Samstag, 11. Juli 2015

Wetzlar

Festspielstadt im Lahn-Dill-Kreis

Seit 1953 finden in Wetzlar im Lahn-Dill-Kreis die Wetzlarer Festspiele statt, und „früher oder später kriegen wir Sie“, beispielsweise mit eine Musical-Uraufführung… Doch Wetzlar hat weit mehr zu bieten als die diesjährige Musical-Uraufführung „Lotte – Ein Wetzlarer Musical“ im Lottehof, also nimmt man sich auch beim Besuch selbiger entsprechend Zeit, um bei bestem Sommerwetter die historische Altstadt mit dem romanisch/gotischen Dom und den restaurierten Fachwerkhäusern anzuschauen. Außerdem verbindet der geneigte Besucher die Firmennamen Leitz und Leica (Leitz’sche Camera) mit Wetzlar, da ist es naheliegend, die 2014 bezogene Produktions- und Verwaltungsgebäude der Leica Camera AG im Gewerbegebiet Leitz-Park zu besuchen.

Wetzlarer Dom

Wetzlarer Dom, unvollendete gotische Westfassade

Das frühgotische Südportal entstand im 13. Jahrhundert. Unterhalb der Steinfigur Marias mit dem Kinde zeigt sich die Darstellung des Teufels, der einen Juden umschlingt. Durch solche und ähnliche Darstellungen wurden Juden von Christen über Jahrhunderte auf schlimmste Weise herabgewürdigt.

Wetzlarer Dom, Darstellung des Teufels, der einen Juden umschlingt

Wetzlarer Dom

Wetzlarer Dom, Mondsichelmadonna

Wetzlarer Dom

Wetzlarer Dom, Marienleuchter

Die Werther Mural vom Künstler-Kollektiv 3Steps an einer Außenmauer des Lottehofs

Im ehemaligen Verwalterhaus der Deutschordenritter wurde am 11. Januar 1753 Charlotte Buff (* 11. Januar 1753 in Wetzlar, † 16. Januar 1828 in Hannover) geboren. Sie war das zweitälteste von sechzehn Kindern. Da ihre Mutter Magdalena Ernestina Feyler gestorben war, kümmerte sich Charlotte um ihre Geschwister und den Haushalt. Seit dem Sommer 1772 verband sie eine freundschaftliche Neigung zu Johann Wolfgang Goethe, der sie bei einem Tanzfest am 9. Juni 1772 kennengelernt hat. Sie war das Vorbild für die Figur der Lotte in Goethes Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers“. Charlotte Buff bewohnte das Haus bis zu ihrer Heirat mit Johann Christian Kestner am 4. April 1773.

Lottehaus

„Zur goldenen Sonne“

Der Säuturm – letzter erhaltener Turm der mittelalterlichen Stadtmauer

Kormarkt

„Zum Römischen Kaiser“ am Kornmarkt

Reichskammergerichtsmuseum

„Jerusalemhaus“ am Schillerplatz

Am 30. Oktober 1772 erschoss sich im „Jerusalemhaus“ der braunschweigische Legationssekretär Karl Wilhelm Jerusalem (* 21. März 1747 in Wolfenbüttel, † 30. Oktober 1772 in Wetzlar). Johann Wolfgang von Goethe (* 28. August 1749 in Frankfurt am Main, † 22. März 1832 in Weimar), der sich im Sommer 1772 in Wetzlar aufhielt, verknüpfte eigene Erlebnisse in Wetzlar und Karl Wilhelm Jerusalems Suizid in seinem 1774 erschienen Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers“.

Silhöfer Straße

Schachtdeckel in der Krämerstraße

„Zur alten Münz“ am Eisenmarkt, 1599

Eisenmarkt

Heilige Barbara

Stillleben in der Altstadt

Fachwerkhaus in der Altstadt

Alte Lahnbrücke

Produktions- und Verwaltungsgebäude der Leica Camera AG, Leica-Welt im Gewerbegebiet Leitz-Park

100 Jahre nach Oskar Barnacks Erfindung der ersten erfolgreichen Fotokamera für einen 35 mm Kinofilm im Aufnahmeformat 24 × 36 mm hat die Leica Camera AG im Mai 2014 ihre neuen Produktions- und Verwaltungsgebäude eingeweiht. Auf rund 27.000 m² Fläche ist nach Plänen des Architekturbüros Gruber + Kleine-Kraneburg ein hochmodernes Firmengelände für Produktion, Verwaltung, Akademie und Customer Care der Leica Camera AG entstanden. Frei einsehbare Fertigungsbereiche, ein Erlebnisbereich, eine Leica Galerie sowie ein Store, ein Fotostudio, Restaurant und Kaffeehaus ergänzen das Angebot für Besucher und Fotografie-Interessierte.

Produktions- und Verwaltungsgebäude der Leica Camera AG, Leica-Welt im Gewerbegebiet Leitz-Park

Produktions- und Verwaltungsgebäude der Leica Camera AG, Leica-Welt im Gewerbegebiet Leitz-Park

Leica-Welt, Treppenhaus

Leica-Welt

Leica-Welt, von Alfons Alt gestaltete Glasfassade

In einem Leica Erlebnisbereich erfahren die Besucher alles zur Geschichte und Gegenwart des Unternehmens und der optischen Fertigung „Made in Germany“. Durch drei Panorama-Fenster haben Gäste Einblick in die Reinräume, in denen Linsen, Objektive und Kameras gefertigt werden. Um weitere Informationen zu vermitteln, sind einzelne Fensterscheiben mit Touchscreens ausgerüstet. Wie auf dem Smartphone können Besucher darauf durch Wischen und Tippen Filme, Fotos und Erläuterungen abrufen. Der Eintritt in die Leica Erlebniswelt ist übrigens frei, auch für die bis zum 1. August in der Leica Galerie gezeigte Ausstellung „Flash by Lenny Kravitz“.

Leica-Welt

Lottehaus

Alte Lahnbrücke

Globus mit 5 Meter Durchmesser im Kreisverkehr vor den neuen Produktions- und Verwaltungsgebäuden der Leica Camera AG

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