Mittwoch, 27. Mai 2015

Vorschau: Die ExtraSchicht 2015 in Gelsenkirchen

Gelsenkirchens ExtraSchicht sprüht Funken

Auf Consol springt mit der „Symphonie der Arbeit“ ein bürgerschaftlicher Funke über, im Nordsternpark sprühen Feuer, Licht und Farbe bei Feuershow und Junger Szene Ruhr und das Pumpwerk Gelsenkirchen-Horst der Emscher­genossen­schaft versprüht Sinn für musikalische Delikatessen und einen Blick auf Vergangenheit und Zukunft der Emscher.


Nordsternpark Gelsenkirchen: Farbe Feuer Licht. frech jung aufregend.

Der Nordsternpark Gelsenkirchen ist Hauptstandort der Live-Übertragung des WDR Fernsehens („ExtraSchicht: Der Pott kocht“, 22.45 Uhr bis 0.15 Uhr mit Asli Sevindim aus dem Nordsternpark, Catherine Vogel aus der Kokerei Hansa in Dortmund und Stefan Göke von der Zeche Ewald in Herten) und hat einige Highlights zu bieten: im Amphitheater am Rhein-Herne-Kanal wird die große Feuer-Wassershow um 22.30 Uhr vom WDR live präsentiert, Special Guest Stoppok und Sebel heizen mit Ruhr-Rock ein und das 1. Deutsche Wasserski Show Team erhellt im Laserlicht feuersprühend den Kanal. Auf der Biergarten-Bühne im Amphitheater präsentiert das Künstlernetzwerk Insane Urban Cowboys aus dem Kreativ.Quartier Gelsenkirchen-Ückendorf in einer Show-Collage Roman Pilgrim mit Action Painting, Anna Kaufmann und ihr Fashiondesign, den Poetry Slam Meister Sven Hensel, den DJ Bang Bang Gelsen und Tanzakrobatik. Auf dem Weg zum Fahrgastschiffsanleger zeigen an einer 70 Meter langen Holzwand Künstler der Graffiti- und Streetartszene wie ein Graffiti Kunstwerk aus der „Can“, der „Dose“ entsteht, was „Tag“, „Piece“, und „Burner“ sind und welchen Stellenwert „Style“ und „Swing“ haben.

Pyroshow im Amphitheater; © Hubert Harst

Das Nordstern Videokunstzentrum in der ehemaligen Turm­förder­anlage präsentiert die feministische Kunstproduktion „Feminismen“ mit internationalen feministischen und postfeministischen Videoarbeiten aus den 1970er-Jahren bis in die unmittelbare Gegenwart, daneben gibt es am Fuß wie auch auf der Aussichtsplattform des Nordsternturms Live-Musik und Ausblicke zu Füßen der Herkules-Skulptur von Markus Lüpertz über die ganze ExtraSchicht Region. Im und auf dem Nordsternturm sind aus Brandschutzgründen maximal 100 Personen zugelassen. Mit entsprechenden Wartezeiten ist zu rechnen.

Nordsternplatz

Für das leibliche Wohl auf dem Nordsternplatz sorgt Heiner’s Biergarten mit Live-Musik von „SOULFIRE“. Ein echter Hingucker sind die Walkacts des „CARACHO Event-Theaters“, die für schwungvolle Unterhaltung des Publikums sorgen. Wege und Gebäude im Nordsternpark sind illuminiert und gelb leuchtende SchachtZeichen-Ballone markieren symbolisch die Orte des Wandels.

SchachtZeichen über Nordstern Schacht 1/2

Wer mit dem Auto zum Nordsternpark anreist, zahlt auf dem Parkplatz am Amphitheater an diesem Abend ExtraParkgebühr, das ExtraSchicht-Ticket berechtigt zwar zur Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, aber eben nicht zur kostenlosen Benutzung des Parkplatzes.


