Dienstag, 8. April 2014

Vorschau: „Into the Woods“

„Into the Woods“ – inspiriert von „The Uses of Enchantment: The Meaning and Importance of Fairy Tales“ von Bruno Bettelheim; Musik, Lyrics: Stephen Sondheim; Buch: James Lapine; Deutsche Übersetzung: Michael Kunze; Inszenierung: Peter Carp; Choreografie: Morgan Nardi; Bühne: Caroline Forisch; Kostüme: Sebastian Ellrich; Licht: Stefan Meik; Ton: Heiko Jooß; Dramaturgie: Rüdiger Bering; Musikalische Leitung: Patricia M. Martin, Michael David Mills. Darsteller: Jürgen Sarkiss (Erzähler/geheimnisvoller Mann), Inga Krischke (Aschenputtel), Hanna Mall (Florinda), Catherine Chikosi (Lucinda, Aschenputtels Stiefschwestern), Susanne Burkhard (Aschenputtels Stiefmutter), Jan Nicolas Bastel (Wolf/Aschenputtels Prinz), Richard-Salvador Wolff (Hans), Anja Schweitzer (seine Mutter), Tim Al-Windawe (Bäcker), Yvonne Natalie Forster (seine Frau), Karina Schwarz (Hexe), Anna Winter (Rapunzel), Merlin Fargel/Alexander Sasanowitsch (Rapunzels Prinz), Vera Anna Marie Weichel (Rotkäppchen), Hermann Bedke/Merlin Fargel (Kammerdiener), Alexander Sasanowitsch/Hermann Bedke (Oma, Riesin). Musiker: Patricia M. Martin/Michael David Mills (Klavier), Aleksandra Stanoeva (Violine), Emily Hester (Bratsche), Eun Chong Jung (Cello), Dennis Pientak (Kontrabass), Maria Jaravaja, Felix Fritsche, Sebastian Busch (Reeds/Bläser), Suren Babayan (Horn), Jaime Moragas, Daniel Aros (Synthesizer). Uraufführung: 4. Dezember 1986, Old Globe Theatre, San Diego, California. Broadway Premiere: 5. November 1987, Martin Beck Theatre, New York City. West End Premiere: 25. September 1990, Phoenix Theatre, London, UK. Deutschsprachige Erstaufführung: 31. März 1990, Theater Heilbronn, Heibronn. Premiere: 11. April 2014, Theater Oberhausen.



„Into the Woods“


Das Abschlussprojekt der Studierenden im Studiengang Musical der Folkwang Universität der Künste in Kooperation mit dem Theater Oberhausen


Nachdem der Studiengang Musical der Folkwang Universität der Künste in Essen „Into the Woods“ 2009 als Kooperation mit dem Theater Hagen (Premiere 3. Oktober 2009, Regie Gil Mehmert) mit Guildo Horn als Erzähler/geheimnisvoller Mann gezeigt hat, inszeniert Intendant Peter Carp in der Spielzeit 2013/2014 das Musical mit den Studierenden der Folkwang Universität und den Schauspielern aus dem Ensemble des Theaters Oberhausen unter der Musikalischen Leitung von Patricia M. Martin und Michael David Mills, Premiere ist am 11. April 2014 am Großen Haus. Weitere Termine: 12. und 26. April, 3., 11., 21. und 28. Mai, 6., 13. und 22. Juni 2014. Für alle Termine – auch für die Premiere – sind noch Tickets erhältlich.

