Freitag, 28. November 2014

Ankündigung: „Bodyguard – Das Musical“ feiert im November 2015 Deutschlandpremiere

BB Promotion zeigt Londoner Originalproduktion in deutscher Sprache im Musical Dome Köln

„Hairspray“ (Premiere 6. Dezember 2009, Regie Jack O’Brien) war das letzte Musical, das bis 26. September 2010 im Musical Dome Köln als long-run Produktion gezeigt wurde. Seit März 2012 wird der Musical Dome unter dem Namen „Oper am Dom“ als Ersatzspielstätte für das zu renovierende Opernhaus am Offenbachplatz genutzt. Ab 10. November 2015 wird dort „Bodyguard – Das Musical“ seinen festen Standort beziehen. Im Londoner West End feierte „The Bodyguard“ am 5. Dezember 2012 am Adelphi Theatre mit Heather Headley (Rachel Marron) und Lloyd Owen (Frank Farmer) in den Hauptrollen seine Uraufführung und wurde dort bis 29. August 2014 gezeigt. Ab Februar 2015 soll im Vereinigten Königreich eine Tournee-Version gezeigt werden.

Der Spielfilm „The Bodyguard“ nach dem Drehbuch des amerikanischen Regisseurs, Produzenten und Autors Lawrence Kasdan machte die dramatische Liebesgeschichte um den Superstar Rachel Marron und den Bodyguard Frank Farmer weltbekannt. Allein in Deutschland lockte der Streifen mit Whitney Houston und Kevin Costner in den Hauptrollen über 6 Millionen Zuschauer in die Kinos. „Bodyguard – Das Musical“ liefert eine Bühnenadaption des Kinohits, in der das Live-Erlebnis der Geschichte eine vollkommen neue Dimension verleihen soll. Lawrence Kasdan zweifelte keinen Moment am Erfolg des Musicals: „Das englische Kreativteam hatte großartige Ideen, mit denen man den Film in etwas Neues verwandeln konnte. Und als ich die Liste der Songs für das Stück sah, war ich sicher, dass hier etwas ganz Besonderes entsteht!“

Alexandra Burke (Rachel Marron) und Tristan Gemmill (Frank Farmer); © Uli Webber

Mitverantwortlich für den großen Erfolg des Musicals wie auch des Films ist ohne Zweifel der legendäre, mit dem Grammy Award ausgezeichnete Soundtrack. Mit über 45 Millionen verkauften Tonträgern ist er der erfolgreichste Filmsoundtrack aller Zeiten. In „Bodyguard – Das Musical“ sind alle von Whitney Houston darin so unvergleichlich interpretierten Songs sowie zahlreiche weitere ihrer Welthits live zu erleben, von „Queen of the Night“, „So Emotional“, „One Moment in Time“ oder „Saving All My Love“ über „I’m Your Baby Tonight“, „Run to You“, „I Have Nothing“, „How Will I Know“ bis hin zu „I Wanna Dance with Somebody“. Nicht zu vergessen einen der größten Hit-Songs aller Zeiten: „I Will Always Love You“.

Nicht weniger populär ist die emotionale Geschichte, die „Bodyguard – Das Musical“ erzählt: Der Bodyguard und frühere Geheimagent Frank Farmer wird engagiert, um Superstar Rachel Marron vor einem unbekannten Stalker zu beschützen – gegen ihren Willen. Weder die exzentrische Soul-Diva noch ihr strenger Leibwächter sind bereit, Kompromisse zu machen – bis sich zwischen beiden eine leidenschaftliche Liebesgeschichte entspinnt, womit keiner gerechnet hat.

Weitere Informationen und Tickets unter www.bodyguard-musical.de.

Donnerstag, 27. November 2014

Süßer die Glocken nie klingen

DASA Arbeitswelt Ausstellung läutet mit „Heavy Metal“ die Weihnachtszeit ein

„Heavy Metal. Eine Ausstellung über das Glockenhandwerk“, Kirchenglocke, 1949, Gewicht 1,5 Tonnen, Hersteller Glockengießerei Albert Juncker Brilon

Ganz traditionell läutet die DASA Arbeitswelt Ausstellung in diesem Jahr die Weihnachtszeit ein. Am Ersten Advent, 30. November 2014, eröffnet in Dortmund die Ausstellung „Heavy Metal“, bei der es nicht nur um schweres Metall, sondern auch um Handwerk und Beruf rund um die Glocke geht. Wie diese Gewerke Tradition und moderne Arbeitswelt verbinden, und wie die Zukunft des Geläuts aussieht, zeigt die DASA bis zum 15. März 2015 anhand von Originalen, Fotos, Filmen und Mitmachstationen für die ganze Familie.

So entstehen Glocken im Lehmformverfahren, Modell

Glocken faszinieren seit Jahrtausenden die Menschen rund um den Globus. Jede Glocke ist einzigartig in Form, Klang und Funktion. Sie warnt, mahnt, weckt Gefühle und bringt nicht nur die Seele zum Klingen. Die Ausstellung in der DASA zeigt, wie Glocken entstehen: vom Entwurf auf dem Holzbrett, über das traditionelle Lehmformverfahren und den traditionsreichen Guss bis zu den unterschiedlichsten Arten ihrer Nutzung. Die Ausstellung lädt dazu ein, den Glocken und ihren Geschichten zuzuhören und sie selbst zum Läuten zu bringen. Das Publikum erfährt, wie aufregend das Gießen einer Glocke ist und wie es zeremoniell begleitet wird.

Läutemaschine

Als Arbeitswelt Ausstellung stellt die DASA zudem Berufe rund um die Glocke in den Mittelpunkt: Während sich die eigentliche Herstellung kaum gewandelt hat, leisten die Gießereien in der Gegenwart jedoch eine Menge mehr. Die Instandhaltung von Glocken und Glockenstühlen spielt eine große Rolle. Die nur noch sechs bundesweit produzierenden Betriebe mit ihren Spezialisten haben daher alle Hände voll zu tun. Das Glockengießen ist eine sinnliche Arbeit zwischen Feuer und Metall, Berechnungen, Rezepturen und der Kunst, den richtigen Ton zu treffen.

Kirchenglocke im Glockenstuhl

Türmer und Glöckner sind so manchem nur noch aus Filmen, Büchern und Gedichten bekannt. Sie waren aber früher ein fester Bestandteil jeder Gemeinde. Die DASA verfolgt die Spuren der Traditionsberufe im Wandel. Mit Martje Saljé begrüßt die DASA im Programm zur Ausstellung am 26. Februar 2015 um 18 Uhr eine von drei Türmerinnen aus Deutschland, die noch jeden Tag in Münster vom Turm der Lambertikirche ins Horn tutet.

Jakobus-Glocke, 1959, Hersteller Petit & Gebr. Edelbrock Gescher (Hans Hüesker)

Zudem gibt es Führungen, sowohl durch die Ausstellung, als auch auf den Turm von Dortmunds Wahrzeichen, der Reinoldikirche. Wer den Aufstieg nicht scheut, kann eines der größten Gussstahlgeläute aus der Nähe betrachten und anschließend den Ausblick eines mittelalterlichen Stadtwächters nachvollziehen.

