Sonntag, 5. Januar 2014

Das Maschinenhaus der Zeche Vereinigte Rudolf

Rummel auf´m Pütt

Oefter Bach

Eine Veröffentlichung in der Rubrik „Essen entdecken – 100 besondere Orte“ und das beinahe frühlingshafte Wetter dürften dazu beigetragen haben, dass man am heutigen Sonntag im Oefter Wald nicht in den Genuss der beschriebenen „faszinierenden absoluten Stille“ kam, stattdessen begaben sich wahre Besucherströme auf die Suche nach dem beschriebenen Maschinenhaus der Zeche Rudolph in Essen-Kettwig-Oefte.

Wanderweg am Oefter Bach

Das besagte Maschinenhaus der Zeche Vereinigte Rudolf ist dank diverser Hinweise – zwar nicht vor Ort, aber im Netz – nicht sonderlich schwer zu finden, die Besucherströme und der Lärm eines Quadrocopters taten heute ein übriges. Auch sonst scheint die Ruine nicht so abgelegen zu sein, wie andere Autoren gern den Anschein erwecken wollen, jedenfalls deuten diverse Überbleibsel menschlicher Zivilisation darauf hin. Und damit sind keine Ziegelsteine gemeint!

Maschinenhaus der Zeche Vereinigte Rudolf

Bei dem ehemaligen Maschinenhaus dürfte es sich um ein Gebäude des ehemaligen Schachtes Wilhelm der Zeche Vereinigte Rudolf handeln, dessen Teufarbeiten im Jahr 1899 begonnen wurden. Die Bergwerksbesitzer meldeten 1901 Konkurs an. Leider finden sich keine verlässlichen Daten zu dem Zechengebäude im Netz, die Ruine ist allerdings noch erstaunlich gut erhalten. Spätere Wiederinbetriebnahmen der Zeche Rudolf (1948) bzw. Zeche Rudolph (ab 1953) fanden an dem tonnlägigen Schacht an der Laupendaher Landstraße statt, das Datum der endgültigen Stilllegung (20. Mai 1966) bezieht sich daher auf diesen Schacht.

Maschinenhaus der Zeche Vereinigte Rudolf

Maschinenhaus der Zeche Vereinigte Rudolf

Maschinenhaus der Zeche Vereinigte Rudolf

Maschinenhaus der Zeche Vereinigte Rudolf

Maschinenhaus der Zeche Vereinigte Rudolf, Innenansicht

Maschinenhaus der Zeche Vereinigte Rudolf, Innenansicht

Maschinenhaus der Zeche Vereinigte Rudolf, Innenansicht

Maschinenhaus der Zeche Vereinigte Rudolf, Innenansicht

Maschinenhaus der Zeche Vereinigte Rudolf, Maschinen-Fundamente

Maschinenhaus der Zeche Vereinigte Rudolf, Innenansicht

Maschinenhaus der Zeche Vereinigte Rudolf, Innenansicht

Maschinenhaus der Zeche Vereinigte Rudolf, Innenansicht

Die Architektur des Gebäudes ist typisch für die damalige Zeit. Ein ähnliches Maschinenhaus befindet sich in Bochum-Dahlhausen. Allerdings steht das um 1890 errichtete ehemalige Maschinenhaus des Tiefbauschachtes Julius Philipp (nach dem Bergmeister Julius Philipp Heintzmann benannt) der Zeche Hasenwinkel seit 13. Mai 1996 unter Denkmalschutz. Nach der Stilllegung der Zeche wurde es in ein Wohnhaus umgebaut und von 1997 bis 1999 von Architekt Hans-Peter Anders restauriert und beherbergt jetzt einen Wohnbereich und das Architektur-Studio „architektur anders“.

Ehemaliges Maschinenhaus der Zeche Hasenwinkel, heute Architektur-Studio „architektur anders“; Foto Andreas Secci

Ehemaliges Maschinenhaus der Zeche Hagenbeck

Auch ohne Denkmalschutz ist das ehemalige Maschinenhaus der Zeche Hagenbeck in Essen-Altendorf erhalten, wenn auch äußerlich durch Anstrich und andere Maßnahmen ziemlich verschandelt. Die Förderung auf Zeche Hagenbeck wurde 1928 eingestellt, das Maschinenhaus wurde vermutlich Ende des 19. Jahrhunderts errichtet, die Schächte 1 und 2 erhielten 1900 bzw. 1899 ein eisernes Fördergerüst.

Ehemaliges Verwaltungsgebäude der Zeche Hagenbeck

Keine Kommentare: