Freitag, 3. April 2015

Vorschau: „City of Angels“

„City of Angels“ – Colemans Homage an den Film noir; Musik: Cy Coleman; Liedtexte: David Zippel; Buch: Larry Gelbart; Deutsche Bearbeitung: Michael Kunze; Regie: Henner Kallmeyer; Choreografie: Karen D. Savage; Ausstattung: Beata Kornatowska; Musikalische Leitung: Patricia M. Martin/Michael David Mills. Darsteller: Alexander Sasanowitsch (Stine, Romanautor), Hermann Bedke (Stone, Privatdetektiv), Anna Winter (Gabby, Stines Ehefrau/Bobbi Edwards, Stones Ex-Verlobte), Catherine Chikosi (Donna, Fidlers Sekretärin/Oolie, Stones Sekretärin), Merlin Fargel (Buddy Fidler, Filmproduzent/Irwin S. Irving, Film-Mogul), Hanna Mall (Carla Haywood, Fidlers Ehefrau/Alaura Kingsley), Alina Grzeschik (Werner Kriegler, Schauspieler/Luther Kingsley, Alauras Ehemann/Big Six), Jan Rogler (Gerald Pierce, Schauspieler/Peter Kingsley, Alauras Stiefsohn), Florentine Kühne (Avril Rains, Starlet/Mallory Kingsley, Alauras Stieftochter), Eva Löser (Pancho Vargas, Schauspieler/Lieutenant Muñoz, Kriminalbeamter), Philipp Nowicki (Jimmy Powers, Schlagersänger/Dr. Mandril, Esoteriker), Karen Müller (Sonny), Alina Grzeschik, Florentine Kühne, Eva Löser, Karen Müller, Jan Rogler (Angel City Five). Band: Patricia Martin, Felix Roemer (Keyboard), Sebastian Gerhartz (Reeds), Max Wehner (Posaune), Niklas Tikwe (Bass), Philipp Klahn (Schlagzeug). Broadway-Premiere: 11. Dezember 1989, Virginia Theatre, New York City. Deutschsprachige Erstaufführung: 17. September 1995, Theater Heilbronn. Premiere: 8. Mai 2015, Theater im Rathaus, Essen.



„City of Angels“


Das „kriminelle“ Abschlussprojekt der Studierenden im Studiengang Musical der Folkwang Universität der Künste


Im Studiengang Musical an der Folkwang Universität der Künste werden jährlich zum Sommersemester 6 StudentInnen aufgenommen. Die Studienplätze an den staatlichen Hochschulen sind sehr begehrt, allein an der Folkwang Universität gab es in den letzten Jahren 180 Bewerber für die 6 Studienplätze im Studiengang Musical. In acht Semestern erfolgt eine grundlegende und breit gefächerte Ausbildung in den Bereichen Schauspiel, Tanz und Gesang. Des weiteren gehören zum Studium die Fächer Musiktheorie, Bewegungslehre, Musical- und Theatergeschichte, die im späteren Verlauf des Studiums durch Liedinterpretation, Combo-Auftritte und verschiedenartigste Theaterprojekte ergänzt werden. Viele dieser Projekte finden in den Aufführungsräumen der Hochschule statt und erfreuen sich beim Publikum größter Beliebtheit. Seit vielen Jahren wird zunehmend auf Koproduktionen mit externen Veranstaltern Wert gelegt, damit die Studierenden so früh wie möglich Erfahrungen im professionellen Theaterbetrieb sammeln können. Die Bandbreite der als Abschlussproduktionen aufgeführten Musicals reicht von den 1930er Jahren bis in die neueste Musicalgeschichte.

Kooperationen:
  • 2000: „The Apple Tree“, Choreographisches Zentrum NRW, PACT Zollverein
  • 2003: „Merrily we roll along“, Kooperation mit dem Musicalensemble NRW e. V., Tor 2, Essen
  • 2005: „The Wild Party“, Kooperation mit „Stars in Concert“, Weststadthalle Essen
  • 2006: „Bat Boy“, Kooperation mit dem Stadttheater Minden
  • 2007: „Pinkelstadt“, Kooperation mit dem Theater am Kirchplatz, Schaan (Liechtenstein)
  • 2009: „Into the Woods“, Kooperation mit dem Theater Hagen
  • 2010: „High Fidelity“, Kooperation mit dem Theater im Rathaus, Essen
  • 2011: „One Touch of Venus“, Kooperation mit dem Erholungshaus der Bayer AG, Leverkusen
  • 2012: „Ein Mann geht durch die Wand“, Kooperation mit dem Theater im Rathaus, Essen
  • 2013: „Spring Awakening (Frühlings Erwachen)“, Kooperation mit dem Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen, und der Konzertdirektion Landgraf
  • 2014: „Into the Woods“, Kooperation mit dem Theater Oberhausen
  • 2015: „City of Angels“, Kooperation mit dem Theater im Rathaus Essen und der Konzertdirektion Landgraf

