Mittwoch, 13. Mai 2015

Die Spielzeit 2015/16 am Theater für Niedersachsen

Musicalische Höhepunkte am Großen Haus in Hildesheim

Am heutigen Vormittag hat Intendant Jörg Gade gemeinsam mit Werner Seitzer (Generalmusikdirektor und Operndirektor) und Katja Buhl (Direktorin der MusicalCompany) die Spielzeit 2015/16 am Theater für Niedersachsen vorgestellt. Insgesamt stehen 18 Premieren, 12 Wiederaufnahmen und 10 Konzerte auf dem Spielplan, von denen ausgewählte Produktionen im folgenden chronologisch aufgeführt sind.


„Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ (Wiederaufnahme: 20. September 2015, Großes Haus Hildesheim)

„Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ – nach dem gleichnamigen Film (Originaltitel: „Mujeres al borde de un ataque de nervios“) von Pedro Almodóvar (1988). Musik, Lyrics: David Yazbek; Buch: Jeffrey Lane; Deutsche Bearbeitung: N.  N.; Inszenierung: Barbara Neureiter; Choreografie: Katja Buhl; Ausstattung: Anne-Katrin Gendolla; Video: Jens Plewinski; Dramaturgie: N.  N.; Musikalische Leitung: Andreas Unsicker. Darsteller: Tabea Scholz (Pepa), Annika Dickel (Candela), Jens Krause (Iván), Alexander Prosek (Taxifahrer), Judith Bloch (Lucía/Pepas Concierge), Jürgen Brehm (Carlos), Caroline Zins (Marisa/Iváns Concierge/Christina), Sandra Pangl (Paulina/Ana), Tim Müller (Malik/Kriminalbeamter), Björn Schäffer (Regisseur/Richter/Kommissar/Art Director), Dirk Flindt (Ambite). Broadway Premiere: 4. November 2010, Belasco Theatre, New York. West End Premiere: 12. Januar 2015, Playhouse Theatre, London. Premiere: 27. Juni 2015, Wiederaufnahme: 20. September 2015, Großes Haus Hildesheim.

Dem spanischen Filmregisseur, Produzent und Drehbuchautor Pedro Almodóvar, der auch das Drehbuch nach einem Skript des französischen Autors Jean Cocteau verfasst hat, gelang 1988 mit seiner rasanten Tragikomödie „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ der internationale Filmdurchbruch. 50 Auszeichnungen, eine Oscar-Nominierung sowie das Broadway-Musical, das ab 27. Juni 2015 am TfN zu sehen ist, würdigen seine Liebeserklärung an das abwesende Mysterium Mann. Das Musical belebt diese Frauenpower-Geschichte zusätzlich mit Songs voller lateinamerikanischer Rhythmen.


„Blues Brothers“ (Premiere: 18. Oktober 2015, Großes Haus Hildesheim)

„Blues Brothers“ – Rhythm & Blues Show nach dem Kultfilm von John Landis. Inszenierung, Choreografie: Katja Buhl; Ausstattung: Dirk Immich; Dramaturgie: N.  N.; Musikalische Leitung: Andreas Unsicker. Darsteller: N.  N. („Joliet“ Jake Blues), N.  N. (Elwood Blues), N.  N. (Curtis), N.  N. („Der Pinguin“), N.  N. (Ray Charles), N.  N. (Mystery Woman), u. a. Premiere: 18. Oktober 2015, Großes Haus Hildesheim.

„Wir erzählen die kultige Geschichte der beiden Brüder Jake und Elwood Blues zusammen mit den unglaublich coolen Songs“, versprach Katja Buhl, Direktorin der MusicalCompany, bei der Spielplanpräsentation anlässlich der Eröffnung ihrer Sparte mit „Blues Brothers“. Die Regisseurin des Abends kündigte an: „Die Zuschauer erwartet ein echt rockiges Konzert.“ Wo „Konzert“ draufsteht, sollte man womöglich besser kein Musical erwarten…


„Dracula“ (Premiere: 12. Dezember 2015, Großes Haus Hildesheim)

