Sonntag, 13. Oktober 2013

Tag der offenen Tür der Stadt Nürnberg

Zu viele offene Türen und zu wenig Zeit

Hauptbahnhof

Vom 11. bis 13. Oktober 2013 veranstaltete die Stadt Nürnberg zum 45. Mal ihren Tag der offenen Tür, der alle zwei Jahre vom Presse- und Informationsamt organisiert wird und einen Einblick in die Vielfalt öffentlicher und privater Einrichtungen ermöglichen soll. Bei über 100 beteiligten Einrichtungen war die Auswahl natürlich nicht ganz einfach, und so habe ich auch in Anbetracht des Wetters das DB Museum besucht, das am 12. und 13. Oktober ein Familienfest mit Attraktionen für kleine und große Besucher angeboten hat.

„Schnellfahrlokomotive“ E 03 001, Hersteller Henschel-Werke AG Kassel, Baujahr 1965 mit Wagen der Ersten Klasse D-DB 6180 18-94 010-5

Schaut man in die freie Enyklopädie Wikipedia, was einen Tag der offenen Tür in Deutschland auszeichnen soll, so erfährt man, dass es das „Ziel solcher Tage sei, sich über nicht zugängliche Einrichtungen oder dessen in der Regel nicht öffentlich zugänglichen Bereiche informieren zu können“, und dass „der Besuch der Einrichtung in der Regel kostenlos“ sei. Teilweise werde auch „noch ein Rahmen­programm oder ein Fest der jeweiligen Einrichtung veran­staltet“. Das Haupt­augen­merk dürfte für viele wohl auf dem kostenlosen Besuch liegen, wohingegen beim Familienfest im DB Museum die üblichen Eintrittspreise galten, dafür gab es dann aber kostenlose Mitfahrten auf der 2007 im Dampflokwerk Meiningen originalgetreu nachgebauten „Adler“ und stündlich Fahrten des Intercity-Zuges des DB Museums rund um Nürnberg. Angekündigt war weiterhin ein von einer Kleinlokomotive gezogener Pendelzug, der die Besucher vom Freigelände des DB Museums zum Startpunkt „Steinbühl“ bringen sollte, doch der fuhr aus technischen Gründen nicht, wie ich auf Nachfrage erfahren habe, stattdessen fuhr der Intercity am Hauptbahnhof ab.

110 002-3, Schnellzuglok der DB (Prototyp), Hersteller Krupp/Brown, Boveri & Cie., Baujahr 1952

Positiv aufgefallen ist mir beim Besuch des Familienfestes im DB Museum das Personal, das sich jederzeit freundlich und zuvorkommend bemüht hat, Fragen zu beantworten und auch das ein oder andere Mal ohne Nachfrage zusätzliche Details zu den ausgestellten Exponaten erläutert hat. Leider ist solches Verhalten viel zu selten anzutreffen, so dass ich es an dieser Stelle besonders hervorheben möchte.

111 024-6, Hersteller Krauss-Maffei, Fabriknummer 19761, Baujahr 1976

Versuchs-Elektrolokomotive E 44 001, Hersteller Krauss-Maffei/Siemens-Schuckertwerke (elektrischer Teil), Baujahr 1930

Diesellokomotive V 36 108, Diesellok der Wehrmacht für den Einsatz in militärischen Anlagen, Hersteller Berliner Maschinenbau AG, Baujahr 1940

Der beim Familienfest des DB Museums eingesetzte Adler hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Das Original fuhr am 7. Dezember 1835 erstmals offiziell die Strecke zwischen Nürnberg und Fürth. Der erste weitgehend originalgetreue Nachbau wurde 1933 bis 1935 im Ausbesserungswerk Kaiserslautern erstellt. Nachdem dieser bei einem Brand im Depot des Verkehrsmuseums am 17. Oktober 2005 schwer beschädigt wurde, wurde er von April bis Oktober 2007 im Dampflokwerk Meiningen rekonstruiert. In der Fahrzeughalle I des DB Museums befindet sich außerdem ein rollfähiger, 1952 in den Ausbildungswerkstätten der Deutschen Bahn in München-Freimann erstellter Adler. Weiterhin befindet sich der Personenwagen Nr. 8 der zweiten Wagenklasse der Bayerischen Ludwigsbahn, Baujahr 1835 (1838 und 1846 umgebaut) als ältestes Eisenbahnfahrzeug Deutschlands in den Ausstellungsräumen des DB Museums.

Adler

Familienfest im DB Museum

Handwerkerhof mit Königstorturm

Im Anschluss an den Museumsbesuch noch ein kleiner Spaziergang durch die Nürnberger Innenstadt, viel zu wenig Zeit, um all die Dinge anzuschauen, die es in Nürnberg noch zu sehen gibt.

Neues Museum – Staatliches Museum für Kunst und Design

Heilig-Geist-Spital

Albrecht-Dürer-Haus

Schöner Brunnen

Kunstuhr am Westportal der Frauenkirche („Männleinlaufen“)

Begehbarer Brunnen „Hexagonal Water Pavilion“ von Jeppe Hein vor dem Neuen Museum – Staatliches Museum für Kunst und Design

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