In diesem Jahr zeigt die Folkwang Universität der Künste in Koproduktion mit dem Theater im Rathaus Essen und der Konzertdirektion Landgraf „City of Angels“ als Abschlussprojekt des Studiengangs Musical. Dabei werden die Studenten des vierten und dritten Jahrgangs auf der Bühne stehen, dies sind Hermann Bedke, Catherine Chikosi, Merlin Fargel, Hanna Mall, Alexander Sasanowitsch und Anna Winter (4. Jahrgang), Alina Grzeschik, Florentine Kühne, Eva Löser, Karen Müller, Philipp Nowicki und Jan Rogler (3. Jahrgang). Die Konzertdirektion Landgraf möchte die Inszenierung zusätzlich vom 23. September bis 4. Oktober und vom 23. bis 31. Oktober 2015 auf Tournee schicken. Details zur Besetzung, Premierentermin und Tourneespielorte sind bisher nicht bekannt. Auch über die Abschlussproduktionen hinaus besteht eine Zusammenarbeit mit zahlreichen nordrhein-westfälischen Bühnen, unter anderem in Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen und Oberhausen. Begehrt ist der Studiengang Musical mit seinem Programm zudem als Gast bei Sonderveranstaltungen und Galas für Unternehmen sowie politisch und kulturell hochrangigen Veranstaltungen, beispielsweise der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010.

Indem die Show äußerst geschickt mit Rückblenden zwischen dem realen, in Farbe dargestellten Leben des Schriftstellers Stine im Los Angeles der späten 1940er Jahre und dem fiktiven, schwarz-weiß gezeichneten Geschehen um den von ihm erfundenen Privatdetektiv Stone wechselt, parodiert „City of Angels“ die legendären Kriminalfilme Hollywoods aus den 1940er Jahren, das so genannte „Film noir“-Genre. Ein besonderer Reiz liegt auch in den Interaktionen der realen und fiktiven Figuren: Traumfabrik Hollywood meets Film noir. Die Musical Comedy erlebte am 11. Dezember 1989 am Virginia Theatre ihre Broadway Premiere und wurde bis 19. Januar 1992 in 879 regulären Vorstellungen gezeigt. Die Produktion war 1990 für 10 Tony Awards nominiert, wovon sie sechs Auszeichnungen tatsächlich gewonnen hat, unter anderem als bestes Musical der Saison, für das amüsante Buch Larry Gelbarts und die Musik Cy Colemans. Als geistreiche Hommage an Schriftsteller wie Dashiell Hammett (* 27. Mai 1894 in Maryland, † 10. Januar 1961 in New York) oder Raymond Chandler (* 23. Juli 1888 in Chicago, Illinois; † 26. März 1959 in La Jolla, Kalifornien) mit ihren Romanfiguren Sam Spade und Philip Marlowe wurde „City of Angels“ als eines der intelligentesten, vor Gags sprühenden US-Musicals gefeiert, doch trotz exzellenter Kritiken schien die Show Teile des breiten Theaterpublikums ein wenig zu überfordern.

Der hartgesottene Privatdetektiv Stone bekommt Besuch von der reichen und attraktiven Mrs. Alaura Kingsley, die ihn beauftragt, ihre verschwundene Stieftochter Mallory zu suchen. Nach einer verheerenden Schlägerei, einem verführerischen Tennismatch und einer zeitraubenden Recherche in den Rotlichtvierteln von Los Angeles findet er die Gesuchte – in seinem Bett. Doch das vermeintliche Happy End erweist sich als üble Falle und bringt Stone in eine Reihe von Situationen, die für Normalsterbliche in der Regel tödlich ausgehen. Was sich als typischer Plot eines Detektiv-Krimis präsentiert, ist in Wahrheit das in der Entstehung begriffene Drehbuch zu dem Hollywood-Film „City of Angels“. Stine, sein Autor, ist in heller Verzweiflung, der Produzent und Regisseur Buddy Fidler kürzt ihm eine Szene nach der anderen und schreibt alles um, was Stine seinem Helden Stone an Strategie mit auf den Weg gegeben hat. Zudem droht seine Frau damit, ihn zu verlassen, wenn er sich nicht endlich gegen Buddy durchsetzt. Die Frustration über die Kompromittierung seines künstlerischen Egos führt nicht nur zu Problemen im Privatleben des intellektuellen Schriftstellers Stine, als er den Reizen von Fidlers attraktiver Sekretärin Donna erliegt und eine Affäre mit ihr beginnt, woraufhin sich Gabby von ihm trennt, sondern fließt auch in das Drehbuch ein. An dessen Ende rebelliert schließlich sein fiktiver Held Stone im Gespräch mit Stine gegen die Verunstaltung seines Parts. Am ersten Drehtag erscheint Stine mit Stone – aus dem Drehbuch herausgetreten – an seiner Seite am Set und beide müssen schockiert feststellen, dass die Rolle des hartgesottenen Privatdetektivs mit einem beliebten Schlagersänger besetzt wurde. Stine reißt das Drehbuch an sich und will das Studio verlassen, wird jedoch von zwei Studio-Wachleuten daran gehindert. Da kommt ihm Stone zur Hilfe, indem er seinerseits eine Szene schreibt, in der Stine die Wachmänner besiegt und dadurch sowohl seine Frau als auch seine Selbstachtung zurückgewinnt.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Und wo ist die Reaktion "dieser Post ist einfach nur schwachsinnig" wie sämtliche Vorschau Posts und so unnötig wie der Blinddarm....

Detlef hat gesagt…

Vielleicht informieren Sie sich zukünftig besser an anderer Stelle, und vielleicht denken Sie vor dem Verfassen von Kommentaren auch einmal darüber nach, wann persönliche Meinungsäußerungen die Grenze zur Beleidigung, üblen Nachrede oder Verleumdung überschreiten…