Donnerstag, 5. März 2015

KPMG-Kunstabend in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Szenen aus „Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin“ im K21 Ständehaus

Piazza im K21 Ständehaus, Düsseldorf

An jedem ersten Mittwoch im Monat ermöglicht das Wirtschaftsprüfungs-Unternehmen KPMG kunstinteressierten Bügerinnen und Bürgern bei freiem Eintritt von 18 bis 22 Uhr fundierte Einblicke in die aktuellen Ausstellungen der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen im K20 Grabbeplatz und K21 Ständehaus. Obendrein bietet Mercedes-Benz sogar eine kostenlose Shuttle-Verbindung zwischen den beiden Häusern. Im Rahmen des KPMG-Kunstabends besteht die Gelegenheit, an verschiedenen Themenführungen teilzunehmen. Solche besonderen Events sollten IMHO jedes Kunstmuseum anbieten, der Aufwand und die Kosten rechnen sich über Mund-zu-Mund-Pro­pa­gan­da allemal, auch wenn sich kein Sponsor dafür findet…

Glaskuppel über der Piazza im K21 Ständehaus, Düsseldorf

Den Hauptanziehungspunkt im K21 Ständehaus bildet schon seit geraumer Zeit die in mehr als 25 Metern Höhe über der Piazza unter der Glaskuppel aufgespannte Rauminstallation in orbit des Künstlers Tomás Saraceno (* 1973 in San Miguel de Tucumán, Argentinien). Innerhalb der begehbaren Konstruktion aus Stahlnetzen sind diverse „Sphären“ platziert, luftgefüllte, transparente/verspiegelte Kugeln mit einem Durchmesser von bis zu 8,50 Metern. Auch die Dämmerung ist sehr schön durch die Glaskuppel des K21 Ständehauses zu beobachten, das Farbenspiel der „blauen Stunde“ ist immer wieder faszinierend.

Ballett im Revier: „Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin“, Familie Salomon

Den Höhepunkt des KPMG-Kunstabends am 4. März 2015 im K21 Ständehaus bildeten jedoch Szenen aus „Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin“, die vom Ballett im Revier Gelsenkirchen auf der Piazza präsentiert wurden. Die genauen Zusammenhänge der Kooperation des Balletts im Revier mit der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zu ergründen, fällt mir ein wenig schwer, heißt es doch im aktuellen Spielzeitheft des Musiktheaters im Revier: „Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin“, angelehnt an ein Gedicht von Matthias Claudius, umfasst sowohl das Musiktheaterwerk als auch die Ausstellung ausgesuchter Gemälde Charlotte Salomons im K21 (Ständehaus) Düsseldorf. Ganz offensichtlich haben sich diese Pläne irgendwann nach Redaktionsschluss des Spielzeitheftes im März 2014 geändert, denn die Ausstellung „Charlotte Salomon. Leben? oder Theater?“ ist nunmehr vom 28. Februar bis 25. Mai 2015 im Kunstmuseum Bochum zu sehen. Aber wie dem auch sei, das Ballett im Revier ist bereits früher im K21 Ständehaus aufgetreten, erstmals am 2. Oktober 2013 mit „Jam Session – On Tour“.

Ballett im Revier: „Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin“, Paulinka

Ich möchte an dieser Stelle gar nicht detaillierter auf die Ballettoper „Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin“ von der amerikanischen Komponistin Michelle DiBucci eingehen, die in der Choreographie und Inszenierung von Bridget Breiner am 14. Februar 2015 im Musiktheater im Revier Gelsenkirchen uraufgeführt wurde, zumal ich über eben jene Uraufführung an dieser Stelle nicht berichten konnte. Das ein oder andere Detail kann man der Vorschau entnehmen. Dr. Marion Ackermann, Künstlerische Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, und Bridget Breiner, Ballettdirektorin des Balletts im Revier Gelsenkirchen, führten gemeinsam durch die Präsentation, wobei sich Frau Dr. Ackermann auf die Biografie und die künstlerischen Aspekte des Werks von Charlotte Salomon konzentrierte und Bridget Breiner auf die künstlerischen Aspekte der Ballettoper und deren Entstehung/Umsetzung.

Ballett im Revier: „Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin“, Daberlohn und Paulinka

Die gute Nachricht für alle Interessenten an der Ballettoper: Diese wird in der laufenden Spielzeit noch drei Mal in Gelsenkirchen aufgeführt, für alle Termine (7. und 29. März sowie 23. April 2015) sind noch Tickets erhältlich. Außerdem wird „Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin“ in der Spielzeit 2015/2016 wiederaufgenommen. Dies ließ Frau Dr. Ackermann jedenfalls zum Ende der Präsentation verlauten. Na sowas, dabei ist der Spielplan 2015/2016 doch noch gar nicht bekannt, genauer gesagt, publik…

Ballett im Revier: „Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin“, Daberlohn und Paulinka

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