Jakobus-Glocke, 1959. Die Glocke ist in der Form der weit verbreiteten „Gotischen Rippe“ gegossen und mit einem Gießerzeichen versehen, welches das individuelle Emblem eines jeden Gießers ist.

In der DASA laden einige Mitmach-Stationen die ganze Familie dazu ein, sich ganz entspannt den Glocken zu nähern. Ob Glöckchen häkeln zur Weihnachtszeit oder selber Schiller spielen und sich von der berühmten „Glocke“ inspirieren lassen: Die DASA macht „glöcklich“.

Kopie einer Zuckerhutglocke, 2000, Hersteller Petit & Gebr. Edelbrock Glocken- und Kunstguss-Manufaktur Gescher

„Heavy Metal. Eine Ausstellung über das Glockenhandwerk“ steht vom 30. November 2014 bis zum 15. März 2015 in der DASA Galerie. Kooperationspartner sind das Westfälische Glockenmuseum, das Deutsche Glockenmuseum, die Glocken- und Kunstguss-Manufaktur Petit & Gebr. Edelbrock aus Gescher sowie St. Reinoldi, Dortmund. Der Eintritt ist im DASA-Eintritt inbegriffen (Standard: 5 EUR). Sie ist Dienstag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Übrigens, die DASA Arbeitswelt Ausstellung ist Partner der RUHR.TOPCARD im Bereich „Eintritt frei“.


Turmführungen an St. Reinoldi

Begleitend zur Wechselausstellung „Heavy Metal. Eine Ausstellung über das Glockenhandwerk“ der DASA bietet die evangelische Stadtkirche St. Reinoldi Turmführungen an.

Evangelische Stadtkirche St. Reinoldi

Täglich zieht es tausende Menschen in die Dortmunder Innenstadt. Geleitet von Ladenöffnungs- und Arbeitszeiten durchzieht die Fußgängerzone ein geschäftiges Treiben von Flaneuren und Eiligen. Inmitten dieses Trubels von farbenfrohen Schaufenstern und musikbeschallten Einkaufsläden steht seit über 750 Jahren St. Reinoldi. Mit ihren kostbaren Kunstschätzen zeugt sie vom einstigen Reichtum der freien Reichs- und Hansestadt Dortmund. Bereits im Mittelalter war der Turm der Reinoldikirche prägendes Element der Dortmunder Skyline und bis weit vor die Tore der Stadt sichtbar. Wo einst der Türmer über die Stadt wachte, ist heute ein beliebter Aussichtspunkt. Seit Jahrhunderten sind die Glocken im Turm der Reinoldikirche fester Taktgeber der Innenstadt. Sie unterteilen den Tag in einen Viertelstundenrhythmus und läuten zum Morgen, Mittag und Abend. Ohne Verkehrslärm, Musik oder Handys waren die Glocken bis weit vor die Tore der Stadt hörbar. Heute muss man schon bewusst hinhören.

Bronzenes Taufbecken, 1469, gefertigt vom Dortmunder Glockengießer Johann Winnenbrock

Der heutige Turm mit einer Höhe von über 104 Metern geht auf einen Turmeinsturz im 17. Jahrhundert zurück. Der ursprünglich 113 Meter hohe gotische Turm der Reinoldikirche galt aufgrund seiner beeindruckenden Höhe als „Wunder von Westfalen“. Nach einem Erdbeben 1661 eingestürzt, errichtete man einen wesentlich niedrigeren barocken Turm. Nach den verheerenden Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde der Turm bis 1955 mit einem neuen Turmhelm versehen und um 25 Meter erhöht. Der Turm trägt das größte und zugleich schwerste Stahlgeläut Westfalens. Vom Bochumer Verein 1954 gefertigt, haben die sechs Glocken samt Glockenstuhl ein Gewicht von über 35 Tonnen. Die größte ist die Dreifaltigkeitsglocke mit einem Gewicht von 6,5 Tonnen. Wechselhaft ist die Geschichte der Glocken von St. Reinoldi. Die mittelalterlichen Bronzeglocken, aus dem 15. Jahrhundert stammend, wurden 1898 zu einem neuen Geläut umgegossen und schließlich zur Waffenproduktion im Ersten Weltkrieg abgegeben. Ein im Jahr 1917 gefertigtes Stahlgeläut ist Verlust des Zweiten Weltkrieges. Allein die zerstörte „Kaiserglocke“ steht heute als Mahnmal vor der Kirche. Das 1469 vom Dortmunder Glockengießer Johann Winnenbrock gefertigte bronzene Taufbecken ist einziges Zeugnis der Mittelalterlichen Glockengießerkunst an St. Reinoldi.

Stahlgeläut: Dreifaltigkeitsglocke, 1954, Gewicht 6,5 Tonnen, Hersteller Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahlfabrikation

Die Turmführungen durch Kirchenhistoriker Uwe Schrader finden am 30. November, 14. und 20. Dezember 2014, 11. und 24. Januar, 8. und 28. Februar , 8. und 14. März 2015 jeweils um 14 Uhr statt und dauern etwa 90 Minuten. Der Treffpunkt ist in der Kirche. Die Teilnahme an den Turmführungen ist kostenfrei. Um eine Spende zur Unterstützung der Aktion „rettetreinoldi“ wird gebeten. Diese hilft dringend notwendige Sanierungsarbeiten an unserer Stadtkirche zu realisieren. Der Turmaufstieg ohne Führung ist in der Adventszeit zu „Turm und Tee“ sowie in der Regel samstags zwischen 12 und 15 Uhr möglich. Weitere Informationen unter www.sanktreinoldi.de.

Stahlgeläut: Reinoldusglocke, Apostelglocke und Lutherglocke, 1954, Hersteller Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahlfabrikation

Stahlgeläut, 1954, Hersteller Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahlfabrikation

Mittwoch, 26. November 2014

RUHR.TOPCARD 2015: „Mit der kannst Du was erleben“

Verkauf der RUHR.TOPCARD 2015 startet am 26. November 2014

RUHR.TOPCARD 2015, © Ruhr Tourismus GmbH

Unter dem Motto „Mit der kannst Du was erleben“ startet am 26. November der Verkauf der RUHR.TOPCARD 2015. Die Erlebniskarte für das Ruhrgebiet, herausgegeben von der Ruhr Tourismus GmbH, bietet ihren Inhabern das ganze Jahr über einmalig kostenfreien Eintritt bei 96 Attraktionen, wie Schwimmbädern, Zoos, Industriedenkmälern und Museen. Zusätzlich können 42 weitere Partner, darunter Freizeitparks, Theater und Varietés beliebig oft zum halben Preis besucht werden. Erstmalig mit dabei im „Eintritt frei“-Angebot der RUHR.TOPCARD sind 2015 unter anderem das Freizeitbad Atlantis in Dorsten und das Explorado Kindermuseum in Duisburg. Im Bereich „Halber Preis“ dürfen Card-Inhaber die Angebote der neuen Partner Grusellabyrinth NRW in Bottrop und 61. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen beliebig oft in Anspruch nehmen. Mit dem Zoo Duisburg und dem Zoo Dortmund sind auch 2015 wieder zwei Freizeitziele dabei, die schon 2014 zu den meistbesuchten Attraktionen der Nutzer der RUHR.TOPCARD zählten. Als „Special“ lädt der Allwetterzoo Münster alle RUHR.TOPCARD-Besitzer vom 1. Januar bis 31. März 2015 einmalig zu „hautnahen“ Tiererlebnissen bei freiem Eintritt ein.

