Dienstag, 1. April 2014

Vorschau: „Jedermann – Die Rockoper“

„Jedermann – Die Rockoper“ – nach dem Theaterstück „Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ von Hugo von Hofmannsthal, 1911. Musik: Wolfgang Böhmer; Texte, Inszenierung: Peter Lund; Bühne: Hank Irwin Kittel; Kostüme: Ulrike Reinhard; Choreografie: Cedric Lee Bradley; Musikalische Leitung: Jürgen Grimm. Darsteller: Andreas Lichtenberger (Jedermann), Brigitte Oelke (Der Tod), Nadja Mchantaf (Die Liebste), Katja Bildt (Die Mutter), Robert Wörle (Gott/Gärtner), Jörg Rathmann (Der gute Gesell), Marysol Ximénez-Carrillo (Schuldners Frau/Werke), Máté Sólyom-Nagy (Der Schuldner/Mammon), Martin Schäffner (Teufel), Stefan Voigt (Der Vogt), Keren Trüger (Die Köchin), Matthias Knaab (Der Knecht), Maciej Salamon (Der dicke Vetter), Andres Esteban (Der dünne Vetter), Teresa Scherhag (Die Base), Venera Jakupov (Fräulein), Carl von Wegberg (Swing). Uraufführung: 10. Juli 2014, DomStufen-Festspiele Erfurt.



„Jedermann – Die Rockoper“


Uraufführung bei den DomStufen-Festspielen 2014 in Erfurt


„Jedermann – Die Rockoper“, © Theater Erfurt

Zum zweiten Mal in der langjährigen Geschichte der Festspiele bringt das Theater Erfurt eine Welturaufführung auf die Domstufen: „Jedermann – Die Rockoper“ ist eine musikalische Version des 1911 uraufgeführten Theaterstücks von Hugo von Hofmannsthal. Der Text für die Rockoper stammt von dem Berliner Autor und Regisseur Peter Lund, die Musik hat der Komponist Wolfgang Böhmer geschrieben. Eine weitere Uraufführung, die das Theater Erfurt nach „Martin L. – Das Musical“ von Gisle Kverndokk (Musik) und Øystein Wiik (Buch) (Regie Matthias Davids, Uraufführung 5. Juli 2008) speziell für die Domstufen in Auftrag gegeben hat und die in diesem Jahr ganz sicher einen spektakulären Höhepunkt im Thüringer Theatersommer bilden wird.

Peter Lund und Wolfgang Böhmer, © Lutz Edelhoff

Es ist nicht das erste Mal, dass es auf den Domstufen um das Leben und Sterben des reichen Mannes geht. Die Erfurter und ihre Gäste erinnern sich bestimmt an die erfolgreiche Jedermann-Inszenierung im Jahre 2000 mit Hanns-Michael Schmidt in der Titelrolle und Jürg Wisbach in der Rolle des Tod. Ein glamouröses Bühnenspiel, das von den Besuchern der DomStufen-Festspiele damals gefeiert wurde. 2014 wagt das Theater nun also eine Neuinterpretation des Jedermann-Stoffes – mit sinfonischem Orchesterklang und dem Sound einer Rockband.

Der Tod hat gerufen. Jedermann soll sterben. Damit hat Jedermann nicht gerechnet – in der Blüte seiner Jahre, erfolgreich, wohlhabend und gesellschaftlich geachtet. Hat er denn nicht alles richtig gemacht? Hat er seine Stellung und seinen Besitz nicht hart erarbeitet? Wie kann der Tod es wagen, ihm all das zu nehmen? Vielleicht hätte er gütiger sein sollen. Gottgefälliger, würde seine Mutter sagen. Aber wer glaubt heute noch an Gott? So wenig ist sicher, wenn der Tod plötzlich vor der Tür steht. Bloß dass das letzte Hemd wirklich keine Taschen hat – das lernt Jedermann schneller als ihm lieb ist. Wer also wird Jedermann auf seiner letzten Reise begleiten? Und wo geht sie hin? Das weiß nur der Tod. Aber der verrät es nicht an – Jedermann!

„Von der Kunst, das rechte Sterben zu lernen“ – das ist einer der Untertitel, den der mittelalterliche Theaterstoff Everyman erhielt, bevor er in der Fassung von Hugo von Hofmannsthal literarischen Weltruhm erlangte. Dieses Motto steht auch über der musikalischen Neuinterpretation von Wolfgang Böhmer und Peter Lund. Auf der Basis des durch die Aufführungen vor dem Salzburger Dom, wo das Spiel vom Sterben des reichen Mannes in diesem Jahr vom 19. Juli bis 29. August mit Cornelius Obonya in der Titelrolle wiederaufgenommen wird, und nicht zuletzt durch die Inszenierung auf den Erfurter Domstufen 2000 bekannten Textes von Hugo von Hofmannsthal entstand im Auftrag des Theaters Erfurt eine neue Lesart der Geschichte. Der Text dieser Rockoper stammt von dem renommierten Berliner Theaterautor und Regisseur Peter Lund. In der Verbindung von sinfonischem Orchesterklang und dem Sound einer Rockband schuf Wolfgang Böhmer eine Musik, die die Grenzen zwischen Oper und Musical vergessen macht.

Andreas Lichtenberger, © Lutz Edelhoff

Vom 10. (Premiere) bis 27. Juli 2013 werden
  • Andreas Lichtenberger als Jedermann,
  • Brigitte Oelke als Der Tod,
  • Nadja Mchantaf als Die Liebste,
  • Katja Bildt als Die Mutter,
  • Robert Wörle als Gott/Gärtner,
  • Jörg Rathmann als Der gute Gesell,
  • Marysol Ximénez-Carrillo als Schuldners Frau/Werke,
  • Máté Sólyom-Nagy als Der Schuldner/Mammon,
  • Martin Schäffner als Teufel,
  • Stefan Voigt als Der Vogt,
  • Keren Trüger als Die Köchin,
  • Matthias Knaab als Der Knecht,
  • Maciej Salamon als Der dicke Vetter,
  • Andres Esteban als Der dünne Vetter,
  • Teresa Scherhag als Die Base,
  • Venera Jakupov als Fräulein und
  • Carl von Wegberg (Swing)
auf den Domstufen zu sehen sein, es spielt das Philharmonische Orchester Erfurt und die Rockband Lidenbrock unter der Musikalischen Leitung von Jürgen Grimm.

Keine Kommentare: