Mittwoch, 4. September 2013

Ankündigung: „1re Nuit de la Photographie“

Fotografische Träume am Wissenschaftspark Gelsenkirchen

Am Samstag, 14. September 2013 findet nach Einbruch der Dunkelheit am Wissenschaftspark Gelsenkirchen die erste „Nuit de la Photographie“ statt. Die Veranstaltung in Gelsenkirchen hat ein berühmtes Vorbild: das älteste aller Fotofestivals, das seit 1969 jährlich in Südfrankreich stattfindende „Les Rencontres d´Arles“. „Wer einmal in Frankreich dabei war, vergisst das nie. Diesen Raum für ein gemeinsames Fest in toller Atmosphäre möchten wir nun auch im Ruhrgebiet mit der ersten „Nuit de la Photographie“ allen Fotobegeisterten von nah und fern bereitstellen“, erklärt bild.sprachen-Projektleiter Peter Liedtke den französischen Titel dieser Veranstaltung, der mit Picknick und rotem Wein, Käse und Baguette auch seine kulinarische Entsprechung finden soll. Nach Einbruch der Dunkelheit will das Fotografieprojekt bild.sprachen großformatige Fotos im Außengelände vor dem See des Wissenschaftsparks Gelsenkirchen projizieren. Mit musikalisch untermalten Interpretationen sollen die fotografischen Serien zum Träumen anregen.

1re Nuit de la Photographie, © bild.sprachen

Zuvor wird um 19 Uhr die Ausstellung „Tief im Westen – Das Ruhrgebiet von 1950 – 1969“ mit Fotografien von Hans Rudolf Uthoff im Wissenschaftspark eröffnet. Der Fotograf Hans Rudolf Uthoff (* 23. August 1927 in Hannover) arbeitete in den fünfziger und sechziger Jahren für die „Hüttenzeitung“ des Bochumer Vereins. In dieser Zeit des Wirtschaftswunders fotografierte er verschiedene Reportagen unter dem Begriff „Mensch und Maschine“ und schuf ein eindrückliches Porträt des erstarkten Ruhrgebiets. „Was macht der Maschinist, der Schmelzer, der Dreher nach der Schicht?“ war die Frage, die Uthoff zu immer neuen Bildern antrieb. Die ersten Super­märkte, Modenschauen, Seifenkisten- und Go-Kart­rennen, Turnvereine, die Reise der ersten Arbeits­migranten von Istanbul nach Dortmund, Taubenväter und Sportvereine, das Institut für Weltraumforschung, die alten Damen mit ihren Butterstullen in der Villa Hügel, die Eröffnung der Ruhr­fest­spiele und des Musiktheaters Gelsenkirchen sind nur einige der Bilder und Themen, die uns das Lebensgefühl einer vergangenen Zeit „Tief im Westen“ nahe bringen. Die Ausstellung ist bis 2. November 2013 Montag bis Freitag von 6 bis 19 Uhr und am Samstag von 7.30 bis 17 Uhr zu sehen. Der Eintritt zur Vernissage sowie an allen weiteren Ausstellungstagen ist frei.

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