Madame Lyuba, Axel Biermann, Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH, Janine Borgardt, Teamleiterin RUHR.TOPCARD, Bruno Sagurna, Aufsichtsratsvorsitzender der Ruhr Tourismus GmbH, Holger Schliemann, Geschäftsführer der Grusellabyrinth GmbH und Sensemann Helmut

Axel Biermann, Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH, zur RUHR.TOPCARD 2015:

„Die RUHR.TOPCARD ist die erfolgreichste All-Incluive-Tourismuscard Deutschlands. Seit sie im Jahr 2001 unter dem Namen Ruhrpottcard ins Leben gerufen wurde, sind mehr als 900.000 Karten über die Ladentheke gegangen, davon allein über 109.600 in 2014. Unser Ziel ist es jetzt, die Millionenmarke zu knacken!“

„Auch 2015 bietet die RUHR.TOPCARD wieder ein vielseitiges Leistungsangebot. Wir freuen uns über fünf neue Partner im Bereich „Eintritt frei“ und sechs neue Partner im „Halber Preis“-Bereich.“

Diese sind im Bereich „Eintritt frei“:
  • Explorado Kindermuseum in Duisburg
  • Freizeitbad Atlantis in Dorsten
  • Besucherzentrum Hoheward in Herten mit der neuen Ausstellung „Neue Horizonte – Auf den Spuren der Zeit
  • Sauerländer Kleinbahn Museumseisenbahn zwischen Herscheid und Plettenberg
  • Siegfried Museum in Xanten
sowie im Bereich „Halber Preis“
  • Grusellabyrinth NRW in Bottrop, Eröffnung am 13. Februar 2015
  • Bogenschießen an der JEVER FUN SKIHALLE in Neuss
  • Eselreiten in Schermbeck
  • Kletterzentrum Neoliet mit Kletterangeboten in Bochum, Essen und Mülheim an der Ruhr
  • Haus Opherdicke in Unna: musikalische Veranstaltungen
  • 61. Internationale Kurzfilmtage Oberhausen
Übrigens, 79 % der Käufer der RUHR.TOPCARD, die die gesamte Bandbreite der Freizeitattraktionen in der Metropole Ruhr abdeckt, kommen aus der Region selbst, 20 % stammen aus den benachbarten Regionen Sauerland, Niederrhein, Bergisches Land und Münsterland. Bisher wurden die 109.600 verkauften RUHR.TOPCARDs 2014 700.000 Mal genutzt.

Lichtinstallation „320° Licht“ von URBANSCREEN im Gasometer Oberhausen

In Oberhausen sind acht Attraktionen im Angebot der RUHR.TOPCARD enthalten. Das SEA LIFE und der AQUApark Oberhausen laden ebenso zum kostenfreien Besuch ein wie der Gasometer, die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen und die LVR-Industriemuseen Zinkfabrik Altenberg und St. Antony-Hütte. Zusätzlich können RUHR.TOPCARD-Inhaber das Theater an der Niebuhrg und 2015 auch erstmalig die 61. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen beliebig oft zum halben Preis besuchen. Bis zum 1. November 2015 zeigt die Ausstellung „Der schöne Schein“ im Gasometer Oberhausen Reproduktionen großer Meisterwerke der Weltkunst. Die einzigartige Lichtprojektion „320° Licht“ von URBANSCREEN im gigantischen Luftraum macht den Gasometer selbst zum Gegenstand einer atemberaubenden Auseinandersetzung mit Wahrnehmung und Fiktion. Die RUHR.TOPCARD bietet einmalig freien Eintritt zur Ausstellung, das Angebot gilt nicht bei Sonderveranstaltungen.

Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Die RUHR.TOPCARD bietet einmalig freien Eintritt in das Deutsche Bergbau-Museum Bochum inkl. Anschauungsbergwerk, Hallen und Turmfahrt. Gilt nicht bei kostenpflichtigen Sonderveranstaltungen wie die 15. ExtraSchicht am 20. Juni 2015 ab 18 Uhr. Hierfür erhalten Besitzer der RUHR.TOPCARD 2015 ihr um 50 % ermäßigtes Kontrollbändchen im Vorverkauf bis zum 19. Juni 2015.


Rund vierhundert Jahre lang war Xanten einer der bedeutendsten römischen Orte in Germanien. An die zehntausend Männer, Frauen und Kinder lebten in der imposanten Stadt, die Kaiser Trajan um 100 nach Christus zur Colonia Ulpia Traiana ernannte. Dass ihr Gelände seit dem Mittelalter kaum besiedelt wurde, ist ein wahrer Glücksfall für die Archäologie. So können die Überreste der römischen Stadt seit 1977 im LVR-Archäologischen Park Xanten geschützt, erforscht und präsentiert werden. Im weitläufigen Grün des Parks vermitteln originalgetreue Nachbauten wie der Hafentempel und das Amphitheater, die Stadtmauer, Wohnhäuser und Badeanlagen einen lebendigen Eindruck vom römischen Alltag in Germanien. Die RUHR.TOPCARD bietet einmalig freien Eintritt in den LVR-Archäologischen Park Xanten inkl. LVR-RömerMuseum. Gilt nicht bei Sonderveranstaltungen.

Sensemann Helmut und Madame Lyuba aus dem Grusellabyrinth NRW

In Bottrop sind sieben Freizeitattraktionen im Angebot der RUHR.TOPCARD enthalten. Die Sommerrodelbahn und der Klettergarten des alpincenters laden zum einmalig kostenfreien Besuch ein. Den Movie Park Germany, X-Spot Paintball, das alpincenter- und Indoor Skydiving Bottrop können Card-Inhaber zum halben Preis besuchen. Das Grusellabyrinth NRW ist 2015 erstmalig „Halber Preis“-Partner der RUHR.TOPCARD. Holger Schliemann, Geschäftsführer der Grusellabyrinth GmbH: „Wir freuen uns, 2015 als neuer Partner dabei zu sein. Die RUHR.TOPCARD ist nicht nur in Hinblick auf die Eröffnung des Grusellabyrinth NRW im Februar 2015 ein interessantes PR- und Marketinginstrument für uns, sondern gibt uns auch die Möglichkeit, die Attraktion einer aktiven und freizeitaffinen Zielgruppe bekannt zu machen.“

Eingangsbereich zum Grusellabyrinth NRW in der ehemaligen Waschkaue der Schachtanlage Prosper II

Die RUHR.TOPCARD ist ab dem 26. November 2014 zum Preis von 49,90 € für Erwachsene und 34,90 € für Kinder (Geburtsjahre 2001 – 2010) erhältlich. Bestellen kann man die Erlebniskarte im Internet unter www.ruhrtopcard.de und unter der Hotline 01806/18 16 180 (0,20 €/Anruf aus dem dt. Festnetz; Mobilfunkpreise max. 0,60 €/Anruf). Daneben kann sie bei vielen Leistungspartnern, Touristinformationen, ADAC Geschäftsstellen und WAZ LeserLäden und LeserServices erworben werden.

