Sonntag, 21. Juni 2015

15 Jahre ExtraSchicht – Ein Kulturfest auf JubiläumsSchicht

Mit 19 Städten, 45 Spielorten und 500 Events lud die Nacht der Industriekultur am 20. Juni 2015 von 18 bis 2 Uhr zum Kulturfest der Region ein. Fünf Jahre nach der Kultur­haupt­stadt Europas RUHR.2010 fand das Motto „Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel“ seine Fortsetzung. 2.000 Künstler und 200 Kooperationspartner überall im Ruhrgebiet machten es möglich. Bereits zum fünfzehnten Mal veranstaltete die Ruhr Tourismus GmbH die ExtraSchicht, seit der Premiere am 26./27. Mai 2001 werden bei der „Nacht der Industriekultur“ ehemalige Industrieanlagen, aktuelle Produktionsstätten, Zechen und Halden als Spielorte der Industriekultur geschickt in Szene gesetzt, womit das Festival den Wandel von der Schwerindustrie zu einer modernen Wirtschafts- und Kulturregion verdeutlicht. In den letzten 15 Jahren genossen über 2.000.000 Besucher die mehr als 2.500 Events, die 15.000 Künstler in 30 Städten an 123 Spielorten auf die Beine stellten, während 1.600 Busse und Bahnen insgesamt 450.000 Kilometer zurücklegten.

Nach Angaben des Veranstalters feierten in diesem  Jahr 225.000 Besucher das Jubiläum der ExtraSchicht. Die Besucher haben sich von den beeindruckenden Spielorten und einem Programm, das für alle Stimmungen und Geschmäcker etwas zu bieten hatte, begeistern lassen und entdeckten Kunst und Kultur in der Region. „Hier zeigt sich wieder einmal, wie kraftvoll und anziehend das Ruhrgebiet ist, wenn über 200 Kooperationspartner zusammenarbeiten“, freut sich Axel Biermann, Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH, unter deren Leitung die ExtraSchicht seit 2001 stattfindet.

Auch dieses Jahr veranstaltet die Ruhr Tourismus GmbH gemeinsam mit der RAG Montan Immobilien wieder einen Fotowettbewerb. Bis zum 28. Juni 2015 kann jeder seine zwei besten Fotos der diesjährigen ExtraSchicht unter www.extraschicht.de/fotowettbewerb/ hochladen, danach kann vom 29. Juni bis 6. Juli 2015 eine Woche lang für die Fotos abgestimmt werden. Am Ende werden die drei Gewinnerfotos mit jeweils 300 Euro für den ersten, 200 Euro für den zweiten und 100 Euro für den dritten Platz ausgezeichnet.


UNESCO-Welterbe Zollverein, Essen

Kokerei Zollverein

Kokerei Zollverein, Verteilerebene der Mischanlage

Kokerei Zollverein, Bunkerebene der Mischanlage

Kokerei Zollverein, Bunkerebene der Mischanlage

Kokerei Zollverein, Trichterebene der Mischanlage, „Stairway to Heaven“

Kokerei Zollverein, Tichterebene der Mischanlage

Kokerei Zollverein, Salzlager, „Lichterwelten“

Zeche Zollverein, Schacht XII, Halle 5, Einblick in den Aufbau der Ausstellung „Dauernde, nicht endgültige Form“, Firephant Feuerlöscher, Hersteller GPBM Nordic, Schweden, Design Firephant (Lars Wettre, Jonas Forsman), Schweden


Vor 60 Jahren eröffnete auf Villa Hügel die „Ständige Schau formschöner Industrieprodukte“. Sie war die erste Design­ausstellung in Deutschland nach dem Krieg und der Vorläufer des heutigen Red Dot Design Museums. Aus diesem Anlass präsentieren das Ruhr Museum und das Red Dot Design Museum ab Montag, 29. Juni 2015 ihre erste gemeinsame Ausstellung „Dauernde, nicht endgültige Form“ auf Zollverein. Sie rekonstruiert die Design-Schau von 1955 mit einem Großteil der damaligen Originalobjekte und präsentiert zugleich die bewegte Geschichte des ehemaligen Hauses Industrieform bis heute. In Halle 5 laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren, wovon man sich bei der ExtraSchicht einen Eindruck verschaffen konnte.

