Freitag, 12. Juli 2013

EMSCHERKUNST.2013: „Kunst & Ökologie“/„Blowin´ freeday“

Experten unter sich/Flubber als Kunstwerk

Überschaubare Diskussionsrunde an der Videoskulptur „Vertigo“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe „KlimaWandel(n) am Fluss“

Stand am heutigen Freitag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „KlimaWandel(n) am Fluss“ ein „Klimagespräch am Fluss“ am Alten Pumpwerk in Duisburg-Beeck auf dem Veranstaltungs­programm der EMSCHERKUNST.2013, bei dem interessierte Bürger mit Experten des Netzwerkes dynaklim (Dynamische Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels in der Emscher-Lippe-Region, Martina Nies, Marko und Thomas Siekmann, Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen e. V. und Joachim Liesenfeld, Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung e. V.) und den beiden Künstlerinnen Sabine Haubitz und Stefanie Zoche (Haubitz+Zoche) über den Umgang mit Starkniederschlägen in unseren Städten diskutieren konnten, und was Kunst in diesem Kontext leisten kann, so galt es jedoch ein viel handfesteres, aktuelles Problem zu lösen, nämlich die durch den Verkehrskollaps aufgrund eines Kabelbrandes unter einer Brücke der Bundesautobahn 3 bei Oberhausen-Lirich erschwerte Anfahrt zum Alten Pumpwerk in Duisburg-Beeck. Ob es nun daran gelegen hat, oder ob schlicht und ergreifend das Interesse der Bürger an solchen Themen an einem Freitagnachmittag gegen Null geht, darüber dürfen/sollten sich die Experten Gedanken machen, aber wenn mehr Experten und Medienvertreter als interessierte Bürger bei solch einer Veranstaltung anwesend sind, so läuft da aus meiner Sicht eindeutig etwas schief in der Planung und Ausrichtung des Veranstaltungsprogramms.

„Connecting Views“ von Jeppe Hein

Das Interesse einer breiten Öffentlichkeit am „Blowin´ freeday“ im Containerdorf der KunstVereineRuhr auf dem Gelände des Stadtsportbundes Oberhausen war augen­schein­lich auch nicht sehr viel größer, hier schienen mir in der Mehrzahl von den beteiligten Künstlern eingeladene Besucher zur Vernissage von „HÜPFEN“ von Katrin Wegemann und der Filmperformance „Die Geschichte der Agenten Von der Bude gegenüber Tor 1 von Krupp Rheinhausen 1981 – 2006“ der Künstlergruppe Lichtkontrolle gekommen zu sein.

„Blowin´ free“ „Darkroom“ der KunstVereineRuhr

Katrin Wegemann bespielt den Ausstellungscontainer mit fluoreszierenden Gummibällen, für die sie sich von einem Maschinenbauer eine Art „Ziehungsgerät“ bauen lassen hat, ähnlich dem Ziehungsgerät für die Lottozahlen, welches diese programmiert in den „Darkroom“ auswirft. Das mag auf den ersten Blick unkontrolliert erscheinen, aber die Bewegung gehorcht natürlich vollständig den Erhaltungssätzen der Physik. Ein ausgesprochen beruhigendes Gefühl, dass Bildende Kunst mitunter nicht ohne Ingenieurskunst auskommt. Wobei man sich keine ernsthaften Gedanken um seine Gesundheit machen müsste, auch wenn darauf hingewiesen wird, dass das Betreten des Ausstellungs­containers auf eigene Gefahr geschieht, die Gummibälle werden nicht mit einer Ballwurfmaschine auf die Besucher „geschossen“. Kinder, die an diesem Abend auf dem Gelände des Stadtsportbundes spielten, fanden die Installation scheinbar dennoch so aufregend, dass sie im Ausstellungs­container kreischten wie auf der Achterbahn. Die Leuchtkraft der fluoreszierenden Gummibälle ist ziemlich gering, Fotos von den springenden Flummis gibt es… hier jedenfalls nicht. Das Kunstwort Flummi geht übrigens auf die Walt-Disney-Filmkomödie „Der fliegende Pauker“ zurück, in der Professor Ned Brainard eben jenes fliegende Gummi entdeckt. Wer in den nächsten Tagen (bis 17. Juli 2013) am Besucherzentrum der EMSCHERKUNST in Oberhausen vorbei kommt, sollte einfach einen Blick „riskieren“ und sich sein eigenes Bild machen.

Stilisierte Darstellung eines springenden Gummiballs

Duo OUWE aus Dorsten

Detail aus „Aus der Aufklärung“, 1000 Zelte, 110 × 250 × 210 cm von Ai Weiwei


Freitag, 19. Juli 2013

„Wanne Eickel“ von Johannes Gramm, Kunsthaus Essen im Ausstellungs-Container

Die KunstVereineRuhr zeigen vom 20. bis 31. Juli 2013 in ihrem Ausstellungs-Container die Videoarbeit „Wanne Eickel“ von Johannes Gramm (* 1964 in Essen), Kunsthaus Essen, eine Referenz an seine umfangreichen Bildmontagen.

Videostill aus „Wanne Eickel“ von Johannes Gramm, Kunsthaus Essen

Videostill aus „Wanne Eickel“ von Johannes Gramm, Kunsthaus Essen

„Blowin´ free“ Containerdorf der KunstVereineRuhr

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