Treue Nutzer werden belohnt: Unter Angabe der RUHR.TOPCARD-Nummer 2014 erhalten aktuelle Besitzer die RUHR.TOPCARD 2015 bis einschließlich 31. Dezember 2014 zum Vorzugspreis von 44,90 €

RUHR.TOPCARD Weihnachtsplakat, © Ruhr Tourismus GmbH

Montag, 24. November 2014

„Das Wunder von Bern“

„Das Wunder von Bern“ – nach dem gleichnamigen Film von Sönke Wortmann; Musik: Martin Lingnau; Gesangstexte: Frank Ramond; Buch, Inszenierung: Gil Mehmert; Choreografie: Simon Eichenberger; Konzept und Choreografie vertikale Fußballakrobatik: Brendan Shelper/battleROYAL; Bühnenbild: Jens Kilian; Kostümbild: Stefanie Bruhn; Lichtdesign: Andreas Fuchs; Videodesign: Ad de Haan, Timm Ringewaldt; Illustrationen Bühne: Jan-Michael-Richter, Rainer Stock; Sounddesign: John Shivers, David Partrige; Musical Supervisor, Vocal Arrangements: Sebastian de Domenico; Musikalische Leitung: Christoph Bönecker. Darsteller: Riccardo Campione (Matthias Lubanski), Detlef Leistenschneider (Richard Lubanski), Vera Bolten (Christa Lubanski), Marie-Anjes Lumpp (Ingrid Lubanski), David Jakobs (Bruno Lubanski/Werner Liebrich), Elisabeth Hübert (Annette Ackermann), Andreas Bongard (Paul Ackermann), Michael Ophelders (Sepp Herberger/Bohse), Jogi Kaiser (Tiburski, Putzfrau im Hotel, Adi Dassler), Tetje Mierendorf (Pfarrer Keuchel/Grabitz), Gabriela Ryffel, Shari Lynn Stewen und Franziska Trunte (Wunderfräulein), Dominik Hees (Helmut Rahn), Mark Weigel (Fritz Walter), Dennis Henschel (Berni Klodt/Flugakrobat), Robin Koger (Horst Eckel/Flugakrobat), Florian Soyka (Max Morlock/Flugakrobat), Pedro Reichert (Toni Turek/Flugakrobat), Matt Cox (Werner Kohlmeyer), Daniel Therrien (Ottmar Walter/Flugakrobat, Flight Captain), James Cook (Josef Posipal), Adrian Fogel (Karl Mai/Fußballartist), Dominik Kaiser (Hans Schäfer/Fußballartist), Kinderclique: Jenna (Carola), Michael (Mischa), Cedric (Lutz) und Sebastian (Peter). Uraufführung: 23. November 2014, Theater an der Elbe, Hamburg. Besuchte Vorstellung: 22. November 2014.



„Das Wunder von Bern“


Uraufführung im neuen Theater an der Elbe


Der verlorene Zweite Weltkrieg, der völlige wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenbruch, Obdachlosigkeit, Vertreibung, blanke Not – all das war den Menschen des Jahres 1954 noch sehr präsent. In den Städten klafften weiterhin die Lücken der Bombenangriffe. Und in jeder Familie fehlten Väter und Söhne. Sie waren gefallen oder befanden sich noch in Gefangenschaft. Und doch: Es ging aufwärts. Zumindest wirtschaftlich. Die Hochkonjunktur, die bald unter dem Begriff „Wirtschaftswunder“ in die Geschichtsbücher eingehen sollte, war in vollem Gange. Der Westen, die Bundesrepublik, entwickelte sich zur Wohlstandsgesellschaft. Die Fußball-Weltmeisterschaft in der Schweiz war seit Kriegsende die zweite überhaupt und die erste seit 1938, an der eine deutsche Elf teilnahm. Allein diese Tatsache war für viele Deutsche ein enorm wichtiges Signal: Das Land kehrte in Gestalt der bundesrepublikanischen Nationalmannschaft in die Normalität zurück. Überraschenderweise konnte das Außenseiterteam von Bundestrainer Sepp Herberger im Verlauf des Turniers sogar Siege feiern, auch wenn bereits in der Vorrunde mit einer spektakulären 3:8-Niederlange gegen Ungarn das vorzeitige Aus drohte. Diese galten Anfang der 1950er Jahre als absolute Weltklassemannschaft. Bis zum Tag des Endspiels war Ungarn seit dem 14. Mai 1950 in 31 Länderspielen in Folge ungeschlagen. Und es schien zunächst so, als bliebe diese Siegesserie ungebrochen. Dann kam der Tag von Bern, das Endspiel fand am 4. Juli 1954 im Stadion Wankdorf statt und endete mit einem 3:2-Sieg für die Bundesrepublik Deutschland. Der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 durch die bundesdeutsche Fußballnationalmannschaft gegen die hoch favorisierte Nationalmannschaft Ungarns wird auch als das Wunder von Bern bezeichnet. Herbert Zimmermanns leidenschaftliche, hochemotionale Radio-Reportage („Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen. Rahn schießt… Tor! Tor! Tor! Tor!“) hat großen Anteil an der Legende des Wunders von Bern.

„Der Ball ist rund, und ein Spiel dauert 90 Minuten“

Sönke Wortmann verfilmte 2003 vor dem Hintergrund von Deutschlands unerwartetem Sieg bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 die bewegende Geschichte der Familie Lubanski im Ruhrgebiet, als Richard nach über zwölf Jahren sowjetischer Kriegsgefangenschaft nach Essen zurückkehrt, wo ihm die einst so vertraute Welt nun völlig fremd geworden ist. Daneben wird das junge Ehepaar Ackermann aus München vorgestellt, das die glamouröse Seite der fünfziger Jahre repräsentiert. Weil es um mehr als nur um Fußball geht, nähert sich Regisseur Sönke Wortmann dem Wunder von Bern auf vielen verschiedenen und geschickt miteinander verbundenen Ebenen. Das Gefühl der damaligen Zeit wird mit narrativen und technischen Mitteln aufwendig rekonstruiert. Stage Entertainment eröffnet mit dem Musical „Das Wunder von Bern“ das neue Theater an der Elbe. Gil Mehmert hat das Epos für die Bühne adaptiert und führt auch Regie, für die Musik konnten Martin Lingnau („Heiße Ecke“, „Das Orangenmädchen“, „Der Schuh des Manitu“) als Komponist und Frank Ramond als Liedtexter gewonnen werden.

