Samstag, 15. August 2015

Ruhrtriennale 2015: „The Good, the Bad and the Ugly“

Großinstallation des Rotterdamer Atelier van Lieshout auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle in Bochum

Jahrhunderthalle

„The Good, the Bad and the Ugly“ ist der internationale Titel des Italo-Western „Il buono, il brutto, il cattivo“ (Deutscher Titel: „Zwei glorreiche Halunken“) aus dem Jahr 1966. Im Sommer 2015 wird auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle in Bochum die außergewöhnliche Großinstallation „The Good, the Bad and the Ugly“ des Rotterdamer Atelier van Lieshout eröffnet, die eine Reihe von großformatigen Kunstwerken, darunter ältere ikonografische Arbeiten sowie neue Installationen umfaßt. Hinzu kommt eine Anzahl kleinerer Kunstwerke aus dem letzten Jahrzehnt, die sich alle mit Atelier van Lieshout-typischen Themen befassen: Leben und Tod, Krieg und Frieden, Gewalt und AutarkieNahrung und Energie. An einem Ort, an dem über 130 Jahre Tausende von Arbeitern Stahl gekocht, gewalzt, geschmiedet und gehämmert haben, schafft das niederländische Atelier van Lieshout einen lebendigen und aufregend-chaotischen Ort für Besucher, KünstlerInnen, FestivalmacherInnen, Studierende und alle Neugierigen.

„The Good, the Bad and the Ugly“, „Pantha Rhei“, 2011

„The Good, the Bad and the Ugly“ ist die größte Installation, die bisher vom Atelier van Lieshout realisiert wurde. Im Zentrum steht eine Gebäudeskulptur, das „Refektorium“, Spielort der Ruhrtriennale, wo u. a. die Werkstattgespräche stattfinden und viele lokale wie internationale Künstlerinnen und Künstler auftreten werden. Umgeben ist das „Refektorium“ von neuen Arbeiten aus dem Atelier van Lieshout wie dem „Domestikator“ und ikonografische Arbeiten wie der „BarRektum“, dem „Workshop for Weapons and Bombs“, dem „Workshop for Medicine and Alcohol“ und schließlich „The Heads, Claudia & Herrmann“.

„The Good, the Bad and the Ugly“

Das älteste und namensgebende Kunstwerk der Installation, „The Good, the Bad and the Ugly“, 1968 war usprünglich ein mobiles Kunstlabor, das die gute Botschaft der Kunst und Kultur in die Schulen brachte. Es ist gleichzeitig die erfundene Nachbildung der idealen Behausung des Una-Bombers, eines prototypischen Terroristen, der allein im Wald überlebt und seine Bomben aus recycelten Materialien fertigt.

„The Good, the Bad and the Ugly“, Joep van Lieshout vor der „BarRectum“, 2005

Das Atelier van Lieshout ist ein interdisziplinär arbeitendes Studio, das von Rotterdam aus international agiert. Die oft provokanten Werke bewegen sich auf der Grenze von Kunst, Architektur und Design. Wiederkehrende Motive und Themen sind Selbstbestimmung und Macht, Autarkie und Anarchie, Politik und Sex.

„The Good, the Bad and the Ugly“, „BarRectum“, 2005

„The Good, the Bad and the Ugly“, „BarRectum“, 2005

„The Good, the Bad and the Ugly“, „Cradle to Cradle“, 2009

„The Good, the Bad and the Ugly“, „Workshop for Weapons & Bombs“, 1998

„The Good, the Bad and the Ugly“, „Workshop for Alcohol and Medicines“, 1998

„The Good, the Bad and the Ugly“, „Domestikator“, 2015

„The Good, the Bad and the Ugly“, „Sanitary Silos“, 2015

„The Good, the Bad and the Ugly“, „WW II“, 2010

„The Good, the Bad and the Ugly“, „WW I“, 2012

„The Good, the Bad and the Ugly“, „The Head Herrmann“, 2005

„The Good, the Bad and the Ugly“, „The Head Claudia“, 2005

„The Good, the Bad and the Ugly“, „Hagioscoop“, 2012

„The Good, the Bad and the Ugly“, „Untitled (Horse with Mother and Child)“, 2010

„The Good, the Bad and the Ugly“, „Funnelhead (grillig)“, 2012

„The Good, the Bad and the Ugly“, „Excrementorium“, 2015

Das Kunstdorf „The Good, the Bad and the Ugly“ auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle ist vom 15 August bis zum 26. September 2015 das Festivalzentrum der Ruhrtriennale. Die Installation kann täglich bei freiem Eintritt besichtigt werden. Ab 13 Uhr ist das „Refektorium“ mit der Bar I AM LOVE geöffnet. Hier finden u. a. Konzerte von Bianca Casady & The C.i.A. (22. August, 21 Uhr, 12 €) und Bohren & Der Club of Gore (19. September, 22.30 Uhr, 12 €), Lesungen und Performances von „Spielkinder“ (Maja, Lina, Nils und Till Beckmann, 28. August, 20 Uhr, 12 €) und Tjerk Ridder (4. September, 20 Uhr, Eintritt frei), Werkstattgespräche und Workshops, mittwochs Filmvorführungen und samstags Partys bei freiem Eintritt statt. Weitere Informationen zu allen Veranstaltungen im „Refektorium“ unter www.ruhr3.com/REF.

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