Samstag, 20. Juli 2013

EMSCHERKUNST.2013: „Künstler vor Ort“

Anna Witt stellt im Rahmen der Veranstaltungs­reihe „Künstler vor Ort“ ihr Projekt „Breaking new“ vor

Künstler-Hauptquartier des Projekts „Breaking new“ an der Wiesenstraße

Bei dem gemeinsam von Anna Witt (* 1981 in Wasserburg am Inn) und Uglycute (1999 in Stockholm von dem Innen­architekten Andreas Nobel, dem Architekten Fredrik Stenberg sowie den Künstlern Markus Degerman und Jonas Nobel gegründet) entwickelten Projekt „Breaking new“ wird in Duisburg-Marxloh Sperrmüll und andere Reststoffe zu Designermöbeln „aufgearbeitet“ – Mitnehmen ausdrücklich erlaubt. Das Künstler-Hauptquartier an der Wiesenstraße/Ecke Dahlstraße (51°30’21,63” N, 6°44’56,52” E) – die ehemalige Diskothek „Club American“ – dient als Lager, Versammlungs­ort, Dokumentations-Archiv und Anlaufstelle für Besucher. „Das Thema Sperrmüll sorgt in der Region für Kontroversen, was mich auf die Idee brachte, ihn als Ressource zu betrachten. „Breaking new“ will nicht auf ein Problem verweisen, sondern produktiv damit umgehen“, sagte Anna Witt über ihre ersten Erfahrungen. Zum charakteristischen Design der „aufgearbeiteten“ Designermöbel gehört der kupferfarbene Stoff, mit dem die Möbelstücke abschließend überzogen werden, in Anspielung auf die Hochzeitsmeile und die rostende Industrie in Duisburg-Marxloh.

Anna Witt und Katja Aßmann

An diesem Wochenende war Anna Witt eigens aus Wien angereist, um zusammen mit Katja Aßmann, der künstlerischen Leiterin von Urbane Künste Ruhr, interessierten Besuchern Einblicke in ihr performatives Kunstprojekt „Breaking new“ in Duisburg-Marxloh zu geben. Und da der Schwerpunkt der Performance der Prozess des Produzierens funktionaler Objekte ist, ging es nach einer Einführung im Künstler-Hauptquartier an der Wiesenstraße zu einem „Schauplatz“ an der Dahlstraße, an dem ein mobiles Konstruktionsteam die Arbeitsweise demonstrierte. Das zusammen mit Uglycute entwickelte Design kann von den Performern eigenständig und variabel umgesetzt werden.

„Breaking new“ an der Dahlstraße

„Breaking new“ an der Dahlstraße

Anna Witt stellt ihr Projekt „Breaking new“ vor: „Einer arbeitet – alle anderen schauen zu“

Anna Witt stellt ihr Projekt „Breaking new“ vor: „Einer arbeitet – alle anderen schauen zu“

„Breaking new“ an der Dahlstraße

„Breaking new“ an der Dahlstraße: fertig…

Übrigens, der Sessel, an dem Anna Witt selbst mit Hand angelegt hat, fand heute reißenden Absatz und wurde dem Konstruktionsteam beinahe „entrissen“.

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