Donnerstag, 3. April 2014

Vorschau: 56. Gandersheimer Domfestspiele


Stiftskirche St. Anastasius und St. Innocentius, Westportal

Die 56. Gandersheimer Domfestspiele zeigen vom 28. Juni bis 24. August 2014 in der Intendanz von Christian Doll drei Musical-Produktionen:


„Evita“

„Evita“ – nach der Lebensgeschichte von Eva Perón; Musik: Andrew Lloyd Webber; Lyrics, Buch: Tim Rice; Inszenierung: Craig Simmons; Choreografie: Hartwig „Hardy“ Rudolz; Ausstattung: Kati Kolb; Dramaturgie: Tom Dittmann; Musikalische Leitung: Heiko Lippmann. Darsteller: Patrick Adrian Stamme (Che Guevara), Franziska Schuster (Eva Perón), Hartwig „Hardy“ Rudolz (Juan Perón), Julia Hiemer (Mistress, Peróns Geliebte vor Eva), Karsten Kenzel (Agustín Magaldi), Alice Hanimyan, Pascal Höwing, Johannes Kiesler, Alexander Martin, Anna Preckeler, Tabea Scholz, Dominika Szymanska. Uraufführung: 21. Juni 1978, Prince Edward Theatre, London. Broadway Premiere: 25. September 1979, Broadway Theatre, New York City. Deutschsprachige Erstaufführung: 20. Januar 1981, Theater an der Wien, Wien. Premiere: 11. Juli 2014.

„Evita“, aus der Feder von Andrew Lloyd Webber (Musik) und Tim Rice (Lyrics, Buch), erzählt die Geschichte des kometenhaften Aufstiegs von Eva Perón, genannt „Evita“, die es Mitte des 20. Jahrhunderts von einem armen, unehelichen Kind auf dem Lande bis zur Präsidentinnengattin Argentiniens schaffte. Durch geschickte Schachzüge gelangte die charismatische Sängerin und Schauspielerin an Hebel der Macht, die für Frauen zur damaligen Zeit eigentlich noch unerreichbar scheinen.

Franziska Schuster wird an der Seite von Musical-Star „Hardy“ Rudolz, der Evitas Ehemann, den argentinischen Präsidenten Juan Perón verkörpert, als Eva Perón zu sehen sein. Es inszeniert der erfahrene Regisseur Craig Simmons, der in „Cabaret“ bereits im Vorjahr mit Franziska Schuster arbeitete. Die Premiere von „Evita“ findet am 11. Juli 2014 auf der Freilichtbühne vor der Gandersheimer Stiftskirche statt.

Stiftskirche


„Gefährliche Liebschaften“ (Uraufführung)

„Gefährliche Liebschaften“ – nach dem Briefroman „Les Liaisons dangereuses“ von Pierre Ambroise François Choderlos de Laclos; Musik: Heiko Lippmann; Lyrics: Christian Doll; Buch: Andreas Gäßler; Inszenierung: Christian Doll; Choreografie: Hartwig „Hardy“ Rudolz; Ausstattung: Cornelia Brey; Dramaturgie: Florian Götz; Musikalische Leitung: Patricia M. Martin. Darsteller: Annika Bruhns (Marquise Isabelle de Merteuil), Dirk Schäfer (Vicomte Sébastien de Valmont), Julia Hiemer (Cécile de Volanges), Rebecca Simoneit-Barum (Madame de Volanges, Céciles Mutter), Pascal Höwing (Chevalier Raphael Danceny), Anna Preckeler (Madame Marie de Tourvel), Christine Dorner (Madame de Rosemonde, Valmonts Tante), Alexander Martin (Azolan, Valmonts Kammerdiener), Franziska Schuster (Emilie, eine Prostituierte/Sophie Carnay). Uraufführung: 25. Juli 2014.

