Donnerstag, 6. August 2015

Ankündigung: Tag des offenen Denkmals 2015

Bundesweites Programm zum Tag des offenen Denkmals am 13. September 2015 unter dem Motto „Handwerk, Technik, Industrie“

Seit 1993 öffnen in Deutschland am zweiten Sonntag im September zum Tag des offenen Denkmals mehrere tausend historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, ihre Türen. Unter dem Motto „Farbe“ haben 2014 rund 4 Millionen Besucher die Gelegenheit genutzt, um sich die mehr als 7.500 historischen Gebäude, archäologischen Stätten sowie Gärten und Parks anzuschauen, die am 14. September 2014 ihre Türen geöffnet hatten. Mit dem Tag des offenen Denkmals soll die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes sensibilisiert und Interesse für die Belange der Denkmalpflege geweckt werden.

Plakatmotiv 2015, © Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn

In diesem Jahr steht der Denkmaltag unter dem Motto „Handwerk, Technik, Industrie“. So können die Kultur- und Geschichtsbegeisterten vielerorts alte Turbinentechnik oder den Betrieb von Wind- und Wassermühlen live erleben. Orte wie historische Fabrikhallen besitzen meist einen ganz besonderen Charme. Zudem ist die Industriegeschichte eng mit den sozialen und demografischen Entwicklungen ganzer Regionen verbunden. Dies und der Aspekt der Nachhaltigkeit macht die Umnutzung dieser Gebäudetypen so wichtig. Am Tag des offenen Denkmals werden ebenso gelungene wie noch umzusetzende Ideen für Nutzungskonzepte vorgestellt. Handwerker präsentieren ihre Gewerke mit den Techniken des alten Bau- und Kunsthandwerks an konkreten Beispielen. Zugleich erfahren die Besucher, wie man heutzutage denkmalgerecht instand setzt. Für die Besucher ist dies die Gelegenheit, sich einmal im Jahr über die Erfolge, aber auch Sorgen und Nöte im Ringen um die Erhaltung von Denkmalen zu informieren.

Am Tag des offenen Denkmals von 11 bis 17 Uhr geöffnet: Zeche Sterkrade, Schacht 1, Oberhausen-Sterkrade

Gerade eine Region wie das Ruhrgebiet strotzt nur so vor Technik- und Industriebauten, vielerorts ist der Bezug zum Jahresmotto „Handwerk, Technik, Industrie“ gar nicht von der Hand zu weisen, allein auf der Route der Industriekultur wären bereits Hunderte von Standorten der zur Zeit 27 Themenrouten angesprochen, an denen neue, unbekannte Aspekte des Denkmals gezeigt werden könnten… die Betonung liegt auf könnten.

„Achtung, Industriedenkmal!“

Das aktuelle bundesweite Programm ist ab sofort unter www.tag-des-offenen-denkmals.de einsehbar. Dort kann man sich alle teilnehmenden Denkmale einer Region anzeigen lassen, nach Denkmalkategorien suchen und über einen Merkzettel persönliche Denkmaltouren zusammenstellen. Die mobile Nutzung vor Ort ermöglicht eine kostenfreie App.

Zeche Scherlebeck, Maschinenhalle, Zwillingstandem-Dampffördermaschine, Hersteller Eisenhütte Prinz Rudolph, Dülmen, № 623, Baujahr 1900

Bedauerlicherweise sind aber nicht alle Denkmale, die am Tag des offenen Denkmals geöffnet sind, auch in dem Verzeichnis einsehbar, was die Auswahl nicht unbedingt einfacher macht. So ist beispielsweise der Förderturm Bönen, der am 13. September 2015 von 12 bis 15 Uhr geöffnet ist, nicht in dem Verzeichnis unter www.tag-des-offenen-denkmals.de einsehbar.

Am Tag des offenen Denkmals von 12 bis 15 Uhr geöffnet: Förderturm Bönen, Fördermaschine

Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats. Alle 50 Länder der europäischen Kulturkonvention beteiligen sich im September und Oktober an dem Ereignis. Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag des offenen Denkmals bundesweit.

Am Tag des offenen Denkmals von 11 bis 17 Uhr geöffnet: Schachtanlage Prosper II, Malakoffturm mit eingezogenem Koepe-Strebengerüst

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