Sonntag, 27. April 2014

Das Detroit Projekt

Eröffnung des Sommerfestivals mit einem Motown-Barbecue auf der Wiese vor dem Deutschen Bergbau-Museum

„Das Detroit Projekt“ in Bochum will im Zusammenhang mit der Schließung des Opel Werks die Einwohner dazu ermutigen, nicht Opfer, sondern Akteure industriellen Wandels zu sein. Über 20 Kunstprojekte von internationalen und nationalen Künstlern werden hierzu im Bochumer Stadtraum realisiert, die sich der Tatsache stellen, dass Menschen ihre Arbeit verlieren, und Impulse geben, die die Stadt und ihre Bewohner ermutigen sollen, das öffentliche Leben und ihre Zukunft aktiv zu gestalten.

Fotoausstellung „Mein Bochum – unsere Zukunft“

Für die Fotoaktion „Mein Bochum – unsere Zukunft“ wurden im Rahmen einer Mitmachaktion Fotos gesammelt, die zeigen, wo Bochums Zukunft sichtbar wird, wobei auf Vorgaben jeglicher Art verzichtet wurde. Aus über 250 Einsendungen wurden 29 Bilder ausgewählt, die ab dem 26. April auf Großplakatflächen in der ganzen Stadt gezeigt werden. Es ist womöglich die größte Fotoausstellung im öffentlichen Raum, die es in Bochum bisher gegeben hat.

Musiker vom Schauspielhaus Bochum

Zur Eröffnung des Sommerfestivals veranstalteten die Festivalmacher – das Schauspielhaus Bochum und Urbane Künste Ruhr – ein Motown-Barbecue auf der Wiese vor dem Deutschen Bergbau-Museum. Das hätte ein schöner Abend im Freien werden können, hätte nur das Wetter zumindest ein wenig „mitgespielt“. Stattdessen hatte es am frühen Abend zu regnen begonnen, und so hatten dann eher einige hundert Unentwegte und Unerschrockene den Weg zum Deutschen Bergbau-Museum gefunden, um dem Wetter zu trotzen und sich die gute Laune nicht verderben zu lassen. Für letztere sorgten dann auch Musiker vom Schauspielhaus Bochumer mit guter, handgemachter Musik, DJani, der original Vinyls aus Detroit auflegte, sowie Street-Artisten und Cheerleader mit ihren Performances.

Musiker vom Schauspielhaus Bochum

DJani legt…

original Vinyls aus Detroit auf

Cheerleader

Cheerleader

Cheerleader

Für 21 Uhr war die Illumination der Installation „How Love Could Be“ von Tim Etchells am Fördergerüst des Deutschen Bergbau-Museums angekündigt, aber stattdessen stellten die Redner mit ihren Ansprachen zur Eröffnung des Festivals das im Regen ausharrende Publikum auf eine dreiviertelstündige Geduldsprobe, so dass schließlich erst gegen 21.45 Uhr der Schriftzug „How Love Could Be“ von einer mächtigen „Korona“ umgeben war. Die Zeile „How Love Could Be“ stammt aus der ersten, 1961 veröffentlichten Single „Bad Girl“ des legendären Plattenlabels Motown aus Detroit von The Miracles (später unter dem Namen Smokey Robinson & the Miracles bekannt), mit der Tim Etchells den Betrachter zum Nachdenken über die Verbindung von Detroit und Bochum einladen möchte. Die 9 Meter breite und 2,5 Meter hohe LED-Installation soll aus über 1087 rot emittierenden Leuchtdioden bestehen.

„How Love Could Be“, Installation von Tim Etchells am Fördergerüst des Deutschen Bergbau-Museums

„How Love Could Be“, Installation von Tim Etchells am Fördergerüst des Deutschen Bergbau-Museums

„How Love Could Be“, Installation von Tim Etchells am Fördergerüst des Deutschen Bergbau-Museums

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