Montag, 9. Juni 2014

21. Deutscher Mühlentag

Aktionstag der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung e. V.

Baumeister Mühle in Oberhausen

Der Deutsche Mühlentag ist ein seit 1994 am Pfingstmontag von der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung e. V. veranstalteter Aktionstag, um die Bevölkerung auf die Müllerei aufmerksam zu machen und die technischen Denkmale zu erhalten. Insgesamt sind bei der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung e. V. 1926 Mühlen registriert (Stand 7. Juni 2014).

Baumeister Mühle in Oberhausen, Windmüller beim Besegeln der Flügel

In allen Bundesländern luden am Pfingstmontag, 9. Juni 2014 wieder zahlreiche historische Mühlen (Windmühlen, Wassermühlen, Ross- bzw. Göpelmühlen, Motormühlen usw.) zu einem „Tag der offenen Tür“ ein, um der interessierten Öffentlichkeit die Bedeutung, Geschichte und Funktionen der „ältesten Kraftmaschine der Menschheit“ zu präsentieren.

Baumeister Mühle in Oberhausen, Flügelwelle mit dem Obenkammrad in der Kappe

Die Baumeister Mühle in Oberhausen-Buschhausen wurde 1858 von Heinrich Baumeister erworben und zum Schroten des Getreides mit Windenergie genutzt, sein Sohn Hermann baute nach dem 1. Weltkrieg einen Elektromotor ein. 1993/95 wurden Gebäude, Antrieb und Mahlwerk restauriert und der jetzige Besitzer Hermann Baumeister betreibt die Müllerei in der 4. Generation.

Baumeister Mühle in Oberhausen, Abnahme der Energie vom Obenkammrad auf den Obenbunkler

Baumeister Mühle in Oberhausen, Königswelle und Sackaufzug

Baumeister Mühle in Oberhausen, Stirnrad, gefertigt von der Firma Vaags Molenwerken in Aalten/Niederlande, 1994

Baumeister Mühle in Oberhausen, Abnahme der Energie vom Stirnrad auf ein Korbrad beim obenangetriebenen Mahlgang

Baumeister Mühle in Oberhausen, Abnahme der Energie vom Stirnrad auf ein Korbrad beim obenangetriebenen Mahlgang

Baumeister Mühle in Oberhausen, Mahlgang

Baumeister Mühle in Oberhausen, Mehlrutsche

Baumeister Mühle in Oberhausen, Steert mit Kröjhaspel

Baumeister Mühle in Oberhausen

Hiesfelder Windmühle Dinslaken

Die 1822 von Mühlenbauer Heinrich Brahm errichtete Turmwindmühle in Dinslaken-Hiesfeld wurde mit drei Mahlwerken ausgestattet. Neben Getreide wurde auch Eichenrinde für die Gerberlohe gemahlen. 1833 übernahm Müllermeister Johann Wilhelm Beckmann die Windmühle in Hiesfeld, sein Name ist noch heute auf dem Obenkammrad in der Kappe zu lesen. 1922 wurde die Windmühle stillgelegt, 1976 wurde der Förderverein Windmühle Hiesfeld e. V. gegründet, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, die Mühle zu restaurieren und als Mühlenmuseum auszustatten, in dem man die gesamte Einrichtung einer Windmühle erkunden kann.

Hiesfelder Windmühle Dinslaken, Flügelwelle mit dem Obenkammrad in der Kappe

Hiesfelder Windmühle Dinslaken, Königswelle und Sackaufzug

Hiesfelder Windmühle Dinslaken, Abnahme der Energie vom Stirnrad auf ein Korbrad beim obenangetriebenen Mahlgang

Hiesfelder Windmühle Dinslaken, Mahlgang

Hiesfelder Windmühle Dinslaken, Mehlrutsche

Wassermühle Hiesfeld in Dinslaken

Die Wassermühle am Rotbach wurde 1693 mit einem mächtigen mittelschlächtigen Wasserrad erbaut und als Getreide-, Öl- und Lohmühle verwendet. Später kam auf der anderen Seite des Rotbachs ein größeres Backsteingebäude hinzu, das als Hauptgebäude für den Mühlenbetrieb sowie als Müllerhaus diente. Seit 1979 befindet sich die Wassermühle in der Obhut des Mühlenvereins Dinslaken-Hiesfeld e. V. und im Besitz der Stadt Dinslaken.

Wassermühle Hiesfeld in Dinslaken

Wassermühle Hiesfeld in Dinslaken

Wassermühle Hiesfeld in Dinslaken

Modell der Hiesfelder Windmühle im Mühlenmuseum

In den Gebäuden der Wassermühle ist das Mühlenmuseum des Mühlenvereins Dinslaken-Hiesfeld e. V. untergebracht, in dem mehr als 60 Mühlenmodelle aus aller Welt ausgestellt sind.

Modell einer Kornmühle aus Mykonos im Mühlenmuseum

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