Freitag, 13. Februar 2015

Grusellabyrinth NRW in Bottrop

„Im Bann der Finsternis“

Schachtanlage Prosper II: Malakoffturm mit eingezogenem Koepe-Strebengerüst

In der Waschkaue der ehemaligen Schachtanlage Prosper II in Bottrop, die der Bottroper Unternehmer Dirk Helmke von der RAG Deutsche Steinkohle gekauft und grundsaniert hat, ist in den letzten Monaten das Grusellabyrinth NRW als familien­gerechte Freizeiteinrichtung in Form eines interaktiven Theater­erlebnisses entstanden, durch die Gäste in Gruppen von bis zu 25 Personen gehen. In 16 verschiedenen Szenarien können die Besucher eine Mischung aus Show und Labyrinth entdecken: In den einzelnen Showabschnitten erzählen Darsteller eine zusammenhängende Gruselgeschichte, die Showabschnitte werden von mehreren stockdunklen Labyrinten umrahmt, in denen die Besucher ihren Weg selbst finden und teilweise sogar ertasten müssen. Die Darsteller versuchen, mit Schockmomenten für den entsprechenden Gruselfaktor zu sorgen. Dieser soll gleichermaßen spannend und mitreißend, aber eben auch für jedes Alter (ab 8 Jahren) „erträglich“ sein. Der Rundgang durch das Grusellabyrinth dauert etwa 100 Minuten.

Schachtanlage Prosper II: Malakoffturm mit eingezogenem Koepe-Strebengerüst und Waschkaue

Vor der ehemaligen Waschkaue in Backsteinoptik ist ein Brunnen in Form eines düsteren Sensemanns entstanden, umrahmt von großen Felsnadeln, die wie Finger aus dem Boden zu ragen scheinen. Die Inschrift auf dem Buch gemahnt: „Memento mori“, was wörtlich übersetzt „Gedenke des Todes“ bedeutet, aber womöglich eine Verballhornung aus „Memento moriendum esse“ darstellt, also: „Bedenke, dass du sterben musst“. Der Brunnen soll die Besucher auf ihrem Weg vom Parkplatz zum Grusellabyrinth gebührend empfangen.

Der Sensemann-Brunnen als Blickfang vor der ehemaligen Waschkaue

Zuvor war das Grusellabyrinth im alten Kieler Güterbahnhof beheimatet, der jedoch für die Expansionspläne der Grusellabyrinth GmbH nicht genügend Platz bot, so dass der Standort in Kiel am 30. März 2014 geschlossen wurde. Im Juni 2014 begannen die Bauarbeiten in der ehemaligen Waschkaue der Schachtanlage Prosper II in Bottrop, von der die geschäftsführenden Gesellschafter der Grusellabyrinth GmbH, Carsten Föhrweißer, Ina und Holger Schliemann wegen ihrer besonderen Optik von Anfang an beeindruckt waren.

Der Sensemann-Brunnen als Blickfang vor der ehemaligen Waschkaue

Der Sensemann-Brunnen als Blickfang vor der ehemaligen Waschkaue

Schachtanlage Prosper II: Malakoffturm mit eingezogenem Koepe-Strebengerüst und Waschkaue

Schachtanlage Prosper II: Malakoffturm mit eingezogenem Koepe-Strebengerüst und Waschkaue

Eingangsbereich zum Grusellabyrinth NRW in der ehemaligen Waschkaue

Im Eingangsbereich der 3.000 m großen Halle bildet ein beinahe 9 Meter hoher Bilderrahmen eines „lebendigen“ Gemäldes das Eingangsportal, durch den die Besucher über eine geschwungene Brücke den 100-minütigen Rundgang durch das Grusellabyrinth beginnen.

Eingangsbereich zum Grusellabyrinth NRW in der ehemaligen Waschkaue

Eingangsbereich zum Grusellabyrinth NRW in der ehemaligen Waschkaue

Darstellerinnen im Grusellabyrinth NRW

Wer gruselt sich hier vor wem? Gregor S. Montgomery (Der Wächter) und Ross Antony

Betritt man das Geisterhaus der Familie Rosenthal, so suggerieren die Darsteller den Besuchern, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Angeblich hat sich die Tochter in einem bösen Alptraum verloren, und die Besucher sollen die junge Marie aus diesem Albtraum befreien. Dabei führt der Weg durch ein Puppenzimmer in eine modrige Höhle und den Circus Nocturnus, eine Zirkus-Manege des Grauens. Im Puppenzimmer schreien sich die Darstellerinnen die Lunge aus dem Leib, zum gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro brutto je Zeitstunde. Bleibt zu hoffen, dass die Mädels die richtige Technik gelernt und geübt haben, derweil Schreien einen erheblichen Schaden an den Stimmbändern anrichten kann. Danach hört sich die Stimme womöglich wirklich gruselig an. Und dann gibt es auch noch ein Spiegellabyrinth, das es zu bezwingen gilt. Im Grusellabyrinth NRW wird gezielt mit den menschlichen Urängsten gespielt, beispielsweise der Angst vor Dunkelheit oder der Panik in engen Räumen. Im Körper wird das Stresshormon Adrenalin freigesetzt, die Wahrnehmung wird dadurch geschärft.

Grusellabyrinth NRW in der ehemaligen Waschkaue, Clownerie

Grusellabyrinth NRW in der ehemaligen Waschkaue

Darstellerinnen im Grusellabyrinth NRW

Madame Lyuba

Das Grusellabyrinth NRW ist bis 29. März donnerstags von 17 bis 20 Uhr geöffnet, freitags von 17 bis 21 Uhr, samstags von 14 bis 22 Uhr und sonntags von 14 bis 20 Uhr. Vom 30. März bis 27. September 2015 gelten verlängerte Öffnungszeiten montags bis freitags von 17 bis 21 Uhr, samstags und sonntags wie gehabt. Erwachsene ab 12 Jahren zahlen 19,50 Euro Eintritt, Kinder von 8 bis 11 Jahren 17,50 Euro. Das Grusellabyrinth NRW ist „Halber Preis“-Partner der RUHR.TOPCARD 2015 und bietet den Inhabern der Erlebniskarte für das Ruhrgebiet 50 % Ermäßigung auf den Eintrittspreis. Es gelten Einlass- und Haftungsbeschränkungen (siehe www.grusellabyrinth.de). Die Leistung kann vom 13. Februar bis 31. Dezember 2015 mehrfach in Anspruch genommen werden.

Schachtanlage Prosper II: Malakoffturm mit eingezogenem Koepe-Strebengerüst und Waschkaue

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