Sonntag, 23. November 2014

Das FS SONNE im Hamburger Hafen

Das neue Forschungsschiff der Bundesrepublik Deutschland

Forschungsschiff SONNE, Baujahr 2014

Auf dem Weg in den Norden war an diesem Samstag die Sonne abhanden gekommen, jedenfalls stand sie in Hamburg nicht am strahlend blauen Himmel, sondern lag bei trübem Herbstwetter in der Elbe. Typisches Fritz-Walter-Wetter, aber das ist ein anderes Thema… Nach mehrwöchigen wissenschaftlichen Erprobungsfahrten und einer Bauzeit von etwa 20 Monaten ist das neue Forschungsschiff SONNE augenblicklich auf einer kurzen Vorstellungsreise in mehrere Häfen an Nord- und Ostsee, ab Januar 2015 geht das schwimmende Labor im indischen und pazifischen Ozean auf Forschungsreise. Gebaut wurde das Schiff in der Meyer Werft in Papenburg. Das neue Forschungsschiff SONNE hat eine Länge von 116 Metern, ist 20,6 Meter breit und bietet neben der bis zu 35 Personen umfassenden Besatzung Platz für 40 Wissenschaftler. Haupteinsatzgebiete des neuen Tiefseeforschungsschiffs werden der Indische und Pazifische Ozean sein. Die SONNE soll dazu beitragen, wissenschaftlich und gesellschaftlich besonders relevante Forschungsfragen zu beantworten, vor allem hinsichtlich des Klimawandels, der Versorgung mit marinen Rohstoffen und der Folgen des Eingreifens in die Ökosysteme. Dafür steht den Wissenschaftlern mit dem neuen Forschungsschiff eines der weltweit modernsten Instrumente zur Verfügung, um den Einfluss der Meere auf unser Klima zu untersuchen. Der Baupreis für das Forschungsschiff in Höhe von 124,4 Mio. € wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung getragen. 10 Prozent übernehmen die Küstenländer Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen.

Forschungsschiff SONNE, Baujahr 2014

Kabine für Wissenschaftler

Forschungsschiff SONNE

Golden Eye, mit dem elekromagnetischen Auge auf Rohstoffsuche in der Tiefsee

Lander, Observatorien an der Grenzfläche von Meeresboden und Ozean

Rov Phoca, die flexible multidisziplinäre Arbeitsplattform

Baustelle Elbphilharmonie auf dem Kaispeicher A vom Architekturbüro Herzog & de Meuron

Das Kieler Weltrelief

Dreimastbark Rickmer Rickmers

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