Dienstag, 3. November 2015

480.526 Besucher erlebten im Gasometer Oberhausen die Geschichte der Schönheit in der Kunst

Am 1. November 2015 endete „Der schöne Schein“ im Gasometer Oberhausen

Fast eine halbe Million Menschen haben sich mit der erfolgreichen Ausstellung „Der schöne Schein“ in den vergangenen Monaten auf eine spannende Reise durch die Kunstgeschichte begeben. 19 Monate bot die Ausstellung faszinierende Einblicke in die Entwicklung der Schönheit in der Kunst. Mona Lisa, Greta Garbo und Nofretete lächelten hier in ungewohnter Nähe einander zu. Leonardo da Vinci und Sandro Botticelli, Peter Paul Rubens und Albrecht Dürer, Pablo Picasso und Gustav Klimt – sie und viele Größen der Kunstgeschichte waren mit einzigartigen Reproduktionen an einem Ort versammelt.

Gasometer Oberhausen, Abbauarbeiten im Innenraum unterhalb der Gasdruckscheibe

Der Höhepunkt, die 100 Meter hohe Lichtinstallation „320° Licht“ der Bremer Künstlergruppe URBANSCREEN wurde in diesem Jahr mit dem Deutschen Lichtdesign-Preis in der Sparte Lichtkunst ausgezeichnet. Die Reaktionen auf das außergewöhnliche Lichtkunstwerk reichten bis Japan und in die USA, wo die Installation auf zahlreichen Plattformen eingebettet wurde und die Kunstszene begeisterte.

„Die Ausstellung „Der schöne Schein“ bot den Besuchern die Gelegenheit, Meisterwerke, die vertraut zu sein scheinen, mit ihrem jeweils eigenen Schönheitsempfinden neu zu erleben“, sagte Kurator Peter Pachnicke. Das Konzept ging auf: Ein großer Teil der Gäste auch diesmal wieder aus einem größeren Einzugsgebiet, dass nicht nur Deutschland, sondern insbesondere auch die Benelux-Region umfasst. Rund 800 Führungen wurden während der Laufzeit gebucht und 30.000 Audioguides ausgegeben, davon 5.000 für Kinder.

Gasometer Oberhausen, Abbauarbeiten

„„Der schöne Schein“ hat eindrucksvoll gezeigt, dass auch Kunstausstellungen im Gasometer Oberhausen in der Lage sind, ein breites Publikum zu begeistern und in die Region zu locken“, sagt Jeanette Schmitz, Geschäftsführerin der Gasometer Oberhausen GmbH.

Begleitend zur Ausstellung bot der Gasometer Oberhausen zahlreiche Veranstaltungen, die das Thema „Schönheit“ auf unterschiedlichste Weise beleuchteten. Designer Thomas Rath und Chirurg Afschin Fatemi boten unterhaltsame Blicke hinter die Kulissen der Schönheitsindustrie, und das Kunst­fälscher­paar Wolfgang und Helene Beltracchi warfen viel beachtet ein Licht auf die Geschehnisse des Kunstbetriebs. Erstmalig gab es Stummfilmkino im Sommer 2015 zu betrachten, und im Herbst wurde der Gasometer in einem gemeinsam mit dem Klartext-Verlag und der WAZ durchgeführten Krimiwettbewerb zum Tatort erklärt.

Gasometer Oberhausen, Abbauarbeiten

In dieser und in der kommenden Woche wird die Ausstellung abgebaut, die Abgüsse werden den Leihgebern zurück­gegeben, die großformatigen Bilder vertragsgemäß vernichtet, so dass dann bereits mit den Vorbereitungen für die kommende Ausstellung „Wunder der Natur – Die Intelligenz der Schöpfung“ begonnen werden kann, die ab 11. März 2016 im Gasometer Oberhausen zu sehen sein und bildgewaltig das Leben der Tiere und Pflanzen feiern wird. Höhepunkt wird eine 20 Meter große Erdkugel im 100 Meter hohen Luftraum des Gasometers sein.

