Mittwoch, 12. März 2014

Siedlung Eisenheim

Die erste Arbeitersiedlung des Ruhrgebiets

Sterkrader Straße/Eisenheimer Straße

Ab 1846 errichtete die damals unter dem Namen Jacobi, Haniel und Huyssen (JHH) geführte spätere Gutehoffnungs­hütte (GHH) in Oberhausen die erste Arbeitersiedlung des Ruhrgebiets. In vier Bau-Phasen entstanden von 1846 bis 1903 51 Häuser, wobei aus der ersten Bauphase nur noch das Doppelhaus Kasernenstraße 5/7 („Kaserne“, heute Fuldastraße 5/7) und die Meisterhäuser Communalweg (heute Wesselkampstraße) 27/29 und 31/33 erhalten sind, die sieben Meisterhäuser an der Provinzialstraße (heute Sterkrader Straße) wurden nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen. Am liebsten hätten die Hüttenwerke Oberhausen AG (HOAG) und die Stadt Oberhausen die verbliebenen Häuser ebenfalls abgerissen und die Fläche nach modernen Gesichtspunkten neu bebaut, doch anhaltender Protest der Anwohner führte schließlich dazu, dass die Siedlung Eisenheim 1972 als erste Arbeitersiedlung in der Bundesrepublik unter Denkmalschutz gestellt wurde. Bis 1981 wurden die Häuser unter Beteiligung und Mitwirkung der BewohnerInnen saniert, 1996 wurden zum 150-jährigen Jubiläum der Siedlung im Projekt „Sprechende Straßen – sprechende Baudenkmäler“ Tafeln an den Gebäuden angebracht, anhand derer die Geschichte der Siedlung und ihrer Bewohner nachvollzogen werden kann.

Eisenheimer Straße

Berliner Straße

Toiletten-/Stall-Backsteingebäude in der Berliner Straße, Detail

Berliner Straße

Berliner Straße

1952 ließ die Hüttenwerke Oberhausen AG drei Waschhäuser mit jeweils vier separaten Wasch- und Trockenräumen und einer Grundfläche von 128 m² an der Berliner Straße, Eisenheimer Straße und Werrastraße bauen, damit die Mieter der Siedlung Eisenheim nicht mehr unter freiem Himmel waschen müssen.

Waschhaus Berliner Straße, Museum Eisenheim

Waschhaus Eisenheimer Straße, Kinderhaus

Eisenheimer Straße

Eisenheimer Straße

„Kaserne“ Fuldastraße Nr. 5/7, Baujahr 1846

Waschhaus Werrastraße, Volkshaus

Werrastraße

Werrastraße

Meisterhäuser Wesselkampstraße, Baujahr 1846

Wesselkampstraße

Im Kontrast zu den umgebenden Gebäuden erbauten Roland und Janne Günter 2003 an der Ecke Eisenheimer Straße/Wesselkampstraße den „Blauen Turm der vielen Bücher“.

„Blauer Turm der vielen Bücher“, Ecke Eisenheimer Straße/Wesselkampstraße

Wesselkampstraße

Wesselkampstraße

Wesselkampstraße

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