Richard-Salvador Wolff (Hans) und Anja Schweitzer (Hans´ Mutter); © Birgit Hupfeld

Die Original Broadway Produktion von „Into the Woods“ gewann 1988 drei Tony Awards, James Lapine für Best Book of a Musical, Joanna Gleason (Bäckersfrau) für Best Performance by a Leading Actress in a Musical und Stephen Sondheim für Best Original Score (Music and/or Lyrics) Written for the Theatre, wobei in dem Jahr allein sechs Tony Awards an „The Phantom of the Opera“ von Andrew Lloyd Webber vergeben wurden. Walt Disney Pictures produziert augenblicklich eine Filmadaption des Musicals in der Regie von Rob Marshall mit Johnny Depp (Wolf), Meryl Streep (Hexe), James Corden (Bäcker), Emily Blunt (seine Frau), Anna Kendrick (Cinderella), Chris Pine (Cinderella´s Prinz), Lilla Crawford (Rotkäppchen), Daniel Huttlestone (Jack), MacKenzie Mauzy (Rapunzel), Christine Baranski (Cinderella´s Stiefmutter) und Tracey Ullman (Jack´s Mutter). Die Dreharbeiten wurden am 27. November 2013 abgeschlossen, der Film soll in den Vereinigten Staaten am 25. Dezember 2014 in die Kinos kommen. In Deutschland muss man sich noch bis zum 19. Februar 2015 gedulden.

Jan Bastel (Wolf) und Vera Anna Marie Weichel (Rotkäppchen); © Birgit Hupfeld

Komponist Stephen Sondheim (Musik, Text) und Autor James Lapine (Buch) lassen in „Into the Woods“ mehrere Handlungsstränge bekannter Grimm´scher Märchen (Aschenputtel, Dornröschen, Hans und die Bohnenranke, Rapunzel, Rotkäppchen, Schneewittchen) auf intelligente und amüsante Weise simultan ablaufen und zeigen gleichzeitig die Problematik menschlicher Entwicklung vom Kind zum sozial verantwortlichen Erwachsenen auf. Der Bäcker und seine Frau leiden unter dem Fluch der Kinderlosigkeit, den eine böse Hexe über sie ausgesprochen hat. Um sich davon zu befreien, müssen sie sich vier Gegenstände beschaffen und daraus einen Zaubertrank bereiten: eine Kuh so weiß wie Milch, einen Mantel so rot wie Blut, Haar so gelb wie Korn und einen goldenen Schuh. Am Ende des ersten Aktes scheinen sich für die Märchenhelden alle ihre Wünsche zu erfüllen: die Frau des Bäckers wird schwanger, Aschenputtel und Rapunzel bekommen ihre Prinzen und die böse Hexe verwandelt sich sogar in eine jugendliche Schönheit, wobei sie ihre Zauberkraft verliert. Doch das Glück der Protagonisten ist nicht von Dauer, im zweiten Akt werden die Figuren mit den Konsequenzen ihres früheren Handelns konfrontiert. Es muss erst etliche Tote geben, bis die Überlebenden einsehen, dass sie nur mit Solidarität die Bedrohung abwenden können. Na dann… Ab in den Wald!

Inga Krischke (Aschenputtel), Merlin Fargel (Rapunzels Prinz) und Jan Bastel (Aschenputtels Prinz); © Birgit Hupfeld

Im Studiengang Musical an der Folkwang Universität der Künste werden jährlich zum Sommersemester 6 StudentInnen aufgenommen. Die Studienplätze an den staatlichen Hochschulen sind sehr begehrt, allein an der Folkwang Universität gab es in den letzten Jahren 180 Bewerber für die 6 Studienplätze im Studiengang Musical. In acht Semestern erfolgt eine grundlegende und breit gefächerte Ausbildung in den Bereichen Schauspiel, Tanz und Gesang. Des weiteren gehören zum Studium die Fächer Musiktheorie, Bewegungslehre, Musical- und Theatergeschichte, die im späteren Verlauf des Studiums durch Liedinterpretation, Combo-Auftritte und verschiedenartigste Theaterprojekte ergänzt werden. Viele dieser Projekte finden in den Aufführungsräumen der Hochschule statt und erfreuen sich beim Publikum größter Beliebtheit. Seit einigen Jahren wird zunehmend auf Koproduktionen mit externen Veranstaltern Wert gelegt, damit die Studierenden so früh wie möglich Erfahrungen im professionellen Theaterbetrieb sammeln können.