Zum Inhalt:
Ruhrgebiet 1954. Der elfjährige Matthias Lubanski, genannt „Mattes“, lebt mit seiner Mutter Christa und seinen älteren Geschwistern Bruno und Ingrid in einer von den Folgen des Zweiten Weltkrieges geprägten Arbeitergegend in Essen. Dazu gehört auch, dass er ohne seinen Vater aufwächst. Als Mattes geboren wurde, befand der sich bereits in russischer Kriegsgefangenschaft. Die Hoffnung auf eine Rückkehr hat die Familie im Grunde aufgegeben. Während Christa in ihrer Kneipe ihren Mann steht und Bruno und Ingrid ihr eigenes Leben leben, verbringt Mattes viel Zeit mit den Kindern des Viertels beim Fußball spielen, wobei er selbst kein besonders guter Kicker ist. Längst hat sich der Junge einen Ersatzvater gesucht: Helmut Rahn, der Rechtsaußen seines Lieblingsvereins Rot-Weiss Essen. Die Fußball-Weltmeisterschaft in der Schweiz steht bevor, und als einer der besten Spieler des Landes gehört Helmut alias „Der Boss“ zu den Stars der Nationalmannschaft. Mattes trägt ihm regelmäßig die Tasche zum Training und ist stolz darauf, das „Maskottchen“ seines Helden zu sein. Zumal der ihm sagt, dass er nur gewinnen könne, wenn Mattes dabei ist.

Doch eines Tages gerät Mattes’ Welt völlig aus den Fugen: Sein Vater Richard kehrt überraschend aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Doch er ist nicht mehr der Vater, den sich Matthias so sehr erträumt hat. Zwölf Jahre lang war er nicht zu Hause – jetzt ist er ein gebrochener Mann. Ein traumatisierter Kriegsheimkehrer, der weder die Selbstständigkeit seiner Frau noch die politischen Vorstellungen seines Sohnes Bruno oder die Träume seiner Tochter Ingrid akzeptieren will. Auch mit Mattes’ Begeisterung für Fußball und den Boss kann er rein gar nichts anfangen. Richard findet einfach keinen Platz in seiner Familie und der Nachkriegsgesellschaft.

Derweil ist die deutsche Nationalmannschaft unter Bundestrainer Sepp Herberger in ihrem Quartier am Thuner See angekommen und bereitet sich auf das erste WM-Turnier mit deutscher Beteiligung seit dem Zweiten Weltkrieg vor. Zur Mannschaft gehört auch Helmut Rahn. Allerdings lässt Herberger den Boss kaum spielen. Der reagiert mit Unverständnis und ist maßlos enttäuscht. Auch Mattes im fernen Essen kann es nicht fassen. Doch selbst wenn Rahn spielen würde – hatte er nicht gesagt, er könne nur in Mattes’ Gegenwart gewinnen?

In der Nacht vor dem Endspiel in Bern, weckt Richard seinen Sohn, um mit ihm in die Schweiz zu fahren. Der Pfarrer hat ihm sein Auto geliehen, und so machen sich die beiden auf die Reise Richtung Endspiel. Gegen Ende der zweiten Halbzeit gelangen sie endlich ins Stadion. Im Spiel gegen die haushohen Favoriten aus Ungarn steht es 2:2. Da rollte der Ball ins Aus – und Mattes genau vor die Füße. Er hebt ihn auf und wirft ihn Helmut Rahn zu, der endlich spielen darf. Der Boss und Mattes sehen sich in die Augen. Jetzt ist alles möglich. Mit atemloser Stimme kommentiert der Reporter Herbert Zimmermann: „Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen. Rahn schießt… Tor! Tor! Tor! Tor!“ Und nur wenige Minuten später bricht es aus ihm heraus: „Aus! Aus! Aus! Aus! Das Spiel ist aus! Deutschland ist Weltmeister!“

Im Stadion, in Christas Kneipe, überall im Land liegen sich die Menschen in den Armen. Deutschland, eine verunsicherte Nation, die nach einem selbst angezettelten mörderischen Krieg geächtet am Boden lag, steht wieder auf. Die Menschen finden zu sich und zueinander und sind bereit für einen Neuanfang.

Das neue Theater an der Elbe

Typischerweise erreicht man das neue Theater an der Elbe von den St. Pauli Landungsbrücken mit Shuttle-Schiffen, die am neuen Schiffsanleger festmachen, der nun mittig zwischen dem alten Theater im Hafen („Disneys Der König der Löwen“) und dem neuen Theater an der Elbe („Das Wunder von Bern“) positioniert ist. Am Samstag vor der Uraufführung war der Blick vom „AIDA Musical-Boulevard“, der die beiden Theater miteinander verbindet, auf Hamburg mit den St. Pauli Landungsbrücken, dem „Michel“ und der Baustelle Elbphilharmonie auf dem Kaispeicher A jedoch von typischem Fritz-Walter-Wetter geprägt. So wendet man sich doch bald dem neuen, von Arno Meijs von AMA Group Associated Architects aus den Niederlanden entworfenen Theater an der Elbe zu, in dessen auf dem Dach angebrachten 7.500 individuell gefertigten Edelstahlschindeln sich Hamburgs Himmel herbstlich grau spiegelt. Durch die bis zu 12 Meter hohe Panorama­fenster­front kann man sich die Skyline von Hamburg ebenso gut aus dem Foyer des Theaters anschauen. Das Vorderhaus wird von etwa 50 Gemälden, Skulpturen, der Lichtinstallation „Diagonal“ des niederländischen Designers Hugo Timmermans und den eigens für das neue Haus in Auftrag gegebenen Foto-Arbeiten des niederländischen Fotografen Erwin Olaf geprägt, die es zu einer Werkschau zeitgenössischer Kunst machen. Der Zuschauerraum bietet 1.850 Besuchern Platz, davon 1.150 im Parkett und 700 im Rang. Die Wandverkleidungen, Teppichböden und Stühle sind in klassischem Rot gehalten, wie in allen Theatern von Stage Entertainment.

