Freitag, 24. April 2015

Susan Sideropoulos besucht das Phantom der Oper

Die Schauspielerin erfüllt sich beim Musical-Welterfolg einen Mädchentraum

Vor 25 Jahren, am 29. Juni 1990, feierte das Musical „Das Phantom der Oper“ im Theater Neue Flora in Hamburg seine Deutschlandpremiere. Mittlerweile läuft der Welterfolg von Sir Andrew Lloyd Webber wieder erfolgreich im Premierentheater. Fan der ersten Stunde ist Schauspielerin Susan Sideropoulos („Gute Zeiten, schlechte Zeiten“). Bereits 1990 besuchte die kleine Susan das Musical. Ein Abend, der ihr Leben veränderte: „Ich war damals absoluter Ballett Fan und bin mit meiner besten Freundin im Ballettkleidchen in die Show gegangen“, erinnert sich der TV-Star und schwärmt weiter: „Es war ein ganz besonderer Abend. Der Kronleuchter fiel quasi auf meinen Kopf! Die Kostüme! Die Lieder! Da war für mich ganz klar, so etwas möchte ich auch machen!“

Susan Sideropoulos im Theater Neue Flora; © Morris Mac Matzen/Stage Entertainment

25 Jahre später erfüllte sich die heute 34-Jährige ihren ganz persönlichen Mädchentraum bei „Das Phantom der Oper“: Tanzunterricht bei Ballettmeisterin Madame Giry persönlich. Susan Sideropoulos kehrt zurück an den Ort, der sie dazu inspiriert hat, eine Musicalausbildung zu absolvieren. „Ich bin sehr glücklich noch einmal beim Phantom der Oper im der Neuen Flora zu sein, bevor es im September Hamburg verlässt, wo doch hier alles begonnen hat.“ Beim Plié, Passé und Cambré wurde schnell wieder klar, dass alles, was so leicht aussieht, harte Arbeit ist. Umso größer die Bewunderung des Musicalfans: „Die Kunst alle Bereiche, also Gesang, Tanz und Schauspiel, gleichzeitig auf die Bühne zu bringen und das in acht Shows die Woche, mit einer Kraft und einem Elan - das ist einfach unfassbar faszinierend!“. Am Ende wurde das Schwitzen mit einem Extra belohnt. Die zweifache Mutter durfte in die Original-Kostüme aus „Das Phantom der Oper“ schlüpfen und etwas Bühnenluft schnuppern. Dabei stellte sie fest: „Manchmal denke ich, Musical müsste ich doch noch mal machen in meinem Leben!“. Ein unvergesslicher Tag, der viele Erinnerungen geweckt und neue geschaffen hat.

Susan Sideropoulos beim Balletttraining mit Madame Giry; © Morris Mac Matzen/Stage Entertainment

Neben der sympathischen Schauspielerin haben schon mehr als 130 Millionen Besucher weltweit eines der erfolgreichsten Musicals gesehen. Allein gut acht Millionen Gäste in Deutschland besuchten das Musical von 1990 bis 2001 in Hamburg. 2013 dann die große Überraschung. „Das Phantom der Oper“ kehrte nach Hamburg zurück. Im Januar 2014 wurde die Verlängerung der Spielzeit bekannt gegeben. Das Meisterwerk, mit imposanten Bühnenbildern, prunkvollen, detailverliebten Kostümen und den weltbekannten Melodien von Andrew Lloyd Webber, läuft noch bis zum 30. September 2015 in Hamburg.

Susan Sideropoulos und Madame Giry; © Morris Mac Matzen/Stage Entertainment

Susan, wie kam es zu Ihrem Probetraining heute?
Das Phantom hat quasi an meine Tür geklopft und mich eingeladen, dass ich einen Tag hier verbringen darf, Ballett trainieren kann, etwas aus der Choreografie lerne, Kostüme anziehe.

Wie fit sind Sie noch in Ballett?
Wir haben das klassische Warmup an der Ballettstange gemacht. Und es ist erstaunlicherweise noch alles in meinem Kopf drin. Obwohl ich das das letzte Mal vor über fünfzehn Jahren gemacht habe. Es ist toll das zu sehen!

