Sonntag, 29. Juni 2014

Tag der Architektur 2014

Zeitgenössische Baukultur unter dem Motto „Architektur bewegt“

Seit 1995 laden die Architektenkammern am letzten Juni-Wochenende zum Tag der Architektur ein, um vor Ort, in der unmittelbaren Umgebung moderne Architektur und neue Projekte kennenzulernen. In Nordrhein-Westfalen findet der Tag der Architektur am 28. und 29. Juni 2014 bereits zum 19. Mal statt. Interessierte sind eingeladen, sich von Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplanern die neuen oder erneuerten Bauten vorstellen und erläutern zu lassen. „Architektur bewegt!“ lautet das bundesweite Motto für den Tag der Architektur 2014.


Logistikzentrum für klinische Pharmazie in Essen-Mitte

Lager-, Logistik- und Bürogebäude der Dom-Apotheke

Die klassische Krankenhausapotheke hat als reines Distributionszentrum in vielen Krankenhäusern ausgedient, aus Kostengründen wurden viele Krankenhausapotheken geschlossen. Die Dom-Apotheke in Essen versorgt gegenwärtig 15 Krankenhäuser in Essen und der näheren Umgebung mit Arzneimitteln, medizinischem Sachbedarf und pharmazeutischen Dienstleistung. Hierfür wurde vom Architekturbüro CONNECT Architekten GmbH ein Lager-, Logistik- und Bürogebäude konzipiert, das auf einer bestehenden Tiefgarage errichtet wurde und im Erdgeschoss den Logistikbereich mit einer individuell für die Dom-Apotheke errichteten Kommissionsanlage beherbergt. Im ersten Obergeschoss befindet sind die Verwaltung.

Lager-, Logistik- und Bürogebäude der Dom-Apotheke, Verwaltungsbereich im 1. OG

Lager-, Logistik- und Bürogebäude der Dom-Apotheke, Verwaltungsbereich im 1. OG

Lager-, Logistik- und Bürogebäude der Dom-Apotheke, Logistikbereich im EG

Neu gestalteter Eingangsbereich des Bestandsgebäudes

Lager-, Logistik- und Bürogebäude der Dom-Apotheke


Zentralmassiv am Springerplatz, Bochum-Griesenbruch

Zentralmassiv am Springerplatz

Innenarchitekt Thomas Stark (stark architektur – innenarchitektur, Bochum) hat die Entwürfe für den Umbau des 1940 errichteten Hochbunkers aus dem Zweiten Weltkrieg zu einer privaten Medienhochschule erstellt, der 2012 als 8. deutscher SAE Standort eröffnet wurde. Das SAE Institute Bochum bietet nach eigenen Angaben Studiengänge in den Bereichen Tontechnik, Film, Visual Effects, Animation, Coss Media, Games und Webdesing an, dementsprechend wurden die Räume mit entsprechenden Technologien ausgerüstet. Daneben hat auch das Café Treibsand bereits 2012 seine neuen Räumlichkeiten im ehemaligen Hochbunker bezogen. Der erste Bauabschnitt des Umbau wurde bereits 2012 beim Tag der Architektur gezeigt.

Zentralmassiv am Springerplatz

Zentralmassiv am Springerplatz

SAE Institute Bochum, Unterrichtsraum

SAE Institute Bochum, im Originalzustand erhaltene Bunkerwand

SAE Institute Bochum, Aufnahmestudio

In einem zweiten Bauabschnitt wurde der ehemalige Hochbunker um drei Geschosse aufgestockt, wodurch vier Eigentumswohnungen entstanden sind. Die Wohnungen sind zu allen Seiten versetzt und ragen auf einer Seite sieben Meter über den Bunker hinaus, was besondere Anforderungen an die Statik stellt. Die Erschließung der Eigentumswohnungen erfolgt über einen seitlich angebauten Aufzug und Treppenhausturm.

Zentralmassiv am Springerplatz


Kolumbarium/Urnenfriedhof in Mülheim an der Ruhr

Urnenfriedhof August Fohrmann

Das im Mai 2013 eröffnete Kolumbarium in Mülheim an der Ruhr wurde vom Architekturbüro Wolfgang Kamieth Architekten BDA unter Einsatz sakraler Elemente aus verschiedenen Epochen konzipiert, die Fassade besteht aus einer Kombination aus Sichtbetonelementen mit Goldlasur und gebrochenen Muschelkalkoberflächen. Die Urnenkammern bieten Platz für 400 Urnen. Im Außenbereich wurde ein Garten der Stille angelegt, in dem auch Trauerfeiern stattfinden.