Das neue Theater an der Elbe

Das neue Theater an der Elbe

Gil Mehmert (Buch und Regie „Aus des Tiefe des Raumes, 2004, unzählige Schauspiel- und Musical-Inszenierungen) hat Sönke Wortmanns Film für die Bühne adaptiert, ohne sich zu akribisch an die Vorlage zu halten. Wer den Film gut kennt, wird dennoch viele Details in der Bühnenfassung wiederfinden. Gil Mehmert erzählt die emotionale Geschichte der Familie Lubanski vor dem Hintergrund von Deutschlands unerwartetem Sieg bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 mit den Mitteln des musikalischen Unterhaltungstheaters, ergänzt durch artistische Einlagen, die sich nicht nur auf die Realisierung des Endspiels auf der Bühne beschränken. Die Farbgestaltung aus Sönke Wortmanns Film, Szenen im Ruhrgebiet in dunklen Farbtönen zu zeigen, die Szenen in der Schweiz dagegen in hellen Farben beinahe als Postkartenidyll darzustellen, haben auch Andreas Fuchs (Lichtdesign), Ad de Haan und Timm Ringewaldt (Videodesign) für das Musical übernommen. Eine typische S/W-Aufnahme einer durch die Montanindustrie geprägten Landschaft mit Fördertürmen und animierten rauchenden Schloten aus den 1950er-Jahren bildet den Bühnenhintergrund bei den Szenen in Essen, bunte Postkartenmotive illustrieren die übrigen Szenen als Hintergrund. Die Wohnung von Familie Lubanski in Essen, Christas Gaststätte „Christas Eck“, die Wohnung der Ackermanns in München oder das Hotel Belvédère in Spiez am Thunersee werden durch entsprechende Bühnenteile (Bühnenbild Jens Kilian) dargestellt, die von den Seitenbühnen und aus dem Schnürboden auf die Hauptbühne bewegt werden. Der Omnibus, mit dem die Fußball­national­mannschaft in die Schweiz fährt, wird von den Darstellern auf der Bühne mit ihren aufgeklappten Koffern zusammengebaut, und wenn dessen beiden Scheinwerfer eingeschalten werden, gibt es auch für diesen Regie-Einfall Szenenapplaus. Das Fußballtraining der Nationalmannschaft in der Sportschule Grünwald in München in der Choreografie von Simon Eichenberger weckt Assoziation an akkurate Step-Dance-Shows, auch wenn es sich hier nicht um eine Stepptanz-Choreografie handelt, und die Chorus Line der Nationalspieler vor dem Glitzervorhang im Pausenfinale knüpft schließlich mühelos an den Stil klassischer Broadway-Musicals an. Das entscheidende Endspiel in Bern beginnt mit der Mannschaftaufstellung, die Sepp Herberger auf einer Tafel mit Schulkreide erläutert. Seine Illustrationen werden simultan in eine Projektion auf den Bühnenhintergrund übernommen. Das Stadion Wankdorf erscheint ebenso als komplette Kreidezeichnung als Projektion, was dem Publikum bereits einen Szenenapplaus wert ist. Das Endspiel selbst wird durch Flugakrobaten dargestellt (Konzept und Choreografie vertikale Fußballakrobatik: Brendan Shelper/battleROYAL), die sich vor der Projektion an durch entsprechende Beleuchtung fast nicht sichtbaren Seilen auf- und abwärts bewegen können, wobei die Flugbahn des durch den Regen fliegenden Fußballs nur in der animierten Projektion zu sehen ist und wie bei der Illustration der Mannschaftssaufstellung mit entsprechenden Kreidepfeilen nachgezeichnet wird. Lediglich der Fußball, der Mattes vor die Füße rollt und den er daraufhin Helmut Rahn zuwirft, ist real auf der Bühne vorhanden.

Vater und Sohn auf dem Weg nach Bern
© Stage Entertainment/Morris Mac Matzen

Riccardo Campione spielte in der besuchten Preview die Rolle des jungen Mattes, dessen großes Hobby das Fußballspielen ist. Für sein Idol Helmut Rahn darf Mattes die Tasche tragen und sieht in ihm eher eine Vaterfigur als nur einen Freund. Ricardo hat auch bereits in Disneys Musical „Tarzan“ als kleiner Tarzan mitgespielt, ist in nahezu allen Szenen auf der Bühne zu sehen und singt insgesamt acht Lieder im Stück, mit viel Elan ist er bei der Sache und lässt auch gesanglich keine Wünsche offen, man merkt ihm seine „Bühnenerfahrung“ an. Detlef Leistenschneider verhält sich als Richard Lubanski gegenüber seiner Familie gefühlskalt und aggressiv, als er nach über zwölf Jahren sowjetischer Kriegsgefangenschaft nach Essen zurückkehrt, erst im zweiten Akt erfährt seine Familie in seinem emotionalen Lied „Die Krähe“, wie viel Leid er dort erfahren hat. Geradezu beklemmend wird diese Qual bereits im ersten Akt für die Zuschauer offensichtlich, als sich für Richard der Zechenstollen im Lärm der Bohrhämmer in einen Kriegsschauplatz verwandelt. Vera Bolten verkörpert glaubhaft die Rolle von Richards Ehefrau Christa, die während der Gefangenschaft ihres Mannes als tapfere „Trümmerfrau“ mit der Gaststätte „Christas Eck“ die Familie durchgebracht und große Hoffnungen auf die Rückkehr ihres Mannes gesetzt hat. Nur ganz langsam gelingt es ihr, wieder eine Beziehung zu ihm aufzubauen, erst zum Ende des Musicals können sich die beiden liebevoll in die Arme schließen. Marie-Anjes Lumpp hilft in der Rolle von Ingrid Lubanski als einzige Tochter der Familie in der Gaststätte ihrer Mutter aus, doch daneben versucht sie, ihr eigenes Leben zu leben und provoziert mit ihrer Lust auf Vergnügungen und die Liebe ihren Vater, der dafür überhaupt kein Verständnis aufbringt. David Jakobs ist als Mattes’ älterer Bruder Bruno der Rebell in der Familie, er klebt Plakate für die Kommunistische Partei Deutschlands und spielt in einer Rock’n’Roll-Band Gitarre. Beides missfällt seinem Vater nicht nur gehörig, sondern führt auch zu einem Streit zwischen beiden, wonach Bruno sein Glück in Ost-Berlin suchen möchte. Elisabeth Hübert und Andreas Bongert stellen als das jungvermählte Ehepaar Ackermann den Gegenentwurf zur in bescheidenen Verhältnissen lebenden Familie Lubanski dar. Andreas Bongart bekommt als Sportreporter der „Süddeutschen Zeitung“ mit der Berichterstattung über die Fußball-Weltmeisterschaft vor Ort in der Schweiz eine große Karrierechance, gleichzeitig ist es eine große Bewährungsprobe, die ihn zunächst etwas überfordert, nur mit Hilfe seiner Frau agiert er immer souveräner in dem aufregenden Umfeld. Elisabeth Hübert ist in der Rolle der Gattin des Sportjournalisten eine selbstbewusste junge Frau, Inbegriff des deutschen „Fräuleinwunders“, die Entscheidungen trifft, ob es nun um Urlaubsreisen oder um die Namen für den zukünftigen Nachwuchs geht. Mit weiblicher Intuition ist sie in der Lage, ihren Mann immer wieder zu verunsichern, in ihrem Song „Kannst du denn wirklich nur an Fußball denken?“ landen beide schließlich in der mit Schaum gefüllten Badewanne. Als Walk in Cover spielte Michael Ophelders in der besuchten Preview die Rolle des gewitzten National-Trainers Josef „Sepp“ Herberger, der sich auch um die Psychologie seiner Spieler kümmert. So schafft er, nach kleineren Streitigkeiten, den berühmten „Geist von Spiez“; seine Sprüche wie „Der Ball ist rund, und ein Spiel dauert 90 Minuten“ sind immer noch die besten. Dominik Hees und Mark Weigel sind als Helmut Rahn und Fritz Walter zu sehen, zwei Nationalspieler, wie sie gegensätzlicher nicht sein können: Helmut Rahn, der Stürmer von Rot-Weiss Essen, geht gerne mit dem Kopf durch die Wand, wohingegen Fritz Walter vom 1. FC Kaiserslautern auf Anweisung des Nationaltrainers das Hotelzimmer mit Helmut Rahn teilen muss, um mit seinem ruhigen Naturell beschwichtigend auf ihn einzuwirken. Jogi Kaiser hat als Kriegs-Versehrte Tiburski, Putzfrau im Hotel und Adolf „Adi“ Dassler, Erfinder der Schraubstollen an Fußballschuhen, zwar nur kleinere Rollen, aber insbesondere als Putzfrau im Hotel kann er im Pausenfinale „Seien Sie nicht so Deutsch“ sein komisches Talent unter Beweis stellen. Tetje Mierendorf gibt als Pfarrer Keuchel Richard Lubanski schließlich den entscheidenden Gedankenanstoß, seine Haltung zu überdenken, um damit wieder zu sich selbst, seiner Familie und Matthias zu finden. Pfarrer Keuchel interessiert sich so leidenschaftlich für Fußball, dass er sogar im Beichtstuhl die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft im Radio verfolgt. Auch die beiden Fußball-Freestyler Adrian Fogel und Dominik Kaiser sowie die Darsteller der Fußballnationalspieler, die im Endspiel als Flugakrobaten agieren, tragen mit ihren besonderen Einlagen zum beeindruckenden Gesamteindruck bei.

