Donnerstag, 20. November 2014

Bocksprünge

„Bocksprünge“ – Deutschland, 2013; 86 Minuten. Weltpremiere: 24. Januar 2014, 35. Filmfestival Max-Ophüls-Preis 2014, Saarbrücken. Drehbuch: Eckhard Preuß, Butz Ulrich Buse; Regie: Eckhard Preuß; Kamera: Thomas Wittmann; Schnitt: Benny Negges; Musik: Thom Hanreich; Ausstattung: Thorwald Kiefer; Kostümbild: Mika Braun. Darsteller: Butz Ulrich Buse (Mann im Aufzug), Yvonne Catterfeld (Eva), Caroline Ehinger-Schwarz (Mira), Robert Giggenbach (Dahlmann), Julia Koschitz (Maya), Friedrich Mücke (Rudolf), Jochen Nickel (Barmann), Eckhard Preuß (Udo), Teresa Rizos (Valerie), Jule Ronstedt (Doris), Benjamin Sadler (Silvan); FSK ohne Altersbeschränkung


„Bocksprünge“

Vorführung im Rahmen der Kinotour im Essener Filmkunsttheater „Eulenspiegel“

Eckhard Preuß gibt mit der verrückten Komödie „Bocksprünge“ sein Debüt als Regisseur. Außerdem schrieb er gemeinsam mit Butz Buse das Drehbuch und steht in der Hauptrolle des Udo vor der Kamera. Im Rahmen der Kinotour ist er mit seinem Kollegen und langjährigen Freund Jochen Nickel nach Essen gekommen, wo der Film einen Tag vor dem Kinostart in Deutschland im Essener Filmkunsttheater „Eulenspiegel“ gezeigt wurde.

Zum Inhalt:
Udo (Eckhard Preuß) und Doris (Jule Ronstedt) sind seit 14 Jahren verheiratet. Udo hat eine Affäre mit Doris´ bester Freundin Maya (Julia Koschitz). Dabei wünscht sich Maya ein Kind von ihrem Freund Silvan (Benjamin Sadler). Der wiederum hat ein Verhältnis mit Valerie (Teresa Rizos), der Tochter seines Chefs Dahlmann (Robert Giggenbach). Als wäre das nicht schon kompliziert genug, erwartet Valerie auch noch ein Kind von Silvan. Silvan will Maya verlassen und mit Valerie ein neues Leben anfangen. Doch die hat darauf überhaupt keine Lust…

Doris erfährt von Silvans folgenschwerer Affäre mit Valerie und erzählt es Udo. Doch dann fliegt dessen Seitensprung mit Maya auf und Doris sucht erst mal das Weite. Sie trifft auf Rudolf (Friedrich Mücke), der seit Jahren seiner großen Liebe Eva (Yvonne Catterfeld) nachtrauert, die einfach verschwunden ist. Bis er Valerie kennenlernt…

Als Doris Rudolf wieder trifft gesteht er ihr, dass er sich in Valerie verliebt hat. Doris weiß von deren Affäre mit Silvan und ist geschockt. Sie betrinkt sich in einer Kneipe. Was sie nicht weiß: Der Barmann (Jochen Nickel) ist ein Freund von Udo. Und auch Maya hat bei ihm bereits ihren Frust heruntergespült, nachdem sie von Silvans Affäre mit Valerie erfahren hatte… In der Bar ist auch Dahlmann. Er hängt immer noch an seiner Ex-Frau und fühlt sich genauso einsam wie Doris. Sie kommen ins Gespräch und Doris bietet an, mit Dahlmann nach Hause zu gehen. Da taucht plötzlich Maya auf. Als Doris erkennt, dass Dahlmann Valeries Vater ist, ist sie endgültig am Ende. Der letzte Schnaps ist zu viel und sie verliert das Bewusstsein.

Als Doris im Krankenhaus wieder zu sich kommt, erfährt sie, dass sie schwanger ist. Udo besucht sie und will mir ihr sprechen, doch Doris weiß noch immer nicht, wie sie mit Udos Untreue umgehen soll…

Finden Doris und Udo wieder zusammen? Haben Maya und Silvan noch eine Chance? Hält die junge Liebe von Valerie und Rudolf? Sicher ist nur eines: Udo ist einfach nicht zu fassen…

Die Zuschauer im Essener Filmkunsttheater „Eulenspiegel“ hatten ihren Spass an der heiteren Komödie, die mit skurrilem Humor und schrägen Wortgefechten nicht geizt, im Publikunsgespräch im Anschluss an die Vorführung wurden sowohl die Schauspielerriege als auch die von Thom Hanreich komponierte Filmmusik gelobt. Ob sich Probleme auch in der Realität durch Alkohol in Wohlgefallen auflösen, darf eher bezweifelt werden, der Frieden am Ende des Films könnte ziemlich trügerisch sein.


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