Montag, 25. August 2014

UNESCO-Welterbe Dom zu Speyer

Hauptwerk romanischer Baukunst am Oberrhein

Dom zu Speyer, Ostseite

Was der UNESCO-Welterbestätten Deutschland e. V. kann, nämlich mit Unterstützung eines womöglich dem Niedergang geweihten deutschen Automobilherstellers und unter Ausnutzung von erneuerbaren Energiequellen, deren Nutzung nicht prinzipiell umweltfreundlicher ist als die Nutzung konventioneller Energiequellen, einen Welterbe-Marathon zu den 39 UNESCO-Welterbestätten zu veranstalten, das bleibt Otto Normalverbraucher natürlich verwehrt. Und noch einiges mehr bleibt Otto Normalverbraucher im Vergleich zu Roland Wagner, der am 9. August 2014 zu besagtem Welterbe-Marathon aufgebrochen ist, verwehrt, doch dazu später mehr.

Dom zu Speyer, Ansicht von Südosten

Der Dom zu Speyer wurde vom UNESCO-Welterbekomitee im Oktober 1981 auf seiner 5. Tagung in Sydney als Hauptwerk romanischer Baukunst in Deutschland in die Welterbeliste aufgenommen. Er ist nach der Zerstörung der Abteikirche von Cluny im Zuge der Französischen Revolution die weltweit größte erhaltene romanische Kirche. Die Gründung des Doms geht auf den salischen König und späteren Kaiser Konrad II. zurück, wahrscheinlich nach seiner Krönung zum Kaiser am 26. März 1027, zumindest wenn man der Beschreibung des Doms zu Speyer auf der englischprachigen Website der UNESCO Glauben schenkt. Andere Quellen gehen von einer früheren Grundsteinlegung im Jahr 1025 aus. Ungeachtet dessen ließ Heinrich IV. den Dom zur Hälfte wieder einreißen, um ihn noch größer wieder aufzubauen. Der Dom zu Speyer ist eines der bedeutendsten romanischen Denkmäler aus der Zeit des Heiligen Römischen Reiches und die imposante dreischiffige Gewölbebasilika ist der Höhepunkt einer Grundrissgliederung, die in der Folgezeit großen Einfluss auf die Entwicklung der romanischen Architektur des 11. und 12. Jahrhunderts ausgeübt hat.

Ölberg

Dom zu Speyer, Ansicht von Südwesten

Dom zu Speyer, Westfassade

Dom zu Speyer, Westfassade

Erzmärtyrer Stephanus als Patron des Doms, Erzengel Michael als Patron Deutschlands, Gottesmutter Maria als Hauptpatronin des Doms, Joahannes der Täufer und Bernhard von Clairvaux über dem Mittelportal

Domnapf

Dom zu Speyer, Westportal

Dom zu Speyer, Ansicht von Nordwesten

Kommen wir zu den eingangs erwähnten unangenehmen Begleitumständen: Das Domkapitel Speyer verlangt auf Nachfrage die Übertragung der Rechte an den gezeigten Fotos – natürlich ohne jegliche Gegenleistung! Das Urheberrecht ist jedoch in Deutschland grundsätzlich nicht übertragbar, sondern nach der ausdrücklichen Regelung des § 28 Abs. 1 UrhG lediglich vererblich. Somit ist die Forderung des Domkapitels Speyer rechtlich nicht haltbar. Aus diesem Grunde verzichte ich an dieser Stelle jedoch darauf, Innenaufnahmen des Doms zu Speyer zu zeigen, die Außenaufnahmen sind grundsätzlich nach § 59 UrhG abgedeckt, nach denen Werke, die sich bleibend an öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen befinden, von einem öffentlichen Weg aus unbedenklich fotografiert und die Aufnahmen sogar kommerziell verwertet werden dürfen. In jedem Fall macht solch eine Forderung – zumindest auf mich – einen ganz schlechten Eindruck, was ich hiermit mit dem allseits beliebten Daumen nach unten kommentiere: Dislike! Möge sich der Interessierte die Innenaufnahmen des Doms zu Speyer in wikipedia, panoramino, fotocommunity, flickr und wie sie alle heißen anschauen, deren Rechte selbstverständlich nicht beim Domkapitel Speyer liegen.

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