder Kaffee, bietet das Festivalzentrum „Heimathafen“ in der Landwehrstraße 55.

„Ein Hoch auf’s H2O“ von Jörg Mazur, Harmoniestraße

Dass die „Akzente“ nach dem Kulturhauptstadtjahr 2010 zum zweiten Mal in Ruhrort einen Schwerpunkt setzen, liegt beim diesjährigen Thema nahe. Scheinbar in ein riesiges Aquarium voller Meeressäuger der verschiedensten Arten verwandelt Jörg Mazurs (* 1969 in Oberhausen) „Ein Hoch auf’s H2O“ einen gläsernen Übergang zwischen zwei Gebäuden von „Haniel“ auf der Harmoniestraße. Mitten in dem großen Schwarm von Meeressäugern entdeckt man auch den Weißwal, den Rheinschiffer 1966 gesehen haben wollen.

„Ein Hoch auf’s H2O“ von Jörg Mazur, Harmoniestraße

„Ein Hoch auf’s H2O“ von Jörg Mazur, Harmoniestraße

Horst-Schimanski-Gasse

Museumsschiff „Oscar Huber“

Im Ruhrorter Hafenmund am Leinpfad an der Schifferbörse liegt der alte, 1922 gebaute Seitenradschleppdampfer „Oscar Huber“. Ido Aharon Iurgel und Wolfram Lakaszus haben sich mit ihren Studierenden der Hochschule Rhein-Waal auf die Suche nach dem Spiritus Huber begeben. Besucher können während der 37. Duisburger Akzente auf dem Museumsschiff „Oscar Huber“ ebenfalls auf Geisterjagd gehen… oder sich den Seitenradschleppdampfer „Oscar Huber“ und den Eimer­ketten­dampfbagger „Minden“ bei freiem Eintritt anschauen.

Museumsschiff „Oscar Huber“

Museumsschiff „Oscar Huber“

Museumsschiff „Oscar Huber“

Museumsschiff „Oscar Huber“

„Ruhrorter Strickguerilla“, RuhrArt Galerie

„Ruhrorter Strickguerilla“, RuhrArt Galerie

Tausendfensterhaus, Ruhrorter Straße

Unübersehbar ist die Lichtprojektion „Resonanzraum“ von Sigrid Sandmann (* 1959 in Hildesheim) auf dem Tausendfensterhaus in der Ruhrorter Straße. Gedanken, Erinnerungen und Schlagworte von Duisburgerinnen und Duisburgern zum Thema „Hafen“ sind die Ausgangspunkte für die Projektionen, die die Künstlerin täglich von 18 bis 22 Uhr auf die gesamte Fassade des Gebäudes wirft.

Lichtprojektion „Resonanzraum“ von Sigrid Sandmann

Lichtprojektion „Resonanzraum“ von Sigrid Sandmann

Lichtprojektion „Resonanzraum“ von Sigrid Sandmann

Lichtprojektion „Resonanzraum“ von Sigrid Sandmann

Die hier konkret angesprochenen Ausstellungen/Installationen/Kunst-Aktionen bilden nur einen kleinen Ausschnitt aus den rund 100 Veranstaltungen u. a. aus Theater, Literatur, bildender Kunst oder Musik. Alle Informationen zu den 37. Duisburger Akzenten unter www.duisburger-akzente.de.

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