Donnerstag, 12. Dezember 2013

Endspurt für Christos „Big Air Package“ im Gasometer Oberhausen

Installation nur noch bis zum 30. Dezember 2013 geöffnet

Gasometer Oberhausen

Noch bis zum 30. Dezember 2013 ist im Inneren des 117,5 Meter hohen Gasometers mit einem Durchmesser von 67,6 Metern Christos „Big Air Package“ zu sehen, die größte jemals geschaffene aufblasbare Hülle, die ohne ein Skelett auskommt. Mehr als 400.000 Besucher haben sich das außergewöhnliche Kunstprojekt bisher angeschaut; rund zweitausend Gruppen wurden durch die Ausstellung geführt. Zu sehen gibt es neben der 177.000 Kubikmeter fassenden Installation im Inneren des Industriedenkmals auch eine umfangreiche Werkschau, die in großformatigen Bildern die vergangenen und geplanten spektakulären Projekte von Christo und Jeanne-Claude zeigt und auch Original-Stoffproben etwa der Reichstagsverhüllung oder der „Surrounded Islands“ beinhaltet.

„Big Air Package“

Jeder siebte der bisherigen Besucher stammte aus dem Ausland. In den Gästebüchern finden sich Einträge aus nahezu allen Ländern Europas. Aus Christos Wahlheimat, den USA, waren zahlreiche Kunstbegeisterte angereist, aber auch aus fernen Ländern wie Bolivien, Japan oder von den Seychellen. Die BBC hatte das „Big Air Package“ im Internet zum Bild des Tages erhoben, sogar in Indien wurde das Kunstereignis von den Medien wahrgenommen.

Christo

„Bei meinen Besuchen in Oberhausen habe ich gesehen, wie intensiv die Gäste die Installation zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten auf sich haben wirken lassen. Das hat mich sehr gefreut – auch für den Gasometer Oberhausen, der ein wirklich einzigartiger Ausstellungsort ist“, erklärte Christo. Insgesamt vier Mal war der Künstler selbst vor Ort. Eine mehrere hundert Meter lange Schlange bildete sich vor dem Eingang des Gasometers, als der 78-jährige zur Eröffnung der Ausstellung eine Signierstunde gab. Zuletzt stand Christo einer ausgewählten Gruppe von Studierenden der Folkwang Universität der Künste sowie neugierigen Besuchern für eine lebhafte Fragestunde im Inneren des „Big Air Package“ zur Verfügung.

Jeanette Schmitz, Geschäftsführerin der Gasometer Oberhausen GmbH: „Wir sind sehr stolz, einen solch außergewöhnlichen Künstler zu Gast zu haben. Diese Weltsensation hat Oberhausen und den Gasometer als Ausstellungshalle in den Fokus der internationalen Kunstszene gerückt. Christo hat mit seinem „Big Air Package“ den 100 Meter hohen Innenraum auf einzigartige Weise genutzt und verwandelt. Der Erfolg dieser Ausstellung stellt die Kontinuität unserer Kulturarbeit und deren Bedeutung für die Region eindrucksvoll unter Beweis.“

Christos originalen Entwürfe im Kabinett der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen

Rund zehntausend Besucher sahen Christos Original-Entwürfe des „Big Air Package“ in der nahe gelegenen LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen. Direktorin Dr. Christine Vogt: „Wir sind sehr zufrieden mit dieser gelungenen Kooperation und ich bin sicher, dass sich bis zum 30. Dezember noch viele Fans hier her auf den Weg machen werden.“


2014 im Gasometer Oberhausen: „Der schöne Schein“

Die Ausstellung „Der schöne Schein“ im Gasometer Oberhausen bringt im kommenden Jahr (Beginn: 11. April 2014) bedeutende Kunstwerke aus den großen Museen der Welt an einem Ort zusammen. Sie nimmt die Besucher mit auf eine faszinierende Reise durch die verschiedensten Kulturen und Zeitalter der Menschheit und führt uns von der Antike bis zu Picasso. Mehr als 150 großformatige Fotografien und originalgetreue Abgüsse eröffnen ein Kaleidoskop der Schönheit.

Entwurf der Installation „320° Licht“ von URBANSCREEN im Gasometer Oberhausen 2014, © Gasometer Oberhausen

Die Installation „320° Licht“ der 2005 gegründeten Bremer Künstlergruppe URBANSCREEN nimmt die kathedralenartige Schönheit des Gasometers zum Ausgangspunkt für ein faszinierendes Spiel mit Formen und Licht. In einem Radius von 320 Grad wachsen und verändern sich auf der 100 Meter hohen Innenwand des Gasometers grafische Muster. Der Betrachter erlebt ein Wechselspiel zwischen realem und virtuellem Raum, bei dem sich der Gasometer in seine eigenen, filigranen Strukturen aufzulösen scheint und schließlich doch immer wieder zu seiner klaren Form zurückfindet. Mit fast 20.000 Quadratmetern bespielter Fläche wird die Installation zu den größten und technisch anspruchsvollsten Innenraumprojektionen weltweit gehören.

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