Sonntag, 4. August 2013

EMSCHERKUNST.2013: „Künstler vor Ort“

Apolonija Šušteršič stellt im Rahmen der Veranstaltungs­reihe „Künstler vor Ort“ ihr Projekt „PLAY_LAND“ vor

Apolonija Šušteršič

Die Slowenin Apolonija Šušteršič (* 1965 in Ljubljana) hat in Zusammenarbeit mit banz+riecks Architekten und wbp Landschaftsarchitekten „PLAY_LAND“ geplant, ein neues Jugendzentrum mit angebundenem Spielplatz am Holtener Feld in Oberhausen, wo ein Jugendtreff mit Spielplatz abgerissen werden muss, um den Bau des Abwasserkanals Emscher zu ermöglichen. In die Planung der Skateranlage war auch Skateboarder und Landschaftsarchitekt Mark van der Eng vom Ingenieurbüro Carve in Amsterdam involviert. (Mark van der Eng wird auch den Betonguss-Workshop leiten, bei dem vom 19. August bis 8. September 2013 Betonelemente für den Grillplatz des Jugendtreffs gegossen werden sollen.) In Workshops bezieht Apolonija Šušteršič Kinder, Jugendliche und deren Eltern aus dem Einzugsgebiet in Oberhausen-Holten mit in die Gestaltung des Areals ein und plant gemeinsam mit ihnen das Spielplatz­gelände und den neuen Skaterpark. Der partizipatorische Ansatz ist ein wichtiger Bestandteil ihrer künstlerischen Arbeit. Am 3. August 2013 hatte sich eine einstellige Anzahl von Interessierten zu der Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungs­reihe „Künstler vor Ort“ am Jugentreff eingefunden, von denen niemand aus Oberhausen-Holten kam. Auch die Teilenhmer des zweiten BAUCAMP-Workshops, in dessen Verlauf Möbel für den Außenbereich gebaut werden sollen, waren vor Ort, jedoch zum größten Teil Studenten des Royal College of Art, London, wo Apolonija Šušteršič noch bis September 2013 tätig ist. Und da stellt sich mir dann die Frage, wie Partizipation (Beteiligung, Teilnahme, Mitwirkung…) entstehen soll, wenn nicht einmal Interesse vorhanden ist…

Wasserspielplatz

Stencil Graffiti

Stencil Graffiti

Hatte es in der Ankündigung für die Veranstaltung geheißen: „Für den Besuch der Teilabschnitte der Baustelle werden wetterfeste Kleidung und angemessenes Schuhwerk empfohlen“, so lag zumindest die Vermutung nahe, dass im Rahmen der Veranstaltung tatsächlich die Baustelle begangen wird. Doch schon wieder einmal weit gefehlt, selbst von anderer Stelle explizit als Baustellenführung bezeichnete Veranstaltungen haben sich beim Besuch als „Führung um die Baustelle“ erwiesen, und so verhielt es sich auch in diesem Fall. Nun ist nicht anzunehmen, dass man auf der Baustelle tatsächlich sehr viel mehr gesehen hätte als vom Bauzaun, aber aus der Entfernung fehlt einfach die haptische Wahrnehmung. Um es überspitzt darzustellen: Wenn ich mir etwas aus der Entfernung anschauen möchte, so kann ich mir auch gleich Fotos im Internet anschauen und mich dort informieren. Dadurch wird aber zumindest meine persönliche Neugierde nicht gestillt.

Skateranlage

Verbindliche Regeln zur Nutzung der Skateranlage

Hinweis an der Skateranlage

Baustelle Jugendtreff

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