Donnerstag, 30. April 2015

Stippvisite in Köln

Auf ausgelatschten Touripfaden durch die Stadt

Thalys-PBKA-Triebzug 4322 in Köln

Kölner Dom

Der Kölner Dom ist die populärste Sehenswürdigkeit Deutschlands, er wurde 1996 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Die Kathedrale im gotischen Baustil wurde 1248 nach einem Plan des Dombaumeisters Gerhard von Rile begonnen, aber erst 1880 nach über 600 Jahren vollendet. Wobei die Dombaumeister seit der Fertigstellung des Domes gegen den Zerfall des Sandsteins kämpfen. Folglich kann man kommen, wann man will, man wird immer irgendwo mindestens ein Arbeitsgerüst finden. Momentan befindet sich beispielsweise eines am Nordturm.

Kölner Dom, Tympanon über dem Hauptportal

Kölner Dom, Hauptportal

Kölner Dom, Langhaus Richtung Osten

Im Kölner Dom führen Domschweizer ein strenges Regiment und sorgen für Ordnung und Ruhe. Zu dumm, wenn die zur Ordnung gerufenen Besucher deren Sprache nicht mächtig sind, was bei der Vielzahl der Besucher aus aller Welt gar nicht so selten der Fall ist…

Kölner Dom, Klaren-Altar, um 1350/60, und Adlerpult, 1854

Kölner Dom, Dreikönigenaltar, um 1668 – 83, Detail

Heinrich-Böll-Platz oberhalb der Kölner Philharmonie, im Hintergrund der Kölner Dom

Der Heinrich-Böll-Platz oberhalb der Kölner Philharmonie muss rund 1.000 Mal pro Jahr – nicht nur bei Konzerten, sondern bei jeder Probe – komplett gesperrt werden. Der Grund: Jede Art von Straßenlärm – auch Trittschall – macht sich in der Philharmonie bemerkbar. Dadurch entstehen lt. Bund der Steuerzahler jährlich Kosten in Höhe von 100.000 Euro, die der Steuerzahler trägt. Die extra für diese Aufgabe abgestellten Bediensteten sind übrigens von ganz besonderer Güte: Übersehen Fußgänger die Absperrung großzügig, so eilen sie selbst innerhalb des abgesperrten Bereichs herbei, um die Fußgänger schleunigst zu vertreiben.

Hohenzollernbrücke, „Liebesschlösser“

Unzählige Vorhängeschlösser zieren die Sicherheitsgitter der Hohenzollernbrücke, die die Fußwege von den Bahngleisen trennen. Die „Liebesschlösser“ werden von Pärchen dort angebracht, und der Schlüssel anschließend in den Rhein geworfen. Der romantische Brauch trägt obendrein zur Wirtschaftsförderung bei: Bei der Wahl ihrer Schlösser greifen viele Liebende auf das Angebot eines Unternehmens aus dem Ruhrgebiet zurück.

Kölner Dom mit Hohenzollernbrücke

Heinzelmännchenbrunnen von Edmund und Heinrich Renard, 1897 – 1900, Detail: Darstellung des Bäckers

Der Heinzelmännchenbrunnen gegenüber dem Brauhaus Früh erinnert an die Kölner Hausgeister, die nachts die Arbeit der Bürger verrichteten. Da sie dabei jedoch beobachtet wurden, verschwanden sie für immer.

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