Montag, 29. Februar 2016

Zwölf Ruhrgebietsstädte haben sich bereits zur Earth Hour angemeldet

Bereits zum zehnten Mal setzen Städte, Institutionen und Unternehmen in aller Welt bei der Earth Hour am 19. März 2016 ein Zeichen für den Klimaschutz. Unter dem Motto „Für einen lebendigen Planeten“ schalten sie die Lichter ab 20.30 Uhr für 60 Minuten aus.

Mit der Earth Hour kann jeder ein Zeichen setzen und so etwas für den Schutz des Planeten tun. Dabei versteht der WWF die Aktion als globalen Aufruf, auch den Rest des Jahres etwas für die Umwelt zu tun. Denn gerade die vielen kleinen Entscheidungen im Alltag haben einen großen Einfluss. So empfiehlt der WWF zum Beispiel, öfter mal das Auto stehen zu lassen oder bei der Ernährung auf weniger Fleisch und regionale Produkte zu achten. Mit vielen Maßnahmen entlastet man auch die persönlichen Finanzen: Eine um nur einen Grad Celsius niedrigere Raumtemperatur spart bis zu zehn Prozent der Heizenergie.

Ihren Ursprung hat die WWF Earth Hour im Jahr 2007 in Sydney, bei am 31. März 2007 auf Initiative des WWF-Australia 2,2 Millionen Privatleute und 2.100 Unternehmen im Großraum Sidney, Australien zwischen 19.30 Uhr und 20.30 Uhr Ortszeit das Licht ausschalteten, um das Bewusstsein für den Klimawandel insbesondere in Australien zu stärken. Nur zwölf Monate später weitete sich die Aktion zu einem globalen Ereignis aus: Geschätzte 50 bis 100 Millionen Menschen in 35 Ländern schalteten gemeinsam das Licht aus. In Deutschland wird die Earth Hour seit 2009 gefeiert.

UNESCO-Welterbe Zollverein, Schacht XII

Weltweit haben Millionen Menschen bei der WWF Earth Hour am Samstag, 28. März 2015 von 20.30 Uhr bis 21.30 Uhr ihre Häuser und Wohnungen sowie bekannte Gebäude, Denkmäler und Sehenswürdigkeiten verdunkelt – und ein kraftvolles Zeichen für den Klimaschutz gesetzt. In 7.000 Städten in 172 Ländern der Erde lagen berühmte Baudenkmäler wie die Christus-Statue in Rio de Janeiro oder der Pariser Eifelturm im Dunklen, darunter auch 40 UNESCO-Weltkulturerbestätten wie die Akropolis in Athen, das Edinburgh Castle in Schottland und das berühmteste Symbol der Metropole Ruhr, das Doppelbock-Fördergerüst der Zeche Zollverein.

Zwölf Ruhrgebietsstädte haben sich 2016 bereits zur Earth Hour angemeldet, darunter Duisburg mit dem Landschaftspark Duisburg-Nord und dem Schornstein der Stadtwerke Duisburg AG, Oberhausen mit dem Gasomter, Bottrop mit dem Tetraeder und den Faultürmen des Klärwerks Bottrop oder Unna mit dem Kirchturm der evangelischen Stadtkirche.

Evangelische Stadtkirche Unna

Ankündigung: „Anatevka“ (WA)