Urnenfriedhof August Fohrmann

Urnenfriedhof August Fohrmann, Rotunde


Lukas-K-Haus in Essen-Holsterhausen

Lukas-K-Haus, die ehemalige Lukaskirche

Die evangelische Lukaskirche in Essen-Holsterhausen wurde nach Plänen des Architekten Reinhold Jerichow errichtet und am 26. Februar 1961 eingeweiht. Die Profanierung erfolgte Ende 2008. Die VEWO Wohnungsverwaltungs GmbH hat das Gebäude an der Planckstraße zu einem Mehr­ge­ne­ra­ti­onen­haus mit integrativer Kindertagesstätte, individuell mietbaren Arbeitsräumen mit Gemeinschaftsflächen und verschiedenen barrierefreien, teilweise behindertengerechten Wohnungs­typen im zweiten bis vierten Obergeschoss umbauen lassen. Dazu wurden drei Geschossdecken in das Kirchengebäude eingezogen. Das Architekturbüro Heinrich Böll BDA DWB zeichnet für den Entwurf verantwortlich. In den beiden Treppenhäusern sind die 1960 von Ursula Graeff-Hirsch gestalteten und erst 1999 restaurierten Glasarbeiten erhalten geblieben.

Lukas-K-Haus, Nordfassade der ehemaligen Lukaskirche

Lukas-K-Haus, Südfassade der ehemaligen Lukaskirche

Lukas-K-Haus, Luftraum im Eingangsfoyer

Lukas-K-Haus, Treppenhaus

Lukas-K-Haus, Treppenhaus

Lukas-K-Haus, Gemeinschaftsraum

Das pädagogische Konzept der integrativen Kindertagesstätte Wurzelkinder orientiert sich an der Waldorferziehung, die behinderten und nichtbehinderten Kindern die Möglichkeit geben soll, sich optimal zu entwickeln.

Lukas-K-Haus, integrative Kindertagesstätte „Wurzelkinder“


Stadt- und Tagungshotel „Franz“ in Essen-Huttrop

Stadt- und Tagungshotel „Franz“

Das 2012 eröffnete integrative Hotel „Franz“ in Essen-Huttrop wurde vom Architekturbüro Nattler Architekten mit 48 barrierefreien Zimmern und einem Veranstaltungszentrum für 400 Personen konzipiert. Im Außenbereich stechen sofort die dreifarbige Trespafassade im Hotelbereich und dazu kontrastierende Glasflächen des Veranstaltungssaals ins Auge. Hotel und Veranstaltugszentrum, das mit dem Qualitätssiegel „Essen ohne Barrieren“ ausgezeichnet wurde, sind in zwei separten Gebäudeteilen untergebracht, die über ein verglastes Foyer miteinander verbunden sind. Die Hotelzimmer und die Räumlichkeiten des Veranstaltungszentrums sind für Gäste mit Mobilitäts­einschränkungen sowie Seh- bzw. Hörbeeinträchtigungen konzipiert. Weiterhin befindet sich eine Großküche im Haus, die für alle im Franz Sales Haus lebenden Menschen täglich 1.300 Essen zubereitet. Das Hotel mit angeschlossenem Veranstaltungszentrum und Catering-Service bietet benachteiligten Menschen neue berufliche Perspektiven in der Gastronomie, etwa die Hälfte der Mitarbeiter meistern ihr Leben mit einer Behinderung.

Stadt- und Tagungshotel „Franz“

Stadt- und Tagungshotel „Franz“, rechts der Hotelbereich, links das Veranstaltungszentrum

Stadt- und Tagungshotel „Franz“

Stadt- und Tagungshotel „Franz“, Frühstückslounge

Stadt- und Tagungshotel „Franz“

Stadt- und Tagungshotel „Franz“

Stadt- und Tagungshotel „Franz“, Kantine

Stadt- und Tagungshotel „Franz“, „Balendey-Lounge“

Stadt- und Tagungshotel „Franz“, Dachterasse

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