Zeche Zollverein, Schacht XII, Halle 5, Einblick in den Aufbau der Ausstellung „Dauernde, nicht endgültige Form“, Gildemeister Revolverdrehbank Gildematic RV 50

Zeche Zollverein, Schacht XII, Forum, Klavierzauber, Sven Wildöer

Ben Sebastian


Zukunftsstandort Ewald, Herten

Zeche Ewald, Doppelbock-Fördergerüst über Zentralförderschacht 7 und Malakowturm über Schacht 1

Zeche Ewald, Malakowturm über Schacht 1

Zeche Ewald, Lohnhalle, schaukelnder Frauenchor „Schönes bleibt“ (Lineup: Mäggi Neuhausen, Sandra Kubat, Christina Rodriguez und Britta Kohlmann-Rost)

Zeche Ewald, Lohnhalle, schaukelnder Frauenchor „Schönes bleibt“, Inszenierung von rost:licht

Zeche Ewald, Lohnhalle, „Neue Horizonte – Auf den Spuren der Zeit“

Zeche Ewald, Blick auf die Gebäude und Fördergerüste der Schächte 2 und 7 und den Malakowturm

Zeche Ewald, Feuerwerk

Zeche Ewald, Feuerwerk

Zeche Ewald, Feuerwerk

Zeche Ewald, Feuerwerk

Zeche Ewald, Doppelbock-Fördergerüst über Zentralförderschacht 7

Zeche Ewald, Doppelbock-Fördergerüst über Zentralförderschacht 7, Hängebank

Zeche Ewald, Werner-Heisenberg-Straße, Installation von rost:licht

Zeche Ewald, Kaue

Zeche Ewald, Kaue, Guido Schlösser Trio feat. Rose L.


Deutsches Bergbau-Museum, Bochum

Deutsches Bergbau-Museum

Deutsches Bergbau-Museum, Laser- und Musikshow

Jeder kennt das Phänomen aus dem Physikunterricht, dass Laserstrahlen selbst nicht sichtbar sind, sondern lediglich deren Auftreffpunkt auf einer Fläche. Daher werden bei Lasershows im Freien häufig Wasserleinwände eingesetzt, die als Projektionsfläche fungieren und die Laserstrahlung für den Zuschauer sichtbar machen. Bei so genannten Beamshows, bei denen die Laserstrahlen über einen Scanner in Richtung der Betrachter in den Raum hinein projiziert werden, müssen beispielsweise durch (künstlichen) Nebel Streuzentren geschaffen werden, an denen der Laserstrahl gestreut und damit für die Zuschauer sichtbar wird. Genau an diesem Punkt haperte es jedoch bei der Lasershow vor dem Deutschen Bergbau-Museum, denn der künstliche Nebel wurde vom leichten Wind viel zu schnell fortgetragen, als dass man von der Lasershow wirklich viel gesehen hätte. Dafür ist natürlich in keiner Weise das Deutsche Bergbau-Museum verantwortlich, sondern vollumfänglich der beauftragte Anbieter der Lasershow. Sorry, aber das habe ich auch im Freien bereits um Klassen besser gesehen.

Deutsches Bergbau-Museum, Laser- und Musikshow

Deutsches Bergbau-Museum, Laser- und Musikshow

Deutsches Bergbau-Museum, Laser- und Musikshow

Deutsches Bergbau-Museum

Und wieder einmal war die Zeit viel zu schnell vergangen, auf der Suche nach dem spektakulärsten Event hatte ich womöglich die wahren Highlights der diesjährigen ExtraSchicht verpasst. Zumindest beschleicht mich am Morgen danach genau dieses ungute Gefühl, nachdem ich Fotos von den anderen Veranstaltungsorten gesehen habe.

Deutsches Bergbau-Museum: „Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?“

Waren Sie selbst bei der ExtraSchicht 2014? Wie hat Ihnen die Veranstaltung gefallen?

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