Dienstag, 31. Juli 2012

Unsere Stadt soll schöner werden

Graffiti gegen Schmiererei

Transformatorenstation, Standort an der ehemaligen „Oase“

Jeder kennt das Problem, oft stehen Transformatorenstationen, in denen die elektrische Energie aus dem Mittelspannungsnetz auf die haushaltsübliche Spannung umgewandelt wird, unbeachtet am Straßenrand und werden obendrein durch Schmierereien verunstaltet. Vor einem Jahr startete ein engagierter Altendorfer eine Initiative zur Verschönerung seines Wohnumfelds und konnte die RWE Deutschland AG davon überzeugen, seine Pläne zu unterstützen. Für die Kunstaktion konnte Pascal Maßbaum gewonnen werden, der drei Transformatorenstationen in der Nöggerathstraße mit einer Dschungel- und Wüstenlandschaft und einer Unterwasserwelt gestaltet hat. Die Realisierung wurde von der RWE Deutschland AG finanziert.

Transformatorenstation, Standort Nöggerathstraße 74


Transformatorenstation, Standort Nöggerathstraße 90

Da die Kunstaktion im vergangenen Jahr sehr gut bei den Anwohnern angekommen, entschied man sich, diese Maßnahme zu wiederholen, zumal sich herausgestellt hat, dass unkontrollierte Schmierereinen auf den professionell gestalteten Transformatorenstationen kein Problem mehr darstellen. Und so hat Pascal Maßbaum in diesem Jahr erneut Trafostationen in Essen-Altendorf mit einer Südseelandschaft, einem Gebirge mit einem Haus am See und weiteren Motiven gestaltet. Dass die professionelle Gestaltung Vandalismus gänzlich verhindert, ist allerdings infrage zu stellen. Die neu gestalteten Trafostationen zeigen bereits erste Anzeichen.

Transformatorenstation, Standort Lichter Weg 8


Transformatorenstation, Standort Heinrich-Strunk-Straße 150


Transformatorenstation, Standort Hedwig-Drahnsfeld-Platz 11


Transformatorenstation, Standort Bockmühlenweg 25


Transformatorenstation, Standort Graßmannstraße 1


Transformatorenstation, Standort Bockmühlenweg 1


Transformatorenstation, Standort Martin-Vollmar-Straße 1


Transformatorenstation, Standort Riemannstraße 1

Sonntag, 29. Juli 2012

FreilichtSpiele Tecklenburg: Hairspray

„Hairspray“ – nach dem gleichnamigen Film von John Waters aus dem Jahr 1988; Musik: Marc Shaiman; Liedtexte: Scott Wittman und Marc Shaiman; Buch: Mark O´Donnell und Thomas Meehan; Deutsche Bearbeitung: Jörn Ingwersen (Dialoge), Heiko Wohlgemuth (Songs); Inszenierung: Andreas Gergen; Choreografie: Danny Costello; Bühne: Susanna Buller; Kostüme: Karin Alberti; Musikalische Leitung: Klaus Hillebrecht. Darsteller: Ilse La Monaca (Tracy Turnblad), Andreas Lichtenberger (Edna Turnblad), Mathias Schlung (Wilbur Turnblad), Jana Stelley (Penny Pingleton), Michael Ernst (Corny Collins), Nicky Wuchinger (Link Larkin), Maja Sikora (Amber von Tussle), Kerstin Marie Mäkelburg (Velma von Tussle), Amanda Whitford (Motormouth Maybelle), Gino Emnes (Seaweed J. Stubbs), Walesca Frank (Little Inez), Erik Minsk (Mr. Pinky/Mr. Spritzer u. a.), Anne Welte (Prudy Pingleton u. a.), Hakan T. Aslan (Red), Vanessa Atuh (Lorraine), Lucy Costelloe (Shelley), Kevin Foster (Sketch/Stooie), Andrew Hill (IQ), Gina Marie Hudson (Pearl), Rupert Markthaler (Fender), Denise Obedekah (Peaches), Jane Reynolds (Trix), Jaime Rodney (Gilbert), Marthe Römer (Tammy), Andrea Sanchez del Solar (Cindy), Fernando Spengler (Thad), Jürgen Strohschein (Brad), Yael de Vries (Brenda), Julius Williams III. (Duane) und Elena Zvirbulis (Lou Ann). Uraufführung: 15. August 2002, Neil Simon Theatre, New York City, USA. Deutschsprachige Erstaufführung: 15. April 2008, Theater St. Gallen, Schweiz. Deutsche Erstaufführung: 6. Dezember 2009, Musical Dome, Köln. Premiere: 27. Juli 2012, FreilichtSpiele Tecklenburg.