Karina Schwarz (Hexe), Anna Winter (Rapunzel), Hanna Mall (Florinda) und Richard-Salvador Wolff (Hans); © Birgit Hupfeld

Kooperationen:
  • 2000: „The Apple Tree“, Choreographisches Zentrum NRW, PACT Zollverein
  • 2003: „Merrily we roll along“, Kooperation mit dem Musicalensemble NRW e. V., Tor 2, Essen
  • 2005: „The Wild Party“, Kooperation mit „Stars in Concert“, Weststadthalle Essen
  • 2006: „Bat Boy“, Kooperation mit dem Stadttheater Minden
  • 2007: „Pinkelstadt“, Kooperation mit dem Theater am Kirchplatz, Schaan (Liechtenstein)
  • 2009: „Into the Woods“, Kooperation mit dem Theater Hagen
  • 2010: „High Fidelity“, Kooperation mit dem Theater im Rathaus, Essen
  • 2011: „One Touch of Venus“, Kooperation mit dem Erholungshaus der Bayer AG, Leverkusen
  • 2012: „Ein Mann geht durch die Wand“, Kooperation mit dem Theater im Rathaus, Essen
  • 2013: „Spring Awakening (Frühlings Erwachen)“, Kooperation mit dem Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen, und der Konzertdirektion Landgraf
  • 2014: „Into the Woods“, Kooperation mit dem Theater Oberhausen
Vera Anna Marie Weichel (Rotkäppchen), Inga Krischke (Aschenputtel), Anna Winter (Rapunzel), Jan Nicolas Bastel (Aschenputtels Prinz), Anja Schweitzer (Hans´ Mutter), Richard-Salvador Wolff (Hans), Tim Al-Windawe (Bäcker), Hanna Mall (Florinda), Catherine Chikosi (Lucinda); © Birgit Hupfeld

Die Bandbreite der als Abschlussproduktionen aufgeführten Musicals reicht von den 1930er Jahren bis in die neueste Musicalgeschichte. In den Abschlussprojekten präsentiert jeweils der dritte und vierte Jahrgang des Studiengangs Musical eine große Ensembleproduktion, in diesem Jahr sind an „Into the Woods“ Tim Al-Windawe (Bäcker), Jan Nicolas Bastel (Wolf/Aschenputtels Prinz), Yvonne Natalie Forster (Frau des Bäckers), Inga Krischke (Aschenputtel), Vera Anna Marie Weichel (Rotkäppchen) und Richard-Salvador Wolff (Hans) (4. Jahrgang) sowie Hermann Bedke (Kammerdiener/Oma), Catherine Chikosi (Lucinda), Merlin Fargel (Rapunzels Prinz/Kammerdiener), Hanna Mall (Florinda), Alexander Sasanowitsch (Rapunzels Prinz/Oma) und Anna Winter (Rapunzel) (3. Jahrgang) beteiligt. Die Rollen des Erzählers/geheimnisvollen Manns, Aschenputtels Stiefmutter, Hans´ Mutter werden von den Schauspielern aus dem Ensemble des Theaters Oberhausen übernommen, Karina Schwarz ist als Gast in der Rolle der Hexe zu sehen. Auch über die Abschlussproduktionen hinaus besteht eine Zusammenarbeit mit zahlreichen nordrhein-westfälischen Bühnen, unter anderem in Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen und Oberhausen. Begehrt ist der Studiengang Musical mit seinem Programm zudem als Gast bei Sonderveranstaltungen und Galas für Unternehmen sowie politisch und kulturell hochrangigen Veranstaltungen, beispielsweise der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010.

Vera Anna Marie Weichel (Rotkäppchen), Jan Nicolas Bastel (Aschenputtels Prinz), Merlin Fargel (Rapunzels Prinz), Hermann Bedke (Kammerdiener), Susanne Burkhard (Aschenputtels Stiefmutter), Anna Winter (Rapunzel), Inga Krischke (Aschenputtel), Anja Schweitzer (Hans´ Mutter), Richard-Salvador Wolff (Hans); © Birgit Hupfeld

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