Mit „Das Wunder von Bern“ hat Stage Entertainment eine komplett deutsche Eigenproduktion aus der Taufe gehoben, in dem die Zuschauer 60 Jahre nach dem Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 noch einmal die „eigentliche Geburtsstunde der Bundesrepublik Deutschland“ erleben können, den Mannschaftsgeist der bundesdeutschen Fußballnationalmannschaft und das Wir-Gefühl einer ganzen Nation im Wiederaufbau. Das Publikum in der letzten Preview vor der Uraufführung zeigte sich von der Leistung der Darsteller begeistert und zollte ihnen entsprechend langanhaltenden Stehapplaus. Das Wunder von Bern ist ein Stück deutscher Geschichte und könnte dementsprechend ganz Deutschland bewegen. Nun darf man gespannt sein, auf wie viel Resonanz das Musical „Das Wunder von Bern“ in der Bevölkerung stößt, und was beinahe noch interessanter ist, ob eine derartige Steigerung der Musical-Besucherzahlen in Hamburg tatsächlich möglich ist: Stage Entertainment erhöht mit der Eröffnung des vierten Theaters in Hamburg seine Sitzplatzkapazität um knapp 35 % auf über 7.000 mögliche Zuschauer. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten durchaus ein Wagnis. Bewegende Geschichten im musikalischen Unterhaltungstheater sind lediglich eine notwendige Bedingung; viele Millionen Zuschauer, die sich davon begeistern und mitreißen lassen, sind letztendlich die hinreichende Bedingung für den langfristigen Erfolg dieser Unterhaltungsform in den vier großen Theatern von Stage Entertainment in Hamburg.

Fernand Léger, „La Grande Fleur qui Marche“, 1952

Sonntag, 23. November 2014

Das FS SONNE im Hamburger Hafen

Das neue Forschungsschiff der Bundesrepublik Deutschland

Forschungsschiff SONNE, Baujahr 2014

Auf dem Weg in den Norden war an diesem Samstag die Sonne abhanden gekommen, jedenfalls stand sie in Hamburg nicht am strahlend blauen Himmel, sondern lag bei trübem Herbstwetter in der Elbe. Typisches Fritz-Walter-Wetter, aber das ist ein anderes Thema… Nach mehrwöchigen wissenschaftlichen Erprobungsfahrten und einer Bauzeit von etwa 20 Monaten ist das neue Forschungsschiff SONNE augenblicklich auf einer kurzen Vorstellungsreise in mehrere Häfen an Nord- und Ostsee, ab Januar 2015 geht das schwimmende Labor im indischen und pazifischen Ozean auf Forschungsreise. Gebaut wurde das Schiff in der Meyer Werft in Papenburg. Das neue Forschungsschiff SONNE hat eine Länge von 116 Metern, ist 20,6 Meter breit und bietet neben der bis zu 35 Personen umfassenden Besatzung Platz für 40 Wissenschaftler. Haupteinsatzgebiete des neuen Tiefseeforschungsschiffs werden der Indische und Pazifische Ozean sein. Die SONNE soll dazu beitragen, wissenschaftlich und gesellschaftlich besonders relevante Forschungsfragen zu beantworten, vor allem hinsichtlich des Klimawandels, der Versorgung mit marinen Rohstoffen und der Folgen des Eingreifens in die Ökosysteme. Dafür steht den Wissenschaftlern mit dem neuen Forschungsschiff eines der weltweit modernsten Instrumente zur Verfügung, um den Einfluss der Meere auf unser Klima zu untersuchen. Der Baupreis für das Forschungsschiff in Höhe von 124,4 Mio. € wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung getragen. 10 Prozent übernehmen die Küstenländer Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen.

Forschungsschiff SONNE, Baujahr 2014

Kabine für Wissenschaftler

Forschungsschiff SONNE

Golden Eye, mit dem elekromagnetischen Auge auf Rohstoffsuche in der Tiefsee

Lander, Observatorien an der Grenzfläche von Meeresboden und Ozean

Rov Phoca, die flexible multidisziplinäre Arbeitsplattform

Baustelle Elbphilharmonie auf dem Kaispeicher A vom Architekturbüro Herzog & de Meuron

Das Kieler Weltrelief

Dreimastbark Rickmer Rickmers

Donnerstag, 20. November 2014

42. Internationaler Weihnachtsmarkt Essen

The same procedure as last year? The same procedure as every year!

Krippe

Vom 20. November bis 23. Dezember 2014 geht es in der Essener Innenstadt vom Willy-Brandt-Platz entlang der Rathenaustraße über den Kennedyplatz bis zum Flachsmarkt wieder weihnachtlich zu, aber wenn man wirklich ehrlich ist, so erinnert einen das Warenangebot doch sehr stark an die vergangenen Jahre.

Barock-Karussel auf dem Kennedyplatz

Allerdings nicht ganz, denn die Möglichkeit für Kinder, Lebkuchenhäuschen zu basteln und nach Lust und Laune verzieren, die gibt es in diesem Jahr nicht mehr. Da wird es sicher das ein oder andere traurige Gesicht geben. Früher war eben doch alles besser…

„Lichtbrunnen“ auf dem Kennedyplatz

„Faszination Glas“ auf dem Kennedyplatz

Glühwein Akademie „Zum Ritter“

Belgische Pralinen

Rathenaustraße

Willy-Brandt-Platz

Kennedyplatz: Weihnachtsmarkt unter der Lichtkrone

Kennedyplatz: Weihnachtsmarkt unter der Lichtkrone

Kennedyplatz: Weihnachtsmarkt unter der Lichtkrone

Bocksprünge

„Bocksprünge“ – Deutschland, 2013; 86 Minuten. Weltpremiere: 24. Januar 2014, 35. Filmfestival Max-Ophüls-Preis 2014, Saarbrücken. Drehbuch: Eckhard Preuß, Butz Ulrich Buse; Regie: Eckhard Preuß; Kamera: Thomas Wittmann; Schnitt: Benny Negges; Musik: Thom Hanreich; Ausstattung: Thorwald Kiefer; Kostümbild: Mika Braun. Darsteller: Butz Ulrich Buse (Mann im Aufzug), Yvonne Catterfeld (Eva), Caroline Ehinger-Schwarz (Mira), Robert Giggenbach (Dahlmann), Julia Koschitz (Maya), Friedrich Mücke (Rudolf), Jochen Nickel (Barmann), Eckhard Preuß (Udo), Teresa Rizos (Valerie), Jule Ronstedt (Doris), Benjamin Sadler (Silvan); FSK ohne Altersbeschränkung


„Bocksprünge“

Vorführung im Rahmen der Kinotour im Essener Filmkunsttheater „Eulenspiegel“

Eckhard Preuß gibt mit der verrückten Komödie „Bocksprünge“ sein Debüt als Regisseur. Außerdem schrieb er gemeinsam mit Butz Buse das Drehbuch und steht in der Hauptrolle des Udo vor der Kamera. Im Rahmen der Kinotour ist er mit seinem Kollegen und langjährigen Freund Jochen Nickel nach Essen gekommen, wo der Film einen Tag vor dem Kinostart in Deutschland im Essener Filmkunsttheater „Eulenspiegel“ gezeigt wurde.

