Freitag, 3. Januar 2014

„Arbeit zeigen. Plastiken und Fotografien 1850 – 1950“

Landschaftsverband Westfalen-Lippe präsentiert Objekte aus der Sammlung Werner Bibl in der historischen Gebläsehalle der Henrichshütte Hattingen

Henrichshütte Hattingen, Hochofen 3

Henrichshütte Hattingen, Hochofen 3

Henrichshütte Hattingen, Hochofen 3, Gießhalle

Nachdem das LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen am 13. April 2013 die historische Gebläsehalle mit dem Ausstellungszyklus „Atelier.Industrie“ mit Werken von Karl Manfred Rennertz wiedereröffnet hat, werden dort nunmehr vom 24. November 2013 bis 23. März 2014 im Rahmen der Ausstellung „Arbeit zeigen. Plastiken und Fotografien 1850 – 1950“ rund 150 Objekte aus der Sammlung Werner Bibl präsentiert. Der ehemalige Manager aus Gelsenkirchen hatte in Jahrzehnten die weltweit größte Sammlung von Arbeiter­skulpturen zusammengetragen, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe am 16. Oktober 2011 übernommen hat. Die so genannten „Salonplastiken“ zeichnen sich nicht nur durch die Namen bekannter Künstler wie Henri Louis Levasseur (* 16. April 1853 in Paris, † 3. November 1934), Constantin Meunier (* 12. April 1831 in Etterbeek, † 4. April 1905 in Ixelles), Bernhard Hoetger (* 4. Mai 1874 in Hörde, † 18. Juli 1949 in Interlaken) oder Elisabeth Baumeister-Bühler (* 22. April 1912 in Thale/Harz, † 13. Juni 2000 in Baden-Baden) aus, die Bronzen geben Einblicke in höchst unterschiedliche Deutungen menschlicher Arbeit und sind sowohl kunstgeschichtlich als auch technik- und sozial­geschichtlich wertvolle Zeugnisse des Industriezeitalters.

„Le Travail“/„Die Arbeit“ von Carlo Nicoli y Manfredi, 1879, vor dem Dampfhammer aus der Fa. Dörrenberg Edelstahl, Engelskirchen, in der Gebläsehalle

Die Präsentation in der Gebläsehalle der Henrichshütte, inmitten historischer Hüttentechnik stellt Mensch und Maschine in einen direkten Zusammenhang. Die Gegenüber­stellung mit zeitgenössischen Fotografien eröffnet Vergleichs­möglichkeiten und neue Perspektiven. Einen Schwerpunkt der Objekte und Fotografien bilden Arbeiter­darstellungen aus der Montanindustrie. Aber auch besonders wertvolle Stücke aus anderen Bereichen wie Textil-, Bau- und Landwirtschaft werden in Szene gesetzt.

Thomas-Konverter aus der Thüringer Maxhütte in der Gebläsehalle

Großgasmaschine von der Georgsmarienhütte in der Gebläsehalle

Großgasmaschine von der Georgsmarienhütte in der Gebläsehalle

„Zwei ein Tau ziehende Männer (Treidler)“ von Henri Louis Levasseur, um 1900, vor der Großgasmaschine in der Gebläsehalle

„Bergmann“, unbekannter Künstler, Porzellan

„Mann am Martinofen“ von Gerhard Adolf Janensch, 1916

„Schmied“ von Gerhard Adolf Janensch, 1897

Die Ausstellung „Arbeit zeigen. Plastiken und Fotografien 1850 – 1950“ ist während der Öffnungszeiten des LWL-Industriemuseums Henrichshütte Hattingen Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr zu sehen, am Freitag sogar bis 21.30 Uhr.

„Schnitter und Garbenbinderin“ von Henri Louis Levasseur, 1916

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