Mittwoch, 16. Dezember 2015

Vorschau: „Wunder der Natur – Die Intelligenz der Schöpfung“

Erster Testlauf für die 20-Meter-Erde im Gasometer erfolgreich abgeschlossen

Einen Ballon, fast so hoch wie die Kuppel des Berliner Reichstags (die Kuppel aus Glas und Stahl von Sir Norman Foster misst 40 Meter im Durchmesser und 23,5 Meter in der Höhe), mit Projektoren in eine Erdkugel zu verwandeln – das ist die spannende Aufgabe, an der derzeit mit Blick auf die kommende Ausstellung „Wunder der Natur“ im Gasometer Oberhausen gearbeitet wird. Denn ab 11. März 2016 wird eine im Durchmesser 20 Meter große Kugel, ein originalgetreues Abbild des „blauen Planeten“ als Höhepunkt der neuen Ausstellung im 117 Meter hohen, ehemaligen Gasspeicher schweben.

Montage „Wunder der Natur“ im Gasometer Oberhausen unter Verwendung eines Fotos vom DLR. Bildnachweis: Gasometer Oberhausen/Thomas Wolf/DLR

Wie das funktionieren kann, haben die Licht- und Sounddesigner von Intermediate Engineering jetzt getestet. Sie mieteten eigens eine Hamburger Fabrikhalle an, um ein drei Meter großes Modell und knapp ein Dutzend Hochleistungs­projektoren in Stellung zu bringen, so wie es ab kommenden Frühjahr im Oberhausener Industriedenkmal geschehen wird. Die technische Herausforderung besteht darin, die Projektionen aus unterschiedlichen Winkeln pixelgenau miteinander zu verknüpfen. Die Vorlagen dafür liefert das Earth Observation Center des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Erdmodell „Wunder der Natur“; Bildnachweis: Intermediate Engineering/Gasometer Oberhausen

Satellitenbilder werden eigens für diesen Zweck aufbereitet, auf die einzelnen Projektoren verteilt und auf der Kugel wieder zusammengeführt, so dass am Ende ein lebendiges Abbild unseres Heimatplaneten entsteht. Das komplexe Geschehen der Atmosphäre wird ebenso sichtbar werden wie der Wechsel von Tag und Nacht. Und wer mit dem Panoramaaufzug aufs Dach des Gasometers fährt, bekommt einen Eindruck unseres Heimatplaneten, wie ihn sonst nur Astronauten erleben.

Erdmodell „Wunder der Natur“; Bildnachweis: Intermediate Engineering/Gasometer Oberhausen

Erstes Urteil der interdisziplinär arbeitenden Medientechnik-Ingenieure nach den einwöchigen Einrichtungs- und Justierungsarbeiten: Test gelungen. Den Aufbauarbeiten im Gasometer in wenigen Wochen steht nichts im Wege. Intermediate Engineering GmbH hat bereits die preisgekrönte Lichtinstallation „320° Licht“ von URBANSCREEN im Gasometer installiert.

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