„Hairspray“


Open-Air-Produktion der FreilichtSpiele Tecklenburg


John Waters schrieb das Drehbuch und führte bei „Hairspray“ Regie, der Film kam am 26. Februar 1988 in die amerikanischen Kinos. Devine (* 19. Oktober 1945 in Towson, Maryland, † 7. März 1988 in Los Angeles, Kalifornien, mit bürgerlichem Namen Harris Glenn Milstead) spielte die Rolle der Edna Turnblad. Kurze Zeit nach der Premiere verstarb Devine an Herzversagen, er wog zum Zeitpunkt seines Todes 170 kg. Die amerikanische Talkshowmoderatorin und Schauspielerin Ricki Lake gab in der Rolle der Tracy Turnblad ihr Filmdebüt. Die beiden Autoren Marc O´Donnell und Thomas Meehan haben die Filmhandlung ein wenig aufgemöbelt und kleine Anspielungen auf Teenager Musicals wie „Grease“ hinzugefügt. Komponist Marc Shaiman und Texter Scott Wittman haben die Songs zu dem Musical beigesteuert, das am 15. August 2002 am Neil Simon Theatre seine Premiere am Broadway feierte. Das Musical war 2003 für 13 Tony Awards nominiert, wovon es 8 Auszeichnungen auch tatsächlich erhalten hat, u. a. als Bestes Musical, für das beste Musicallibretto und die beste Originalmusik. Adam Shankman hat das Musical mit John Travolta als Edna Turnblad, Michelle Pfeiffer als Velma von Tussle, Queen Latifah als Motormouth Maybelle und Zac Efron als Link Larkin verfilmt, der Film kam am 20. Juli 2007 landesweit in die amerikanischen Kinos. Die Musicalverfilmung von Adam Shankman spielte 202 Millionen US-Dollar ein.

Michael Ernst (Corny Collins) und Maja Sikora (Amber von Tussle)


Nicky Wuchinger (Link Larkin)


Jana Stelley (Penny Pingleton) und Ilse La Monaca (Tracy Turnblad)

Baltimore, MD im Jahr 1962: Die pummelige Tracy Turnblad träumt davon, in der „Corny Collins Show“ mitzutanzen, in der Jugendliche neue Tänze wie den Twist, Mashed Potato und Madison vortanzen. (Die „Corny Collins Show“ ist von der real existierenden „Buddy Deane Show“ bei dem Fernsehsender WJZ-TV in Baltimore inspiriert, die 1957 bis 1964 von Winston J. „Buddy“ Deane (* 2. August 1924 in St. Charles, Arkansas, † 16. Juli 2003 in Pine Bluff, Arkansas) moderiert wurde.) Natürlich sind dort nur die vermeintlich attraktivsten, weißen Teenager der Stadt vertreten, und als Tracy Turnblad mit ihrer besten Freundin Penny Pingleton zum Vortanzen für die „Corny Collins Show“ geht, wird sie natürlich von der Produzentin der Show, Velma von Tussle, abgewiesen, die ihre eigene Tochter Amber protegiert. In der Schule lernt Tracy beim Nachsitzen von Seaweed J. Stubbs neue Tanzschritte, und so gelingt es ihr schließlich doch, auf sich aufmerksam zu machen und in der „Corny Collins Show“ als Tänzerin im Ensemble aufgenommen zu werden, zum Entsetzen von Velma von Tussle und dem Hauptsponsor, Mr. Spritzer von „Ultra Clutch Hairspray“. Dennoch steigt Tracy rasch zum Star der Show auf, und wird zum Aushängeschild von „Mr. Pinky´s Hefty Hideaway“. Bei einer Party im Schallplatten-Geschäft von Seaweeds Mutter, Motormouth Maybelle, ruft Tracy zu einem Protestmarsch zum Fernsehstudio gegen die Rassen-Trennung in der „Corny Collins Show“ auf, in der Schwarze nur einmal monatlich am „Negro Day“ auftreten dürfen. Die Demonstrationsteilnehmer werden von der Polizei verhaftet und ins Gefängnis gesperrt.

