Sonntag, 26. April 2015

Museumsfest im LVR-Industriemuseum Zinkfabrik Altenberg

Ausprobieren und Mitmachen für große und kleine Forscher

Blick in das Foyer der Dauerausstellung „Schwerindustrie“ in der Walzhalle der ehemaligen Zinkfabrik Altenberg

Am 26. April 2015 wurde im LVR-Industriemuseum Zinkfabrik Altenberg ein Museumsfest gefeiert, das großen und kleinen Forschern viele Möglichkeiten zum Ausprobieren und Mitmachen bot. Hier stand insbesondere die Experimentierausstellung „Ist das möglich?“ im Fokus. Vor allem an Kinder richtete sich die Wissenschaftsshow „Baff!“ von Felix Homann. In der „Welt der Experimente“ konnten die Besucher mit Unterstützung von großen Forschern wie Marie Curie, Isaac Newton, Archimedes oder Otto von Guericke rätseln und tüfteln.

Museumsfest im LVR-Industiermuseum Zinkfabrik Altenberg

historische Feuerwehrfahrzeuge

Wie viel Kraft es kostet, ein Auto aus dem Stand in Bewegung zu setzen, hat Isaac Newton in seiner am 5. Juli 1687 in lateinischer Sprache veröffentlichten Philosophiae Naturalis Principia Mathematica in seinem ersten Grundsatz der Bewegung beschrieben, welches auch als Trägheitsprinzip bekannt ist, aber bereits im Jahr 1638 von Galileo Galilei formuliert wurde. Und plötzlich macht Klassische Mechanik sogar Kindern Spass. Und Erwachsene sollten spätestens nach diesem Experiment gelernt haben, warum es Sinn macht, dass Auto im Stadtverkehr einfach einmal stehen zu lassen.

Überwindung der Trägheitskräfte

Die Entdeckung der Röntgenstrahlung am 8. November 1895 von Wilhelm Conrad Röntgen erregte zwar weltweit Aufsehen, doch die im Frühjahr 1896 von Antoine Henri Becquerel zufällig entdeckte Strahlung von Uranverbindungen blieb hingegen nahezu unbeachtet. Marie Curie (* 7. November 1867 in Warschau, † 4. Juli 1934 in Sancellemoz) beschloss, sich für ihre Doktorarbeit diesen „Becquerel-Strahlen“ zuzuwenden. Zwar handelt es sich sowohl bei Röntgenstrahlung als auch bei Strahlung radioaktiver Substanzen um ionisierende Strahlung, jedoch ist die beim radioaktiver Zerfall auftretende Strahlung (etwa 200 keV bis 5 MeV) energiereicher als Röntgenstrahlung (zwischen 5 keV und einigen 100 keV). Da die von „Marie Curie“ vorgestellte Apparatur jedoch weder Röntgenstrahlung noch α-, β- oder γ-Strahlung emittierte, dürfte den kleinen Besuchern dieser kleine Unterschied wohl herzlich egal gewesen sein. Viel interessanter dürfte für einige die Frage gewesen sein, wie die Palme bzw. die leere Batterie in ihren Kopf kommt.

„Marie Curie“

Vorführung des Sandformverfahrens

Bei der Vorführung des Sandformverfahrens (Guss in verlorener Form) auf dem Außengelände war hauptsächlich Zuschauen angesagt, wer würde schon ohne entsprechende Fachkenntnisse mit 750 °C heißem Aluminium experimentieren wollen.

Vorführung des Sandformverfahrens

Vorführung des Sandformverfahrens

Vorführung des Sandformverfahrens

Dagegen durften kleine Besucher beim Schmieden unter sachkundiger Anleitung auch selbst den Hammer in die Hand nehmen und kräftig zuschlagen.

Schmieden

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