Tiere und Pflanzen haben unseren Planeten zu einem einzigartigen Ort des Lebens gemacht. Die Ausstellung „Wunder der Natur“ folgt dem Wachsen und Werden auf unserem Planeten und feiert bildgewaltig ihre Intelligenz und Vielfalt. Einzigartige großformatige Fotografien und überwältigende Filmausschnitte zeigen uns die faszinierenden schöpferischen Kräfte des Lebens. Sie erzählen von ungewöhnlichen sinnlichen Fähigkeiten und genialen Strategien im Kampf ums Dasein, von der Vielfalt der sexuellen Rituale, dem Reichtum sozialer Beziehungen und dem Vermögen, mit anderen Arten zusammen zu leben. Die Besucher entdecken die Genialität der biologischen Systeme im Großen wie im Kleinen und lernen, wie sich die Formen des Lebens ständig verändern, sich überlisten und auch mit anderen verbünden.

Gasometer Oberhausen, Blick in den 100 hohen Luftraum

Zahlreiche namhafte internationale Fotografen wie Ingo Arndt, James Balog, Bence Máté, Jürgen Freund, Manfred Kage, Rob Kesseler, Heidi und Hans-Jürgen Koch, Frans Lanting, Tim Laman, David Maitland, Oliver Meckes und Nicola Ottawa, Lennert Nilsson, Ondrej Pakan, Anup Shah, Solvin Zankl und Christian Ziegler werden mit ihren Arbeiten im Rahmen der rund 150 großformatigen Abbildungen aus der Tier- und Pflanzenwelt in der Ausstellung vertreten sein. Filmsequenzen aus bekannten naturwissenschaftlichen Serien wie „Planet Erde“ steigern die anschauliche Wirkung der Bilder.

Höhepunkt der neuen Ausstellung ist die Erde selbst. Im riesigen Innenraum des Gasometers wird unser blauer Planet leuchtend zum Leben erweckt: Der Rundgang durch die „Wunder der Natur“ gipfelt im Blick auf eine 20 Meter große Erdkugel, die im 100 Meter hohen Luftraum des Gasometers schwebt. Bewegte, hochaufgelöste Satellitenbilder werden mit 12 Projektoren detailgenau auf die Erdkugel projiziert. Der Besucher erlebt die faszinierenden Erscheinungen der Erdatmosphäre im Wechsel von Tag und Nacht und den Wandel der Jahreszeiten. „Die Fahrt im gläsernen Panoramaaufzug auf das Dach des Gasometers bietet anschließend einen Blick auf unseren Heimatplaneten, wie ihn sonst nur Astronauten erleben“, verspricht Jeanette Schmitz, Geschäftsführerin der Gasometer Oberhausen GmbH.

Montage „Wunder der Natur“ im Gasometer Oberhausen unter Verwendung eines Fotos vom DLR. Bildnachweis: Gasometer Oberhausen/Thomas Wolf/DLR

Projektpartner ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). „Der Blick aus dem All ermöglicht uns zu erkennen, wie einzigartig unsere Erde, der blaue Planet ist, aber auch, mit welch großen Herausforderungen wir uns auseinandersetzen müssen“, betont Sabine Hoffmann, Leiterin der DLR-Kommunikation. „Wir freuen uns, als wissen­schaftlicher Partner wieder eine Ausstellung im Gasometer mitgestalten zu können. Unser Beitrag ist die Animation, die auf die Erde projiziert wird und aus global verfügbaren Satellitendaten generiert wurde.“

Kurator der Ausstellung „Wunder der Natur“ ist Prof. Peter Pachnicke. Zusammen mit Nils Sparwasser (DLR, Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum, Wissenschaftskommunikation und Visualisierung) gestaltet er die Erdskulptur, deren technische Realisierung durch das DLR, Intermediate Engineering und geo · Die Luftwerker („Der größte Mond auf Erden“) erfolgt.

Gasometer Oberhausen

Die Ausstellung „Wunder der Natur – Die Intelligenz der Schöpfung“ wird zunächst vom 11. März bis 30. Dezember 2016 dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet sein, während der Schulferien in Nordrhein-Westfalen auch montags. Wegen der Umbauarbeiten bleibt der Gasometer bis 11. März 2016 geschlossen.

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