Zum Inhalt:
Udo (Eckhard Preuß) und Doris (Jule Ronstedt) sind seit 14 Jahren verheiratet. Udo hat eine Affäre mit Doris´ bester Freundin Maya (Julia Koschitz). Dabei wünscht sich Maya ein Kind von ihrem Freund Silvan (Benjamin Sadler). Der wiederum hat ein Verhältnis mit Valerie (Teresa Rizos), der Tochter seines Chefs Dahlmann (Robert Giggenbach). Als wäre das nicht schon kompliziert genug, erwartet Valerie auch noch ein Kind von Silvan. Silvan will Maya verlassen und mit Valerie ein neues Leben anfangen. Doch die hat darauf überhaupt keine Lust…

Doris erfährt von Silvans folgenschwerer Affäre mit Valerie und erzählt es Udo. Doch dann fliegt dessen Seitensprung mit Maya auf und Doris sucht erst mal das Weite. Sie trifft auf Rudolf (Friedrich Mücke), der seit Jahren seiner großen Liebe Eva (Yvonne Catterfeld) nachtrauert, die einfach verschwunden ist. Bis er Valerie kennenlernt…

Als Doris Rudolf wieder trifft gesteht er ihr, dass er sich in Valerie verliebt hat. Doris weiß von deren Affäre mit Silvan und ist geschockt. Sie betrinkt sich in einer Kneipe. Was sie nicht weiß: Der Barmann (Jochen Nickel) ist ein Freund von Udo. Und auch Maya hat bei ihm bereits ihren Frust heruntergespült, nachdem sie von Silvans Affäre mit Valerie erfahren hatte… In der Bar ist auch Dahlmann. Er hängt immer noch an seiner Ex-Frau und fühlt sich genauso einsam wie Doris. Sie kommen ins Gespräch und Doris bietet an, mit Dahlmann nach Hause zu gehen. Da taucht plötzlich Maya auf. Als Doris erkennt, dass Dahlmann Valeries Vater ist, ist sie endgültig am Ende. Der letzte Schnaps ist zu viel und sie verliert das Bewusstsein.

Als Doris im Krankenhaus wieder zu sich kommt, erfährt sie, dass sie schwanger ist. Udo besucht sie und will mir ihr sprechen, doch Doris weiß noch immer nicht, wie sie mit Udos Untreue umgehen soll…

Finden Doris und Udo wieder zusammen? Haben Maya und Silvan noch eine Chance? Hält die junge Liebe von Valerie und Rudolf? Sicher ist nur eines: Udo ist einfach nicht zu fassen…

Die Zuschauer im Essener Filmkunsttheater „Eulenspiegel“ hatten ihren Spass an der heiteren Komödie, die mit skurrilem Humor und schrägen Wortgefechten nicht geizt, im Publikunsgespräch im Anschluss an die Vorführung wurden sowohl die Schauspielerriege als auch die von Thom Hanreich komponierte Filmmusik gelobt. Ob sich Probleme auch in der Realität durch Alkohol in Wohlgefallen auflösen, darf eher bezweifelt werden, der Frieden am Ende des Films könnte ziemlich trügerisch sein.


Samstag, 15. November 2014

„Der schöne Schein“ im Gasometer Oberhausen wird verlängert

Ausstellung zur Vielfalt der Schönheit in der Kunst ist bis 1. November 2015 zu sehen

Gasometer Oberhausen, Installation unterhalb der Gasdruckscheibe

Der Louvre in Paris, die Berliner Nationalgalerie, das Museum of Modern Art in New York, die Londoner Tate Gallery, die Uffizien in Florenz – die großen Museen der Kunstwelt sind 2014 mit großen Meisterwerken aus ihren Beständen im Gasometer Oberhauen zu Gast. Auf der Suche nach den vielfältigen Erscheinungsformen der Schönheit zeigt die Ausstellung „Der schöne Schein“ mehr als 150 ausgewählte Bilder und Skulpturen der vergangenen Epochen in großformatigen Fotografien und Abgüssen. Sie eröffnet den Besuchern ein Kaleidoskop der Schönheit und nimmt sie mit auf eine faszinierende Reise durch Kulturen und Zeitalter der Menschheit – von der Antike bis Picasso. Himmel und Erde, Mensch und Natur, Werden und Vergehen – die großen Themen unseres Daseins spiegeln sich in den insgesamt neun Abteilungen der Ausstellung „Der schöne Schein“.

Sandro Botticelli, „Die Geburt der Venus“, um 1485, Tempera auf Leinwand, Galleria degli Uffizi, Florenz
Statue der Aphrodite Braschi (Knidos Typus), freie Kopie des 1. Jahrhunderts n. Chr. nach dem Original um 350 – 340 v. Chr., Marmor, Rom, Vatikanisches Museum

Künstlerischer Höhepunkt der Ausstellung ist die Installation „320° Licht“ der 2005 gegründeten Bremer Künstlergruppe URBANSCREEN. Sie nimmt die kathedralenartige Schönheit des Gasometers zum Ausgangspunkt für ein faszinierendes Spiel mit Formen und Licht. In einem Radius von 320 Grad wachsen und verändern sich auf der 100 Meter hohen Innenwand des Gasometers grafische Muster. Der Betrachter erlebt ein rund 20-minütiges, ständig fortlaufendes Wechselspiel zwischen realem und virtuellem Raum, bei dem sich der Gasometer in seine Strukturen aufzulösen scheint und schließlich doch immer wieder zu seiner klaren Form zurückfindet. „320° Licht“ wird mit 23 Hochleistungsprojektoren realisiert. Mit fast 20.000 m² bespielter Fläche gehört die Installation zu den größten und technisch anspruchsvollsten Innenraum­projektionen weltweit.

Lichtinstallation „320° Licht“ von URBANSCREEN im Gasometer Oberhausen

Wer in den letzten Tagen im CentrO. in Oberhausen auf die Megaposter am Gasometer geachtet hat, dem ist es sicherlich schon aufgefallen: Die Ausstellung „Der schöne Schein“ wurde bis zum 1. November 2015 verlängert. Sie ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, während der Schulferien in Nordrhein-Westfalen auch montags.