Dienstag, 6. Mai 2014

Vorschau: „Casanova“

„Casanova“ – nach der Geschichte des Venezianers Giacomo Casanova; Musik: Stephan Kanyar; Lyrics, Buch: Andreas Hillger; Inszenierung: Christian von Götz; Choreografie: Carlos Matos; Bühne, Kostüme: Ulrich Schulz; Musikalische Leitung: Daniel Carlberg. Darsteller: Patrick Stanke (Casanova), Roberta Valentini (Henriette), Karen Helbing (Constanze), Adam Fenger (Conte), André Eckert (Leporello), Alexander Dubnov (Vater), Alexandra Joel, Anne Weinkauf (Nonnen), Kristina Baran, Grazyna Fenger (Schwestern), Constanze Wilhelm (Die Alte), Gerit Ada Hammer (Braut), Ines Peter (Brautmutter), Stephan Biener (Koch), Jeannette Spexárd, Noriko Kishida (Zofen), Christian Most (Graf). Uraufführung: 4. Juli 2014, Anhaltisches Theater Dessau.



„Casanova“


Uraufführung am Anhaltischen Theater Dessau


Bis heute steht der Name „Casanova“ für Liebesabenteuer und spannende Mantel- und Degen-Geschichten in jener Zeit, als man noch mit dem Florett in der Hand um seine Ehre kämpfte, als Liebhaber noch Stil hatten und Frauen noch wie Königinnen umworben wurden. Der Venezianer Giacomo Casanova (* 2. April 1725 in Venedig, † 4. Juni 1798 auf Schloss Dux im Königreich Böhmen) wurde vor allem durch seine zahlreichen Affären mit Frauen jeden Alters und Standes zur Legende. Die Frauen begehrten Casanova, obwohl er seine Geliebten am Ende immer verließ. Das neue Musical von Stephan Kanyar zeigt eine überraschende Seite des größten Liebhabers aller Zeiten.

Roberta Valentini, Patrick Stanke und Karen Helbing; © David Ortmann

Das Anhaltische Theater Dessau hat in der vergangenen Woche bei einem Pressegespräch in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt in Berlin seine Musical-Uraufführung „Casanova“ vorgestellt, die am 4. Juli 2014 im Großen Haus des Anhaltischen Theaters Premiere feiern wird. Dabei wurden zugleich die drei Protagonisten präsentiert, die eine atemberaubende Musikshow erwarten lassen. Mit Patrick Stanke und Roberta Valentini in den Hauptrollen werden auf der Dessauer Bühne zwei der besten Darsteller der aktuellen deutschen Musicalszene zu erleben sein. Ihnen zur Seite steht mit Karen Helbing (aktuell Schwester Mary Kitty in „Sister Act – Das Broadway-Musical“) eine Newcomerin, die selbst aus Dessau stammt. Patrick Stanke übernimmt die Titelrolle und schlüpft damit in die Rolle des größten Liebhabers aller Zeiten. Alle Sänger sagten, dass sie sich sehr darauf freuen, die Rollen in einer Uraufführung kreieren zu können.

André Bücker, Patrick Stanke, Roberta Valentini, Karen Helbing, Daniel Carlberg, Andreas Hillger und Stephan Kanyar; © David Ortmann

Der Komponist Stephan Kanyar, der bereits die Musicals „Frankenstein“ (Uraufführung 5. Dezember 2004, Stadttheater Ingolstadt, Regie Pierre Wyss), „Lulu – Das Musical“ (Uraufführung 15. Mai 2010, Tiroler Landestheater, Insbruck, Regie Pierre Wyss), „Shylock!“ (Uraufführung 5. Mai 2012, Tiroler Landestheater, Insbruck, Regie Pierre Wyss) und „Die Erschaffung der Welt – Das Musical“ (Uraufführung 15. Dezember 2012, Grillo-Theater, Essen, Regie Caroline Stolz) und Soundtracks für Bühne und Fernsehen komponiert hat, unterstrich gemeinsam mit dem Textautor Andreas Hillger das besondere Privileg, dieses Werk mit einem großen Orchester wie der Anhaltischen Philharmonie realisieren zu können. Auch Daniel Carlberg, 1. Kapellmeister und stellvertretender GMD am Anhaltischen Theater Dessau, der die musikalische Leitung von „Casanova“ übernehmen wird, verwies auf die Erfahrung der Anhaltischen Philharmonie im Musical-Bereich und auf die Chance, ein modernes Genres mit der fast 250-jährigen Tradition dieses Klangkörpers zu verbinden. André Bücker, Generalintendant des Anhaltischen Theaters, betonte die Verantwortung des deutschen Stadttheaters für die Entwicklung neuer Werke jenseits der normalen Repertoire-Pflege. Deshalb habe das Anhaltische Theater das Musical „Casanova“ bei den Autoren in Auftrag gegeben. Neben den drei Musicalstars werden in weiteren Rollen Solisten sowie Mitglieder des Opernchores des Anhaltischen Theaters zu erleben sein. Zusammen mit dem Ballettensemble und den Musikern der Anhaltischen Philharmonie wird „Casanova“ zu einer Produktion mit rund 100 Mitwirkenden auf der Bühne und im Orchestergraben. Operndirektor Felix Losert erläuterte anhand von Figurinen und Bühnenbildentwürfen die Konzeption von Bühnenbildner Ulrich Schulz und Regisseur Christian von Götz. Mit „Schenk mir eine Stunde dein Leben“ gab Patrick Stanke zur Pressekonferenz einen ersten Einblick in die musikalische Welt von „Casanova“.

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