„Anatevka“ – nach dem jiddischen Roman „Tewje, der Milchmann“ von Scholem Alejchem; Musik: Jerry Bock; Liedtexte: Sheldon Harnick; Buch: Joseph Stein; Deutsche Bearbeitung: Rolf Merz, Gerhard Hagen; Regie: Peter Hailer; Choreografie: Kati Farkas; Bühne: Etienne Pluss; Kostüme: Uta Meenen; Musikalische Leitung: N. N. Darsteller: N. N. (Tevje, ein Milchmann), N. N. (Golde, seine Frau), N. N. (Zeitel), N. N. (Hodel), N. N. (Chava), N. N. (Shprintze), N. N. (Bielke), N. N. (Jente, eine Heiratsvermittlerin), N. N. (Mottel Kamzoil, ein Schneider), N. N. (Schandel, seine Mutter), N. N. (Perchik, ein Student), N. N. (Lazar Wolf, ein Metzger), N. N. (Lazar Wolfs Haushälterin), N. N. (Motschach, ein Gastwirt), N. N. (Rabbi), N. N. (Mendel, sein Sohn), N. N. (Awram, ein Buchhändler), N. N. (Nachum, ein Bettler / Klezmer-Klarinette), N. N. (Oma Zeitel, Goldes verstorbene Großmutter), N. N. (Fruma-Sara, Lazar Wolfs erste Frau), N. N. (Wachtmeister), N. N. (Fedja, ein junger Russe), N. N. (Sasha, sein Freund), N. N. (Russischer Vorsänger), N. N. (Solo-Violine), N. N. (Rifka), N. N., N. N. (Heiratskandidaten). Broadway-Premiere: 22. September 1964, Imperial Theatre, New York City. Deutsche Erstaufführung: 1. Februar 1968, Operettenhaus, Hamburg. Premiere: 17. Dezember 2010, Wiederaufnahme: 23. Februar 2013, 2. Wiederaufnahme: 16. Oktober 2016, Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen.



„Anatevka“


Let’s do „If I were a rich man“ again


Tradition ist das Zauberwort in Anatevka, einem kleinen jüdischen Dorf in der Ukraine. Der Milchmann Tevje ist stolzer wie geplagter Vater von fünf Töchtern, die es unter die Haube zu bekommen gilt. Doch die Herzen der Tochter schlagen anders als der Puls der Tradition, nach der der Vater den heiratsvermittelten Männern den Zuschlag gibt. Das sorgt für rege familiäre und dörfliche Turbulenzen. Doch dann kommt die Nachricht, dass die Juden Anatevka binnen dreier Tage zu verlassen haben…

Ensemble, Foto Pedro Malinowski

Im Gewand jüdischer und russischer Volksklänge, Klezmermusik und einem unverwechselbaren Broadway-Sound erzählen Jerry Bock und Joseph Stein in „Anatevka“ (Originaltitel „Fiddler on the Roof“) eine große jiddische Familiensaga in unsteter Zeit am Ende des Zarenreichs und kurz vor der Revolution 1905. Neben dem Gelsenkirchener Sänger- und Ballettensemble wird das Musiktheater im Revier auch bei der zweiten Wieder­auf­nahme nicht umhin kommen, zahlreiche Gäste zu engagieren, diverse Darsteller aus der Wiederaufnahme in der Spielzeit 2012/13 haben längst andere feste Engagements oder werden aus anderen Gründen nicht an das Musiktheater im Revier zurückkehren.

Wiederaufnahme am Sonntag, 16. Oktober 2016, Folgevorstellungen bis 14. April 2017.

Die Cast für „Tanz der Vampire“ in Berlin steht fest

„Tanz der Vampire“ – nach dem gleichnamigen Film von Roman Polanski (1967); Musik: Jim Steinman; Libretto: Michael Kunze; Inszenierung: Roman Polanski; Choreografie: Dennis Callahan; Bühne: William Dudley; Kostüme: Sue Blane; Musikalische Leitung: N. N. Darsteller: Mark Seibert (Graf von Krolock), Veronica Appeddu (Sarah), Victor Petersen (Professor Abronsius), Tom van der Ven (Alfred), Nicolas Tenerani (Chagal), Merel Zeeman (Magda), Milan van Waardenburg (Herbert), Paolo Bianca (Koukol), Yvonne Köstler (Rebecca), Fleur Alders, Torsten Ankert, Michael Anzalone, Alessandra Bizzarri, Sanne Buskermolen, Andrew Chadwick, Vicki Douglas, Veronika Enders, Astrid Gollub, Mate Gyenei, Samantha Harris-Hughes, Thomas Höfner, Pascal Höwing, Kevin Hudson (Dance Captain), Alex Hyne, Karolin Konert, Marina Maniglio, Stefan Mosonyi, Joe Nolan, Nicole Ollio, Kevin Schmid, Nicola Trazzi, Sander van Vissen, Anja Wendzel, Noah Wili, Kirill Zolygin, Pamela Zottele. Uraufführung: 4. Oktober 1997, Raimund Theater, Wien. Premiere: 24. April 2016, Theater des Westens, Berlin.



