Dienstag, 4. Juni 2013

„Zeig mir den Himmel“ in Oberhausen

Die musicalischen Nonnen kommen nach Nordrhein-Westfalen

Nachdem bereits vor geraumer Zeit durch die Ausschreibung einer Audition für die Premiere des Musicals „Sister Act – Ein himmlische Musical“ im Metronom Theater Oberhausen die Nachfolgeproduktion zu „Ich war noch niemals in New York“ bekannt geworden war, macht Stage Entertainment „Sister Act – Ein himmlische Musical“ nunmehr mit der Eröffnung des Kartenvorverkaufs für Aufführungen ab dem 5. Dezember 2013 auch offiziell publik. Die Ticketpreise bewegen sich in vergleichbarer Höhe wie bei der Vorgängerproduktion, doch wer redet bei offiziellen Ankündigungen schon von Ticketpreisen und dass das Ruhrgebiet besonders von Armut bedroht ist? Im fünftgrößten Ballungsgebiet Europas gibt es sehr hohe Armutsquoten mit seit Jahren steigender Tendenz, das beweist schließlich der jüngst veröffentlichte Bericht des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

Stage Entertainment jubelt jedenfalls „Halleluja, dieses Musical schickt der Himmel!“ Und dabei erlebte die Produktion doch erst am 9. Dezember 2012 im Stuttgarter Apollo Theater ihre Premiere, auch für Oberhausen ist nur eine „kurze“ Spielzeit angekündigt. Der Kartenvorverkauf ist augenblicklich erst bis zum Sonntag, 30. März 2014 freigeschaltet, eine lediglich viermonatige Spielzeit wäre jedoch aus meiner Sicht wirtschaftlich überhaupt nicht vertretbar, so dass die Produktion in Oberhausen womöglich doch bis zum Herbst 2014 verlängert wird.

Die Handlung des Spielfilm „Sister Act“ von Joseph Howard mit Whoopi Goldberg, auf dem das Musical basiert, dürfte hinlänglich bekannt sein, das Musical verlegt diese in die Disco-Szene des Jahres 1978. Sängerin Deloris van Cartier wird Zeugin eines Mordes, den Gangsterboss Curtis Shank verübt. Fortan steht sie ebenfalls auf seiner „Abschussliste“, und der Polizeibeamte Eddie Fritzinger versteckt sie zu ihrem Schutz im Kloster. Mutter Oberin „verdonnert“ die so gar nicht fromme Schwester Mary Clarence alias Deloris van Cartier zur Leitung des ausgesprochen unmusikalischen Nonnenchors. Unter ihrer Leitung wird daraus jedoch ein stimmgewaltiger Gospelchor, der auch das Interesse der Presse weckt. Prompt erfährt Curtis Shank von ihrem Versteck und spürt sie dort auf. Doch ihre Mitschwestern und Eddie Fritzinger können Schlimmeres verhindern, und die Gangster werden verhaftet. Am Ende hat sich natürlich alles zum Guten gewendet, Deloris van Cartier bekommt den erhofften Auftritt im legendären New Yorker Club „Studio 54“, und verhilft obendrein auch ihrem liebgewonnenen Nonnenchor zu einem erfolgreichen Auftritt für den Papst.

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