„Dracula“ – nach dem gleichnamigen Roman von Bram Stoker. Musik: Frank Wildhorn; Libretto: Christopher Hampton, Don Black; Deutsche Bearbeitung: N.  N.; Inszenierung: Craig Simmons; Choreografie: N.  N.; Ausstattung: Esther Bätschmann; Dramaturgie: N.  N.; Musikalische Leitung: N.  N.. Darsteller: N.  N. (Dracula), N.  N. (Mina Murray), N.  N. (Lucy Westenra), N.  N. (Jonathan Harker), N.  N. (Prof. Abraham van Helsing), N.  N. (Renfield), N.  N. (Arthur Holmwood), N.  N. (Dr. Jack Seward), N.  N. (Quincey Morris), N.  N., N.  N. und N.  N. (Vampirinnen). Uraufführung: 13. Oktober 2001, La Jolla Playhouse, San Diego. Broadway Premiere: 30. Juli 2004, Belasco Theatre, New York. Deutschsprachige Erstaufführung: 23. April 2005, Theater St. Gallen. Premiere: 12. Dezember 2015, Großes Haus Hildesheim.

Der irische Schriftsteller Abraham „Bram“ Stoker veröffentlichte am 18. Mai 1897 seinen Roman „Dracula“, der einer ganzen Reihe von Geschichten über Vampire folgt. Graf Dracula dürfte der wohl berühmteste Vampir der Literaturgeschichte sein. Das auf diesem Roman basierende Musical von Frank Wildhorn (Musik), Don Black und Christopher Hampton (Buch und Liedtexte) erlebte seine Uraufführung am 13. Oktober 2001 am La Jolla Playhouse in San Diego, wurde an den Broadway transferiert, wo es am 19. August 2004 am Belasco Theatre seine Premiere feierte und am 2. Januar 2005 nach 157 Vorstellungen geschlossen wurde. Matthias Davids inszenierte die deutschsprachige Erstaufführung am Theater St. Gallen in der deutschen Bearbeitung von Roman Hinze, am 23. April 2005 fand die Premiere statt. Andreas Gergen inszenierte auf der Kasemattenbühne auf dem Grazer Schlossberg eine überarbeitete Fassung in der deutschen Bearbeitung von Herwig Thelen, Koen Schoots hat hierfür die Orchestrierung geschrieben, Premiere war am 9. August 2007.

Die TfN MusicalCompany ist die erste und bisher einzige Company an einem öffentlichen Theater in Deutschland, die im Repertoire-Betrieb kontinuierlich zusammenarbeitet und so das Musical-Repertoire um selten oder noch niemals in Deutschland gezeigte Musicals erweitern soll. Warum man mit „Dracula“ ein Musical, das im deutschsprachigen Stadttheaterbereich und sogar Open-air bereits „rauf und runter“ gespielt wurde, am TfN auf den Spielplan setzt, will sich mir angesichts der Zielsetzung der TfN MusicalCompany nicht erschließen.


„Tot, aber glücklich – Lucky Stiff“ (Premiere: 12. Dezember 2015, Großes Haus Hildesheim)

„Tot, aber glücklich – Lucky Stiff“ – nach dem Roman „The Man Who Broke the Bank at Monte Carlo“ von Michael Butterworth. Musik: Stephen Flaherty; Lyrics, Buch: Lynn Ahrens; Deutsche Bearbeitung: N.  N.; Inszenierung: N.  N.; Choreografie: N.  N.; Ausstattung: N.  N.; Dramaturgie: N.  N.; Musikalische Leitung: Andreas Unsicker. Darsteller: N.  N. (Harry Witherspoon), N.  N. (Annabel Glick), N.  N. (Rita LaPorta), N.  N. (Vinnie DiRuzzio), N.  N. (Luigi Gaudi), N.  N. (Dominique du Monaco), N.  N. (Emcee), N.  N. (Anthony Hendon), N.  N. (Landlady), u. a. Uraufführung: 25. April 1988, Playwrights Horizons, New York City. Deutschsprachige Erstaufführung: 29. Mai 1998, Staatstheater, Saarbrücken. Premiere: 12. Dezember 2015, Großes Haus Hildesheim.

„Wer ‚Zum Sterben schön‘ mochte, wird ‚Tot, aber glücklich‘ lieben“, ist Katja Buhl von der Musicalkomödie von Lynn Ahrens und Stephen Flaherty überzeugt. Worum geht’s? Der weltfremde britische Schuhverkäufer Harry Witherspoon hat die Möglichkeit, sechs Millionen Dollar zu erben – allerdings nur, wenn er mit seinem toten Onkel Anthony Hendon nach Monte Carlo reist, um dort eine Woche Urlaub mit ihm zu verbringen…

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