Wie wichtig war für Sie die Schauspielausbildung?
Die Ausbildung hat mir eigentlich den Grundstein, vor allem auch für das Leben, gelegt. Disziplin, Pünktlichkeit, Ehrgeiz, Zielstrebigkeit, im Prinzip kann ich in allen Bereichen meines Lebens immer wieder darauf zurückgreifen. Es hat die Basis gelegt.

Welche Beziehung haben Sie zum Phantom der Oper?
Mein erstes Musical, das ich gesehen habe, war tatsächlich DAS PHANTOM DER OPER! Und ich glaube auch, es war im ersten Jahr, als das Musical nach Hamburg kam. Ich war dort damals mit meiner Freundin und wir hatten beide Ballettkleidchen an. Es war wirklich ein ganz besonderer Abend. Ich saß da oben im Rang und der Kronleuchter fiel quasi auf meinen Kopf. Daran kann ich mich noch sehr gut erinnern. Die Kostüme. Die Lieder! Da war für mich ganz klar, so etwas möchte ich auch machen! Ich wusste nur noch nicht genau was. Es musste aber auf jeden Fall die Bühne sein. Am Ende wurde es die Kamera, aber der Weg war klar!

Was fasziniert Sie am Musical allgemein?
Das Faszinierendste ist eigentlich die Kunst, alle Bereiche auf einmal auf die Bühne zu bringen. Gesang, Tanz und Schauspiel. Acht Shows die Woche. Mit einer Energie und einem Elan und einer Kraft! Jeder bezahlt gutes Geld für sein Ticket und möchte eine tolle Vorstellung sehen. Ob es nun ein Dienstag oder ein Samstag ist, ist da egal. Deshalb muss man auf der Bühne immer sein Bestes geben. Es ist einfach unfassbar faszinierend.

Was ist für Sie das Besondere an „Das Phantom der Oper“?
„Das Phantom der Oper“ ist ja im Prinzip eine Mischung aus einer Oper und einem Musical. Ich hatte vorher noch nie eine Oper gesehen und bin auch heute nicht der größte Fan, aber hier ist es irgendwie anders. Es hat die Leichtigkeit eines Musicals, aber die Kostüme, das Bühnenbild und das Spiel von einer Oper. Es ist aber trotzdem nicht so eine schwere Geschichte, sondern eine die man irgendwie versteht und wo man mitleidet und mitgeht. Das ist die gelungene Mischung Man kommt nach Hause und man hat es noch ganz lange im Kopf. Also ich bin da aber auch so jemand, ich kann mir ein Musical auch zehn Mal angucken. Hab ich auch schon gemacht. Und würde es mir auch immer wieder anschauen.

Was haben Sie im Stage Theater Neue Flora erlebt?
Ich durfte hinter die Kulissen schauen. Mir die Kostüme angucken und zwei Kostüme anziehen! Einmal sehen, wie schwer so ein Kostüm ist. Das ist total faszinierend! Dann mit Madame Giry und Balletttänzer Christopher Carduck zusammen trainieren und etwas aus dem Stück lernen. Schauspieler kennenlernen. Und mal auf der Bühne stehen und das Ganze von der anderen Seite zu sehen.

Könnten Sie sich vorstellen, bei einem Musical mitzuwirken?
Wenn ich auf so einer Bühne stehe, möchte ich da am liebsten auch stehen bleiben. Dann denke ich, Mensch, Musical müsste ich doch noch mal machen im Leben. Mal gucken, ob die Reise da noch hingeht.

Wie steht´s denn um Ihr Können bei Tanzen und Singen?
Ich bin schon aus der Übung. Ich singe nur noch in Karaoke Läden oder zu Hause. Beim Tanzen habe ich bei „Let´s Dance“ gemerkt, dass man sich die Dinge wieder sehr schnell antrainieren kann, wenn man ehrgeizig ist. Und das bin ich!

Was haben Sie gefühlt bei Ihrem Besuch hinter der Bühne?
Ich hatte einen wunderbaren Tag! Mit viel Freude. Es war wirklich, wirklich schön alle Bereiche zu sehen und das alles noch mal zu erleben. Sich wie ein kleines Mädchen zu fühlen. Wie in der Ausbildung, so fühlte ich mich ein bisschen.

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