„Tanz der Vampire“


Tot zu sein ist komisch


Die Darsteller von „Tanz der Vampire“ im Theater des Westens stehen fest. Viele neue Gesichter sind in der fast 40-köpfigen Cast, die in dieser Woche mit den Proben beginnt. Mark Seibert übernimmt zur Premiere am 24. April 2016 die Rolle des Graf von Krolock.

Mark Seibert ist den Fans des Theater des Westens bestens bekannt. Schon drei Mal stand der 36-jährige hier auf der Bühne und begeisterte als Ranger in „Der Schuh des Manitu“, als Radames in „Aida – Das Musical“ und zuletzt 2011 als Galileo im Queen-Musical „We Will Rock You“. Derzeit ist Mark Seibert noch im Wiener Musical „Mozart!“ als Hieronymus Colloredo zu sehen. Die Rolle des Graf von Krolock in „Tanz der Vampire“ wird Mark Seibert bis Mitte Juli 2016 verkörpern.

Veronica Appeddu und Mark Seibert. © Stage Entertainment

Die Sarah wird erstmals von Veronica Appeddu gespielt. Die 25 Jahre junge Italienerin erhielt 2012 den Italy Award als Beste Schauspielerin in einem Musical und war bisher schon in Musicals wie „Les Misérables“, „Sunset Boulevard“ und „Sister Act“ zu sehen. Mit der Rolle der Sarah in „Tanz der Vampire“ gibt Veronica Appeddu ihr Deutschlanddebüt.

Die beliebten Rollen der Vampirjäger Professor Abronsius und Alfred werden von Victor Petersen und Tom van der Ven übernommen. Victor Petersen war zuletzt als Mary Sunshine in „Chicago – Das Musical“ im Theater des Westens zu sehen. In weiteren Rollen spielen in Berlin: Merel Zeeman (Magda), Yvonne Köstler (Rebecca), Nicolas Tenerani (Chagal), Milan van Waardenburg (Herbert) und Paolo Bianca (Koukol).

Graf von Krolock und Sarah; © Stage Entertainment; Foto Iko Freese/drama-berlin.de

Das Ensemble (Damen): Fleur Alders, Alessandra Bizzarri, Sanne Buskermolen, Vicki Douglas, Veronika Enders, Astrid Gollub, Samantha Harris-Hughes, Karolin Konert, Marina Maniglio, Nicole Ollio, Nicola Trazzi, Anja Wendzel, Pamela Zottele. Das Ensemble (Herren): Torsten Ankert, Michael Anzalone, Andrew Chadwick, Mate Gyenei, Thomas Höfner, Pascal Höwing, Kevin Hudson (Dance Captain), Alex Hyne, Stefan Mosonyi, Joe Nolan, Kevin Schmid, Sander van Vissen, Noah Wili, Kirill Zolygin.

Vom 12. Juli bis 25. September 2016 wird Jan Ammann die Rolle des Graf von Krolock als Erstbesetzung verkörpern. „Tanz der Vampire“ spielt im Berliner Theater des Westens vom 24. April bis 25. September 2016 und vom 5. Oktober 2016 bis 15. Januar 2017 im Deutschen Theater München.

Sonntag, 28. Februar 2016

37. Duisburger Akzente

„NAH UND FERN – 300 Jahre Duisburger Hafen“

Vor 300 Jahren, am 16. September 1716 fasste der Ruhrorter Magistrat einen erneuten Beschluss zum zügigen Bau des Hafens, nachdem ein Jahr zuvor auf Beschluss des Magistrats zwar die Bauarbeiten an einem Hafenbecken begonnen wurden, diese aber vor allem aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse nur schleppend vorangingen. Dieser Beschluss gilt heute als Geburtsstunde des Ruhrorter Hafens. Dass sich daraus der größte Binnenhafen der Welt und Europas führende Logistikdrehscheibe entwickeln sollte, hat damals niemand geahnt. Diese einzigartige Erfolgsgeschichte wollen die 37. Duisburger Akzente vom 26. Februar bis 13. März 2016 unter dem Titel „NAH UND FERN – 300 Jahre Duisburger Hafen“ würdigen.