Pumpwerk Gelsenkirchen-Horst: Delikates für Auge und Ohr

Pumpwerk Gelsenkirchen-Horst; © EMSCHERGENOSSENSCHAFT/LIPPEVERBAND

Sogar die Schmutzwasserpumpen der Emschergenossenschaft sind Kunst: Das Dach des blauleuchtenden Pumpwerks im Nordsternpark wird dieses Mal zur „Soul-Kitchen“ – Musik For The Kitchen kochen ein freches musikalisches Süppchen mit einem Repertoire von Swing über Gypsy-Traditionals bis hin zu aktuellen Pop-Hits. Mit Einbruch der Dämmerung wird zudem das Pumpwerk zur Leinwand für Bilder und Filme aus dem historischen Archiv der Emschergenossenschaft: Wie sah es an der Emscher vor über 100 Jahren aus, wie hat sich die Umgebung verändert, was ist bereits neu entstanden? Der Wandel der Region wird am Beispiel der Emscher besonders deutlich, deren Umwandlung durch die Emscher­genossen­schaft von einem offenen Schmutz­wasser­lauf zurück zu einem natürlichen Fluss eins der größten Renaturierungsprojekte der Welt darstellt. Zu Führungen an eine Emscher-Umbaustelle können sich Besucher vor Ort anmelden.


kultur.gebiet CONSOL: Licht und Arbeit auf Consol!

Auf dem kultur.gebiet CONSOL dreht sich alles um Arbeit. Wie klingt Arbeit? Welche Arbeit tue ich am Liebsten? Unter diesen Fragestellungen hat sich ein Ensemble von Volx­bühnen­teil­nehmerInnen des Consol Theaters und Gelsenkirchener BürgerInnen unter Leitung von Michael Gees und dem Theater Kontra-Punkt aus Düsseldorf zu einer „Symphonie der Arbeit“ zusammengefunden. Jede(r) TeilnehmerIn wird zum Klangkörper und im Ensemble entsteht die klingende Utopie einer Arbeitswelt. Ein eigenes Orchester wurde erfunden und das gemeinsame Klingen ist ein gemeinschaftlicher Vorgang von unterschiedlichsten Menschen aus Gelsenkirchen.

Lichtinstallation „Consol Gelb“ von Günter Dohr, 2000

Dagegen geben die Musiker vom Musikprobenzentrum Consol4 vor und in der ehemaligen Fördermaschinenhalle unter dem Motto „Arbeit kenn ich nicht!“ einen Einblick in die kreative Schaffensarbeit der Bands.

Musikprobenzentrum Consol4 mit Spiegelbild des Doppelstrebengerüstes und des Lüftermaschinengebäudes

Neben industriehistorischen Führungen wird im nördlichen Maschinenhaus mit der 1938 von der Gutehoffnungshütte aus Oberhausen-Sterkrade installierten Zwillings­dampf­förder­maschine im unrestaurierten Originalzustand und der Sammlung Werner Thiel und im südlichen Maschinenhaus mit der Vorführung der 1963 in Betrieb genommenen 285 Tonnen schweren Zwillings­dampf­förder­maschine mit einer Leistung von 3.016 kW (entspricht 4.100 PS) der Kern bergmännischer Arbeit erlebbar. Alle Orte der Arbeit werden lichtkünstlerisch inszeniert und auf die Außenfassaden werden Filme mit dem Thema „Arbeit“ von den jungen TeilnehmerInnen des Berufsorientierungsprojekts !STAGE projiziert.

Bis zum 19. Juni 2015 gibt es die Eintrittskarte zur Nacht der Industriekultur zum Preis von 17 Euro (pro Person für alle Besucher ab 6 Jahren), ermäßigt 14 Euro, ein 4-Personen-Ticket ist für 58 Euro erhältlich. Die Karte berechtigt zum Eintritt an allen 45 Spielorten und ist gleichzeitig Fahrschein für alle ExtraSchicht-Shuttle-Busse. Als Kombiticket gilt die Karte für alle Busse und Bahnen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und gilt dort ganztägig am 20. Juni 2015 bis 7 Uhr am Folgetag. Somit kann es auch bereits für die Anreise zur ExtraSchicht genutzt werden. Inhaber der RUHR.TOPCARD erhalten ihr um 50 % reduziertes Ticket zum Preis von 8,50 Euro während des regulären Vorverkaufs bis 19. Juni 2015 bei ausgewählten Vorverkaufsstellen.

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