Mittwoch, 17. September 2014

Bergehalde Pluto-Wilhelm

RVR eröffnet Aussichtsplattform auf der Halde Pluto in Herne-Wanne

Zeche Pluto-Wilhelm, Fördergerüst über Schacht 3 nach Plänen der Industriearchitekten Fritz Schupp und Martin Kremmer, 1953

Die Metropole Ruhr ist um einen Aussichtspunkt reicher: Die Halde Pluto in Herne eröffnet jetzt Rundblicke zur Halde Hoheward im Kreis Reckling­hausen, zum Essener Rathaus oder zur Zeche Consolidation in Gelsenkirchen. Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat eine fünf Meter hohe Kanzel auf dem Haldenplateau errichtet. Über eine fünfzehn Meter lange Treppe ist die Platt­form an das vorhandene Wegenetz angeschlossen. Die neuen Wege führen auch direkt zur Erzbahntrasse, auf der Radfahrer von der Jahrhunderthalle Bochum zum Rhein-Herne-Kanal gelangen können. Damit wird auch der Stadtteil Wanne direkt an das überregionale Radwegenetz angeschlossen.

Aussichtsplatt­form auf der Halde Pluto

Hernes Oberbürgermeister Horst Schiereck und RVR-Bereichsleiter Ulrich Carow haben den neuen Aussichtspunkt am 17. September 2014 für alle „Gipfel­stürmer“ offiziell freigeben.

RVR-Bereichsleiter Ulrich Carow und Hernes Oberbürgermeister Horst Schiereck

Ehemalige Zeche Unser Fritz 1/4, Malakow-Turm Schacht 1

Aussichtsplatt­form auf der Halde Pluto

Der RVR hat die über achtzig Meter hohe Bergehalde Ende 2010 erworben, um sie behutsam unter Berücksichtigung der Naturschutzbelange (die Bergehalde Pluto-Wilhelm in Herne-Wanne ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen) zu erschließen. Die Wege wurden optimiert und eine Besucherplattform geschaffen. Der Stand­ort der Kanzel liegt am äußersten Westrand des Haldenplateaus, so dass auch die immissionsschutzrechtlichen Voraussetzungen aufgrund des benachbarten Chemiebetriebes erfüllt sind.

Aussichtsplatt­form auf der Halde Pluto

Die Baumaßnahme hat im September 2012 begonnen. Die Kosten beliefen sich auf 450.000 Euro (für die Plattform 120.000 Euro, für den Wegebau 330.000 Euro). Das Projekt wurde durch die EU zu 50% und durch das Land NRW zu 30% gefördert. Die verbleibenden 20% sind Eigenmittel des RVR. Die Unterhaltung der Wege und des Aussichtsturms übernimmt die Stadt Herne.

Aussichtsplatt­form auf der Halde Pluto

Seit Mitte der 1980er Jahre hat der RVR begonnen, aus der Bergaufsicht ent­lassene Halden zu erwerben, um die entstandenen Freiraumflächen zu sichern und die Abraumberge (Bergehalden) zu Naherholungsgebieten auszubauen. Als Eigentümer von inzwischen 36 Halden baut der Verband die Landschaftsbauwerke zu Markenzeichen der Metropole Ruhr aus.

Aussichtsplatt­form auf der Halde Pluto

„Gipfel­stürmer“ auf dem Rückweg

Die neuen Wege führen auch direkt zur Erzbahntrasse

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