Als spartenübergreifendes Kulturfestival wollen die „Akzente“ programmatisch über einen regional- oder wirtschafts­historischen Rückblick deutlich hinausgehen. Häfen sind Umschlagplätze von Waren, aber zugleich auch Orte, an denen Menschen, Ideen und Kulturen aufeinander treffen. Die 37. Duisburger Akzente wollen die Resultate dieser Begegnungen erforschen und zugleich den zahlreichen Bildern und Assoziationen nachspüren, die mit dem Hafen verbunden werden.

Räumlich gesehen schlägt das Herz der „Akzente“ in diesem Jahr in Ruhrort. Ehemalige Ladenlokale und Kneipen, aber auch öffentliche Plätze oder Kultureinrichtungen bieten über 50 Projekten aus bildender Kunst, Theater, Musik, Literatur und Wissenschaft eine Heimat. Tägliches Programm, aber auch die Möglichkeit zu Gesprächen bei Bier oder Kaffee, bietet das Festivalzentrum „Heimathafen“ in der Landwehrstraße 55.

„Ein Hoch auf’s H2O“ von Jörg Mazur, Harmoniestraße

Dass die „Akzente“ nach dem Kulturhauptstadtjahr 2010 zum zweiten Mal in Ruhrort einen Schwerpunkt setzen, liegt beim diesjährigen Thema nahe. Scheinbar in ein riesiges Aquarium voller Meeressäuger der verschiedensten Arten verwandelt Jörg Mazurs (* 1969 in Oberhausen) „Ein Hoch auf’s H2O“ einen gläsernen Übergang zwischen zwei Gebäuden von „Haniel“ auf der Harmoniestraße. Mitten in dem großen Schwarm von Meeressäugern entdeckt man auch den Weißwal, den Rheinschiffer 1966 gesehen haben wollen.

„Ein Hoch auf’s H2O“ von Jörg Mazur, Harmoniestraße

„Ein Hoch auf’s H2O“ von Jörg Mazur, Harmoniestraße

Horst-Schimanski-Gasse

Museumsschiff „Oscar Huber“

Im Ruhrorter Hafenmund am Leinpfad an der Schifferbörse liegt der alte, 1922 gebaute Seitenradschleppdampfer „Oscar Huber“. Ido Aharon Iurgel und Wolfram Lakaszus haben sich mit ihren Studierenden der Hochschule Rhein-Waal auf die Suche nach dem Spiritus Huber begeben. Besucher können während der 37. Duisburger Akzente auf dem Museumsschiff „Oscar Huber“ ebenfalls auf Geisterjagd gehen… oder sich den Seitenradschleppdampfer „Oscar Huber“ und den Eimer­ketten­dampfbagger „Minden“ bei freiem Eintritt anschauen.

Museumsschiff „Oscar Huber“

Museumsschiff „Oscar Huber“

Museumsschiff „Oscar Huber“

Museumsschiff „Oscar Huber“

„Ruhrorter Strickguerilla“, RuhrArt Galerie

„Ruhrorter Strickguerilla“, RuhrArt Galerie

Tausendfensterhaus, Ruhrorter Straße

Unübersehbar ist die Lichtprojektion „Resonanzraum“ von Sigrid Sandmann (* 1959 in Hildesheim) auf dem Tausendfensterhaus in der Ruhrorter Straße. Gedanken, Erinnerungen und Schlagworte von Duisburgerinnen und Duisburgern zum Thema „Hafen“ sind die Ausgangspunkte für die Projektionen, die die Künstlerin täglich von 18 bis 22 Uhr auf die gesamte Fassade des Gebäudes wirft.

Lichtprojektion „Resonanzraum“ von Sigrid Sandmann

Lichtprojektion „Resonanzraum“ von Sigrid Sandmann

Lichtprojektion „Resonanzraum“ von Sigrid Sandmann

Lichtprojektion „Resonanzraum“ von Sigrid Sandmann

Die hier konkret angesprochenen Ausstellungen/Installationen/Kunst-Aktionen bilden nur einen kleinen Ausschnitt aus den rund 100 Veranstaltungen u. a. aus Theater, Literatur, bildender Kunst oder Musik. Alle Informationen zu den 37. Duisburger Akzenten unter www.duisburger-akzente.de.