Im wohl berühmtesten Briefroman des 18. Jahrhunderts „Les Liaisons dangereuses“ von Pierre Ambroise François Choderlos de Laclos vertreiben sich die Marquise Isabelle de Merteuil und der Vicomte Sébastien de Valmont die Zeit in einem Leben des Überflusses damit, ihre Mitmenschen emotional zu zerstören. In immer neuen Affären spielen sie gemeinsam ein Spiel um Leidenschaft, Macht und Sex, nur zur Liebe sind beide unfähig. Zum Zeitvertreib schließen sie eine böse Wette ab: Wenn es Valmont gelingt, Madame Marie de Tourvel zu verführen, dann winkt ihm eine Liebesnacht mit der Marquise. Dabei stellt Madame de Tourvel für den routinierten Frauenheld eine äußerst harte Herausforderung dar, denn sie ist nicht nur verheiratet, sondern auch noch überaus tugendhaft. Gerade das spornt Valmont und seine nach Herausforderungen lechzende Eroberungssucht aber erst richtig an. Tourvel versucht alles, um Valmonts unverschämten Annäherungen und ihren eigenen erwachenden Leidenschaften zu widerstehen – dabei scheint sie zugleich die erste Frau zu werden, die das Herz des eiskalten Verführers wirklich berührt.

Der Stoff lieferte die Grundlage für neun Filme, besonders spektakulär war die mit drei Oscars prämierte Verfilmung von Stephen Frears von 1989, in der eine ganze Reihe von Stars mitgewirkt hat: Zwischen Glenn Close (Marquise Isabelle de Merteuil) und John Malkovich (Vicomte Sébastien de Valmont) entspann sich ein eiskaltes Psychoduell, in den weiteren Rollen spielten u. a. Michelle Pfeiffer (Madame Marie de Tourvel), Keanu Reeves (Chevalier Raphael Danceny) und die junge Uma Thurman als Cécile de Volanges. Für die Generation der heute etwa 30-Jährigen war die Adaption „Eiskalte Engel“ aus dem Jahr 1999 von Roger Kumble stilprägend: Buffy-Darstellerin Sarah Michelle Gellar und Mädchenschwarm Ryan Phillippe lieferten sich darin ein Duell der Intrigen im amerikanischen High-School-Milieu, Reese Witherspoon spielte die jungfräuliche Annette Hargrove.

Heiko Lippmann, der Musikalische Leiter der Festspiele, komponiert derzeit die Musik für die Uraufführung. Leicht und spielerisch sollen die Songs werden, ihr Stil an French Pop und den Nouvelle Chanson erinnern. Die Premiere ist am 25. Juli auf der großen Festspielbühne vor der Gandersheimer Stiftskirche.


„Maria, ihm schmeckt´s nicht“ (Wiederaufnahme)

„Maria, ihm schmeckt´s nicht“ – nach dem Bestseller von Jan Weiler; Musik: Heiko Lippmann; Dialoge: Max Merker; Liedtexte: Christian Doll; Buchvorlage: Jan Weiler; Inszenierung: Tobias Rott; Choreografie: Mathias Schwarz; Ausstattung: Cornelia Brey; Dramaturgie: Daniel Vollstedt; Musikalische Leitung: Patricia M. Martin. Darsteller: Ulf Schmitt (Jan), Tabea Scholz (Sara, Jans Verlobte), Hans-Jörg Frey (Antonio Marcipane, Saras Vater), Petra Welteroth (Ursula, Saras Mutter), Christine Dorner (Nonna (Chiara), Antonios Mutter), Rebecca Siemoneit-Barum (Maria (Gulietta), Saras Tante/Kollegin), Andreas Torwesten (Egidio, Saras Onkel und Barbesitzer/Daniele), Julia Hiemer (Pamela, eine Cousine von Sara/Kollegin), Karsten Kenzel (Marco, ein Cousin von Sara/Carabiniere/Herr Schulze/Gast), Johannes Kiesler (Paolo/junger Antonio/Kellner), Franziska Schuster (junge Ursula/Barbara, eine Cousine von Sara) u. a. Uraufführung: 28. Juni 2013, Gandersheimer Domfestspiele, Bad Gandersheim. Wiederaufnahme: 13. August 2014.

„Maria, ihm schmeckt´s nicht“, Ensemble, Foto Rudolf A. Hillebrecht

Wegen des großen Erfolges im vergangenen Jahr wird „Maria, ihm schmeckt´s nicht!“ vom 13. bis 23. August 2014 für fünf Vorstellungen wiederaufgenommen. Für die Wiederaufnahme konnte mit einer Ausnahme – Karsten Kenzel übernimmt den Part von Stefan Rüh – das Ensemble aus dem Vorjahr erneut verpflichtet werden.

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