Freitag, 12. September 2014

Metropole Ruhr wird zum „lebendigen Labor“

RVR veranstaltet gemeinsam mit Partnern erste WissensNacht Ruhr

Wie können wir klimafreundlicher in der Metropole Ruhr wohnen, leben und arbeiten? Wie funktioniert hier klimaneutrale Mobilität? Und was hat das kulturelle Klima mit alldem zu tun? Auf diese und ähnliche Fragen antwortet die erste WissensNacht Ruhr – Abenteuer Klima am 2. Oktober 2014 von 16 bis 24 Uhr an elf verschiedenen Standorten in der Metropole Ruhr. Wissenschaftler, aber auch Künstler werden für jedermann verständlich die Herausforderungen und Chancen des Klimawandels präsentieren. Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen des Ruhrgebiets bieten kleinen und großen Besuchern ein buntes Programm mit mehr als 200 Veranstaltungen, alleine 53 Mitmach-Aktionen, 34 Präsentationen sowie 18 Exkursionen und Führungen. Die Besucher können nicht nur verblüffende Experimente bestaunen, sondern selbst in einer High-Tech Werkstatt tüfteln.

Veranstaltet wird die erste regionale Entdeckungstour durch die Welt der Wissenschaft vom Regionalverband Ruhr (RVR) im Rahmen der Auftaktpräsentation zur klimametropole RUHR 2022. Der RVR ist mit seinem Leitprojekt Regionalpartner der KlimaExpo.NRW, die als neue Landesinitiative über die nächsten acht Jahre ein Schaufenster für den Fortschrittsmotor Klimaschutz schaffen wird.

RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel lädt die Menschen im Ruhrgebiet ein, Teil der WissensNacht Ruhr zu sein: „Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen, der wir uns als Gesellschaft aber auch als Wirtschaftsregion stellen müssen. Unsere jungen Hochschulen und Forschungseinrichtungen spielen eine ganz zentrale Rolle, das Ruhrgebiet klimagerecht zu gestalten. Mit der WissensNacht Ruhr haben wir, insbesondere unsere Jugend die einmalige Chance, diese exzellente Forschungslandschaft hautnah zu erleben, ihre Erfindungen kennenzulernen und zu verstehen.“

„Die WissensNacht Ruhr fördert eine Mitmachkultur im Klimaschutz, wie wir sie in Nordrhein-Westfalen brauchen“, erläutert Dr. Heinrich Dornbusch, Vorsitzender Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW. „Forschung und Entwicklung in diesem Bereich stellen heute die Weichen für unser zukünftiges Leben. Wohin die Reise geht und wie spannend Klimaschutz sein kann, zeigt die Wissensnacht erlebnisreich und verständlich.“

Forschung hautnah erleben

Unterschiedlichste Disziplinen präsentieren ihre besondere Herangehensweise an den Klimawandel – vom Ingenieurwesen über Design, Gesellschaft und Kultur, von der Mathematik zur Klimaforschung, von der Biologie zur Stadtplanung ist die große Bandbreite der Wissenslandschaft Ruhr vertreten. Es geht um neue und effiziente Technologien, ressourcenschonende Produktionsweisen und Prozesse, aber auch um Lebensstile, Werte und kulturelle Impulse.

Im Haus der Technik in Essen beispielweise laden Science Cafés und Fishbowl-Diskussionen dazu ein, sich mit Wissenschaftlern auf Augenhöhe über Energiewende und Klimawandel auszutauschen. Im Labor für „legozentrische Irrationalisierung“ können die Besucher selbst zum „Energiezentrum“ werden und futuristische Kraftwerke bauen. Im großen Hörsaal heizen die „Physikanten“ richtig ein mit ihrer spektakulären „Klima-Show“, die mit Charme, Witz und Wissen die Elemente erlebbar macht.

Geöffnet in der WissensNacht Ruhr sind die Hochschule Rhein-Waal (Campus Kamp-Lintfort), die FOM Hochschule für Oekonomie & Management in Essen, das Gas- und Wärme-Institut Essen e.V., das NanoEnergieTechnikZentrum (NETZ) in Duisburg, die Fakultät für Physik der Universität Duisburg-Essen am Campus Duisburg und das Institut für Energie- und Umwelttechnik e.V. ebenfalls in Duisburg. Sie alle stehen für Innovation und Wissen und sind gleichzeitig Motoren für den Strukturwandel im Ruhrgebiet - vom Industriestandort zur dynamischen Wissensregion.

Neben den sechs Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen sind fünf zentrale Orte in Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen und Gelsenkirchen Schauplätze der Wissenslandschaft Ruhr. Dazu gehören das Haus der Technik in Essen, der Wissenschaftspark Gelsenkirchen, das Dortmunder U, das Blue Square in der Bochumer Innenstadt und das Tectrum in Duisburg.

Mit dem WissensNacht Ruhr-Ticket (Kosten: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro) können Besucherinnen und Besuchern den öffentlichen Personennahverkehr nutzen. Zusätzlich ermöglichen drei Shuttlebuslinien eine abwechslungsreiche Entdeckertour durch die WissensNacht Ruhr. Der VRR ist Mobilitätspartner.

Weitere Informationen und das Programm der WissensNacht Ruhr unter www.wissensnacht.ruhr

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