Landschaftspark Duisburg-Nord

Lichtinstallation von Jonathan Park statt „Parkleuchten“

Landschaftspark Duisburg-Nord

Nachdem mein letzter Besuch im Landschaftspark Duisburg-Nord am Abend ins Wasser gefallen war, nun also der nächste Versuch, bei dem sich das Wetter ausnahmsweise auch an die Wetterprognose gehalten hat. Das bedeutete auch dementsprechend viele Besucher auf dem Gelände des ehemaligen Hüttenwerkes in Duisburg-Meiderich, und am Abend entsprechend viele Fotografen mit Tripod.

Blick vom Hochofen 5 auf Hochofenanlagen 1 und 2

„Cowper-Winderhitzer“

Sonnenuntergang

Die 1925 errichtete Verladebrücke über den Erzbunkern – wegen ihrer markanten Form auch als Krokodil bezeichnet

Seit 1997 ist die Lichtinstallation von Jonathan Park Markenzeichen des Landschaftsparks Duisburg-Nord und weithin sichtbares Wahrzeichen des Ruhrgebiets. Seit 2009 werden die Scheinwerfer sukzessive auf energiesparende LEDs umgestellt, allerdings findet man beim Besteigen des Hochofens 5 noch diverse mit Gasentladungslampen betriebene Scheinwerfer. Seit 4. Dezember 2015 ist das zuvor unbeleuchtete Kühlwerk des Meidericher Hüttenwerks in die Lichtinstallation einbezogen. Die Anlage leuchtet zusammen mit der gesamten Hochofenkulisse immer Freitag, Samstag, Sonntag und an Feiertagen. Montag bis Donnerstag strahlen ausschließlich die Kamine. Die Lichtinstallation wird bei Einbruch der Dunkelheit eingeschaltet, weshalb sie im Winter oft schon um 17 Uhr in Betrieb ist, im Sommer dagegen womöglich erst um 22 Uhr.

Die 1925 errichtete Verladebrücke über den Erzbunkern – wegen ihrer markanten Form auch als Krokodil bezeichnet

Kühlwerk

Kühlwerk

Kühlwerk

Lichtinstallation im Landschaftspark Duisburg-Nord

„Piazza Metallica“

„Piazza Metallica“

„Piazza Metallica“

„Piazza Metallica“

Gasometer

Fackelführung

Hochofen 2

Blick vom Hochofen 5 auf Hochofenanlagen 1 und 2

„Cowper-Winderhitzer“

Hochofen 5

Die 1925 errichtete Verladebrücke über den Erzbunkern – wegen ihrer markanten Form auch als Krokodil bezeichnet

Tunnel zwischen den Möllerbunkern

Tunnel zwischen den Möllerbunkern

Möllerbunker 4

Einer der drei Kamine

Freitag, 26. Februar 2016

Ankündigung: „Hello Again“

„Hello Again“ – nach dem Drama „Reigen“ von Arthur Schnitzler; Musik, Buch und Songtexte: Michael John LaChiusa; Deutsche Bearbeitung: Roman Hinze; Regie: Gil Mehmert; Choreografie: Karen Savage; Ausstattung: Eva-Maria von Acker; Regieassistenz/Abendspielleitung: Sandra Wissmann; Produktionsleitung/Projektkoordination: Michael Masberg; Musikalische Leitung: Patricia M. Martin. Darsteller: Alina Grzeschik (Die Hure), Elias Krischke (Der Soldat), Karen Müller (Die Krankenschwester), Michael Heller/Alexander Sasanowitsch (Student), Florentine Kühne (Die junge Frau), Marvin Schütt (Der Ehegatte), Jan Rogler (Das junge Ding/Fred), Philipp Nowicki (Autor/Popsänger), Eva Löser (Die Schauspielerin/Ginger), Tom Zahner (Der Senator/Reporter/Steward), Anneke Brunekreeft (Musikvideo Krankenschwester/Swing-Trio), Lina Gerlitz (Primadonna 1950er-Jahre/Swing-Trio), Sarah Wilken (Primadonna 1912/Swing-Trio). Off-Broadway Premiere: 30. Dezember 1993, Mitzi E. Newhouse Theater, New York City. Deutschsprachige Erstaufführung: 1. März 2007, Akademietheater im Prinzregententheater München. Premiere: 27. Juni 2016, Theater im Rathaus, Essen.



