Freitag, 31. Oktober 2014

„Hermelin und Rosenkranz“

Bewegte Licht-Zeichnung von Nikola Dicke auf Schloss Borbeck

Schloss Borbeck

Schloss Borbeck ist ein Wasserschloss im Essener Stadtteil Borbeck, dessen Geschichte eng mit der Essener Stadtgeschichte verbunden ist. Seit dem 14. Jahrhundert war es bevorzugte Residenz der Essener Fürstäbtissinnen und erhielt sein heutiges, äußeres Aussehen 1744 und 1764, als Fürstäbtissin Franziska Christine von Pfalz-Sulzbach (1726 – 76) den Renaissancebau um barocke Elemente erweitern ließ. Seit Februar 1985 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.

Wappen der Fürstäbtissin Franziska Christine von Pfalz-Sulzbach (1726 – 76) über dem Eingang zum Schloss Borbeck

Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten am Hauptgebäude in den Jahren 2004 bis 2006 wurde 2011 auch das Wappen der Fürstäbtissin Franziska Christine von Pfalz-Sulzbach (1726 – 76) restauriert. Dabei wurde großer Wert auf die korrekte Farbgebung gelegt, im Laufe der Zeit hatten sich beim Anstrich diverse Fehler eingeschlichen.

Schloss Borbeck, Haupt- und Wirtschaftgebäude

Im Sommer 2011 konnte die energetische Sanierung des anstelle des alten Gesinde- und Wirtschaftsgebäudes 1842 durch den Essener Architekten Heinrich Theodor Freyse (1774 – 1851) errichteten spätklassizistischen Baus, die aus Mitteln des Konjunkturpaketes II (Pakt für Beschäftigung und Stabilität in Deutschland zur Sicherung der Arbeitsplätze, Stärkung der Wachstumskräfte und Modernisierung des Landes) finanziert wurde, abgeschlossen werden.

Schloss Borbeck, Haupt- und Wirtschaftgebäude

Videostill aus „Hermelin und Rosenkranz“ von Nikola Dicke auf der Schlossfassade

Ebenfalls eher etwas für die „dunkle“ Jahreszeit wie die Essener Lichtwochen oder Recklinghausen leuchtet: In der Woche vom 24. Oktober 2014 bis Halloween projizierte Künstlerin Nikola Dicke aus Osnabrück ihre Arbeit „Hermelin und Rosenkranz“ mithilfe ihres „Graffiti-Mobils“ auf die Fassade des Hauptgebäudes von Schloss Borbeck. Dabei ließ sie sich von der Geschichte der Fürstäbtissinnen inspirieren, so findet sich in ihrer Arbeit auch eine Sequenz, zu der sie womöglich durch die Liebesbriefe von Elisabeth von Bergh (Fürstäbtissin des Stifts Essen von 1605 bis 1614) an ihren Jugendfreund Floris von Culemborg, einer der führenden Protestanten zu Zeiten der Gegenreformation in den Niederlanden, angeregt wurde.

Videostill aus „Hermelin und Rosenkranz“ von Nikola Dicke auf der Schlossfassade

Videostill aus „Hermelin und Rosenkranz“ von Nikola Dicke auf der Schlossfassade

Videostill aus „Hermelin und Rosenkranz“ von Nikola Dicke auf der Schlossfassade

Videostill aus „Hermelin und Rosenkranz“ von Nikola Dicke auf der Schlossfassade

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