Sonntag, 29. Juni 2014

20 Jahre Landschaftspark Duisburg-Nord

Große Geburtstagsfeier und Nacht der Industriekultur

Gebläsehallenkomplex

Seit 20 Jahren ist der Landschaftspark Duisburg-Nord offiziell für Besucher zugänglich, am 17. Juni 1994 wurde ein erster Teil des Landschaftsparks für die Öffentlichkeit freigegeben. Der etwa 200 Hektar große Landschaftspark rund um das im April 1985 aus Gründen der Stahlquoten-Beschlüsse der EG stillgelegte Hüttenwerk in Duisburg-Meiderich entstand im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscher Park, Landschaftsarchitekt Peter Latz hat den Park als einen Ort der Vermittlung zwischen industrieller Vergangenheit und neuer Bestimmung entworfen. Am 28. Juni 2014 feierte der Park seinen runden Geburtstag mit Höhenfeuerwerk, abwechslungsreicher Live-Musik und buntem Aktions­programm. Der gesamte Landschaftspark öffnete seine Pforten für ein öffentliches Familienfest ab 12 Uhr, das nahtlos in die ExtraSchicht 2014 überging. Trotz regnerischen Wetters konnte sich der Landschaftspark Duisburg-Nord über mangelnden Publikumszuspruch nicht beklagen, glücklicherweise standen bereits am Nachmittag die Türen des Schalthauses Ost, der Gebläsehallenkomplex und die Kraftzentrale für die Besucher offen, was augenscheinlich von vielen Besuchern genutzt wurde, um sich die Locations ausgiebig anzuschauen.

Gebläsehallenkomplex

Gebläsehallenkomplex

Kompressorenraum im Gebläsehallenkomplex

Gebläsehallenkomplex

Harfen-Quartett im Maschinenfoyer

Gebläsehalle

Im 1920 erbauten Gasometer wurde zu Betriebszeiten des Hüttenwerks das Gichtgas aus den Hochöfen gespeichert, das zum Antrieb der Maschinen in der Kraftzentrale genutzt werden konnte. 1996 wurde begonnen, die Boden- und Wandflächen von Rost und Rückständen zu befreien, und im Oktober 1998 flossen schließlich 21.000 m³ Trinkwasser in den Gasometer, der heute von der Firma TauchRevierGasometer für den Tauch- und Ausbildungsbetrieb genutzt wird.

Tauchgasometer

Eine audiovisuelle Installation im bisher verschlossenen Schalthaus Ost erschloss das Neue. Der Besucher wurde Teil der Bilderwelt von Profifotograf Thomas Berns, begleitet von improvisierten und situationsabhängigen Sounds der Band CONTERFY um Wolfgang Dillmann und Tom Strate. (Wobei das Schalthaus Ost bereits im Rahmen der EMSCHERKUNST.2013 von Martin de Mattia und Marc Weis mit ihrer Arbeit „Schlagende Wetter“ bespielt wurde.)

Schalthaus Ost

Kraftzentrale

10 gichtgasbetriebene Großmaschinen dienten in der ab 1902 errichteten Kraftzentrale zur Strom- und Hochofen­wind­erzeugung. Im Rahmen der Entwicklung des Landschaftsparks wurde die 170 Meter lange und 35 Meter breite Kraftzentrale saniert und zu einem multifunktionalen Veranstaltungsort umgebaut. Im Rahmen der Ruhrtriennale 2013 war hier die eigens für die Kraftzentrale konzipierte audiovisuelle Installation „test pattern [100m version]“ (2013) von Ryoji Ikeda zu sehen.

Kraftzentrale

Kraftzentrale

Gießhalle 2

Gießhalle 1

Wo früher Feuer im Hochofen brannte, erleuchtete zur Feier des runden Geburtstages im Rahmen der ExtraSchicht regelmäßig eine Feuer- und Lasershow die Gießhalle 1.

Feuer- und Lasershow in der Gießhalle 1

Feuer- und Lasershow in der Gießhalle 1

Feuer- und Lasershow in der Gießhalle 1

Feuer- und Lasershow in der Gießhalle 1

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