„Hello Again“


Das doch nicht so geheime Abschlussprojekt der Studierenden im Studiengang Musical der Folkwang Universität der Künste


Selten, ganz selten kommt es vor, dass sich mit einem Blogeintrag eine neue Information ergibt, aber wie es mit Neuigkeiten so ist, die sind am nächsten Tag schon wieder Schnee von gestern. In disem Sinne: Im Studiengang Musical an der Folkwang Universität der Künste werden jährlich zum Sommersemester 6 StudentInnen aufgenommen. Die Studienplätze an den staatlichen Hochschulen sind sehr begehrt, allein an der Folkwang Universität gab es in den letzten Jahren 180 Bewerber für die 6 Studienplätze im Studiengang Musical. In acht Semestern erfolgt eine grundlegende und breit gefächerte Ausbildung in den Bereichen Schauspiel, Tanz und Gesang. Des weiteren gehören zum Studium die Fächer Musiktheorie, Bewegungslehre, Musical- und Theatergeschichte, die im späteren Verlauf des Studiums durch Liedinterpretation, Combo-Auftritte und verschiedenartigste Theaterprojekte ergänzt werden. Viele dieser Projekte finden in den Aufführungsräumen der Hochschule statt und erfreuen sich beim Publikum größter Beliebtheit. Seit vielen Jahren wird zunehmend auf Koproduktionen mit externen Veranstaltern Wert gelegt, damit die Studierenden so früh wie möglich Erfahrungen im professionellen Theaterbetrieb sammeln können. Die Bandbreite der als Abschlussproduktionen aufgeführten Musicals reicht von den 1930er-Jahren bis in die neueste Musicalgeschichte.

Plakat „Hello Again“. © Folkwang Universität der Künste

Kooperationen:
  • 2000: „The Apple Tree“, Choreographisches Zentrum NRW, PACT Zollverein
  • 2003: „Merrily we roll along“, Kooperation mit dem Musicalensemble NRW e. V., Tor 2, Essen
  • 2005: „The Wild Party“, Kooperation mit „Stars in Concert“, Weststadthalle Essen
  • 2006: „Bat Boy“, Kooperation mit dem Stadttheater Minden
  • 2007: „Pinkelstadt“, Kooperation mit dem Theater am Kirchplatz, Schaan (Liechtenstein)
  • 2009: „Into the Woods“, Kooperation mit dem Theater Hagen
  • 2010: „High Fidelity“, Kooperation mit dem Theater im Rathaus, Essen
  • 2011: „One Touch of Venus“, Kooperation mit dem Erholungshaus der Bayer AG, Leverkusen
  • 2012: „Ein Mann geht durch die Wand“, Kooperation mit dem Theater im Rathaus, Essen
  • 2013: „Spring Awakening (Frühlings Erwachen)“, Kooperation mit dem Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen, und der Konzertdirektion Landgraf
  • 2014: „Into the Woods“, Kooperation mit dem Theater Oberhausen
  • 2015: „City of Angels“, Kooperation mit dem Theater im Rathaus Essen und der Konzertdirektion Landgraf
  • 2016: „Hello Again“, Kooperation mit dem Theater im Rathaus Essen

Probenfoto „Hello Again“: Alina Grzeschik (Die Hure) und Elias Krischke (Der Soldat). © Andrea Kiesendahl

In diesem Jahr zeigt die Folkwang Universität der Künste in Koproduktion mit dem Theater im Rathaus Essen „Hello Again“ von Michael John LaChiusa als Abschlussprojekt des Studiengangs Musical. Dabei werden die Studenten des vierten und dritten Jahrgangs auf der Bühne stehen, dies sind Alina Grzeschik, Florentine Kühne, Eva Löser, Karen Müller, Philipp Nowicki und Jan Rogler (augenblicklich 3. Jahrgang), Anneke Brunekreeft, Lina Gerlitz, Elias Krischke, Marvin Schütt und Sarah Wilken (augenblicklich 2. Jahrgang). Details zur Besetzung sind bisher nicht bekannt. Höre ich irgendwelche Einwände? Auch über die Abschlussproduktionen hinaus besteht eine Zusammenarbeit mit zahlreichen nordrhein-westfälischen Bühnen, unter anderem in Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen und Oberhausen. Begehrt ist der Studiengang Musical mit seinem Programm zudem als Gast bei Sonderveranstaltungen und Galas für Unternehmen sowie politisch und kulturell hochrangigen Veranstaltungen, beispielsweise der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010.

