Samstag, 14. Juni 2014

Industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet kommt nicht auf Vorschlagliste für UNESCO-Welterbe

Die „industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet“ hat den Sprung auf die Liste kommender Weltkulturerbe-Stätten verpasst. Eine von der Kultusministerkonferenz (KMK) eingesetzte Fachjury hat die NRW-Nominierung für die deutsche Anmeldeliste für UNESCO-Welterbeprojekte abgelehnt. Die KMK ist diesem Votum gefolgt. Das Land NRW als Antragsteller ist entschlossen, das Projekt weiter zu unterstützen, und wird sich mit dem präzisierten Vorschlag an der Aufstellung der Tentativliste 2017 bis 2019 beteiligen.


Trotz der Ablehnung hat die Fachjury in ihrem Votum das bedeutende Potenzial der Industriekultur in der Metropole Ruhr anerkannt. Daher empfiehlt sie, die Bewertung mit Blick auf eine Konzentration der besonderen prägenden Stätten und Objekte aktiv weiter zu entwickeln.

Koordiniert wird die Welterbe-Bewerbung von der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur in Dortmund. Weitere Unterstützer sind die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe, Regionalverband Ruhr (RVR), Emschergenossenschaft und RAG. Die Partner zeigten sich zunächst enttäuscht von der Ablehnung, werten es aber als positiv, dass die Kultusministerkonferenz ein Signal für die weitere Entwicklung und Präzisierung des Vorschlags gegeben hat.

Das Land hatte im August 2012 der Kultusministerkonferenz vorgeschlagen, das bestehende UNESCO-Welterbe Zeche und Kokerei Zollverein um die „industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet“ zu erweitern und den Vorschlag auf die Tentativliste zu setzen. Zu den ausgewählten Standorten gehören der Landschaftspark Duisburg-Nord, der Gasometer in Oberhausen, Zeche Zollern und Kokerei Hansa in Dortmund, der Schleusenpark in Waltrop oder das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum.

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