Probenfoto „Hello Again“: Elias Krischke (Der Soldat), Karen Müller (Die Krankenschwester), Ensemble. © Andrea Kiesendahl

Das Musical „Hello Again“ basiert auf Arthur Schnitzlers „Reigen“ und setzt sich aus einer Folge von zehn Szenen zusammen, in der jeweils zwei der zehn Figuren aufeinander treffen. Die Begegnungen enden stets amourös oder erotisch, mal wild und leidenschaftlich, mal zärtlich, mal verspielt und mal verrückt – wie Liebe und Lust eben so sind. Jede dieser Szenen spielt in einer anderen Dekade des 20. Jahrhunderts, und auch die Musik ist an diesen Zeitrahmen angelehnt. Michael John LaChiusa folgt im Wesentlichen der Struktur des Dramas von Arthur Schnitzler und lässt sogar Teile des Originaldialogs mit einfließen. Er änderte jedoch das Geschlecht von Arthur Schnitzlers süßem Mädel zu dem sexuell ambivalenten jungen Ding, um auch Homosexualität in seinem Musical zu zeigen. „Hello Again“ wurde erstmals in der deutschsprachigen Fassung von Roman Hinze vom vierten Jahrgang des Studiengangs Musical an der Bayerischen Theaterakademie August Everding im Prinzregententheater München gespielt, Milica Jovanović war in der Rolle der jungen Ehefrau zu sehen. Regisseurin Silvia Armbruster zeigte die Liebesakte so explizit wie sie nun einmal sind. Da darf man schon jetzt gespannt sein, wie Gil Mehmert mit dieser Thematik umgehen wird, und auf die Reaktionen des Publikums im Theater im Rathaus. Das Bühnenmusical wurde ab 1. Dezember 2015 in New York mit Audra McDonald (Sally, die Schauspielerin), Martha Plimpton (Ruth, die Politikerin), T. R. Knight (Carl, der Ehegatte), Rumer Willis (Emily, die junge Frau) u. a. verfilmt, Regie führt Tom Gustafson.

Probenfoto „Hello Again“: Karen Müller (Die Krankenschwester), Alexander Sasanowitsch (Student). © Andrea Kiesendahl

„Hello Again“ wird am Theater im Rathaus in Essen vom Montag, 27. Juni 2016 bis Sonntag, 3. Juli 2016 gespielt, die Vorstellungen beginnen von Montag bis Samstag um 19.30 Uhr, am Sonntag um 18.30 Uhr.


Dienstag, 12. April 2016

Zum Interview mit Gil Mehmert, dem Regisseur der Produktion, geht es hier.


Freitag, 22. April 2016

Inzwischen stehen nur noch fünf Aufführungen am Montag, 27. Juni 2016 (Premiere) sowie vom Mittwoch, 29. Juni 2016 bis Samstag, 2. Juli 2016 jeweils um 19.30 Uhr auf dem Spielplan.


Freitag, 29. April 2016

Neuigkeiten im Wochenrhỵthmus: Heute hat die Folkwang Universität der Künste die Besetzung bekannt gegeben. Es singen, tanzen und spielen
  • Alina Grzeschik (Die Hure),
  • Elias Krischke (Der Soldat),
  • Karen Müller (Die Krankenschwester),
  • Michael Heller (a. G.)/Alexander Sasanowitsch (a. G.) (Der Student)
  • Florentine Kühne (Die junge Frau),
  • Marvin Schütt (Der Ehemann),
  • Jan Rogler (Das junge Ding/Fred),
  • Philipp Nowicki (Der Autor/Popsänger),
  • Eva Löser (Die Schauspielerin/Ginger),
  • Tom Zahner (a. G.) (Der Senator/Reporter/Steward),
  • Anneke Brunekreeft (Musikvideo Krankenschwester/Swing-Trio),
  • Lina Gerlitz (Primadonna 1950er-Jahre/Swing-Trio),
  • Sarah Wilken (Primadonna 1912/Swing-Trio).