Nicky Wuchinger (Link Larkin) und Ilse La Monaca (Tracy Turnblad)


Ilse La Monaca (Tracy Turnblad)


Ilse La Monaca (Tracy Turnblad) und Michael Ernst (Corny Collins)

Wilbur hinterlegt eine Kaution, damit die Frauen aus dem Gefängnis entlassen werden, mit Ausnahme seiner Tochter Tracy, die wegen Velma von Tussles Intrigen allein zurückbleibt. Edna kann inzwischen den Traum ihrer Tochter nachvollziehen, sie hat früher selbst davon geträumt, Kleider in Übergrößen zu entwerfen. Gemeinsam erinnern sich Edna und Wilbur an die Vergangenheit und versichern sich ihre Liebe. Unterdessen befreit Link Tracy aus dem Gefängnis, und Seaweed befreit Penny aus dem Gewahrsam ihrer Mutter. Beide Paare bekennen ihre Gefühle zueinander und suchen bei Motormouth Maybelle Unterschlupf. Doch Tracy will sich keinesfalls mit der Rassen-Trennung in der „Corny Collins Show“ abfinden, und so wird ein neuer Plan gefasst. Bei der Wahl zur „Miss Teenage Hairspray" kommt es zum großen Showdown. Ende gut, alles gut … in der Realität haben sich weiße Bürgerrechtsaktivisten im Sommer 1963 an einem „Negro Day“ ins Studio von WJZ-TV geschlichen und die „Buddy Deane Show“ aufgemischt. Diese wurde 1964 abgesetzt, da man die Rassen-Integration dort nicht umsetzen konnte.

Nicky Wuchinger (Link Larkin) und Ilse La Monaca (Tracy Turnblad)


Kerstin Marie Mäkelburg (Velma von Tussle)


Andreas Lichtenberger (Edna Turnblad) und Ilse La Monaca (Tracy Turnblad)

Andreas Gergen ist in diesem Sommer auf „Big, blond und blendend“ abonniert, er hat „Hairspray“ nicht nur in Tecklenburg inszeniert, sondern auch die Produktion der Musik und Theater Saar GmbH in Kooperation mit BB Promotion, die im Deutschen Theater München und inzwischen im Zeltpalast Merzig gezeigt wird. Inwiefern sich dadurch Synergieeffekte ergeben haben, kann ich nicht beurteilen, da ich die letztgenannte Produktion nicht gesehen habe. Andreas Gergen verleiht der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung gegen die Diskriminierung der schwarzen Bevölkerung ein klein wenig mehr Gewicht, indem er zu Beginn die Rede „I have a dream“ von Martin Luther King jr. am 28. August 1963 in Washington D.C. einspielen lässt und so den Hintergrund des Stückes aufzeigt. Im Großen und Ganzen tut er aber gut daran, es bei Anspielungen zu belassen und „Hairspray“ auch in Tecklenburg als Gute-Laune-Musical zu zeigen, niemand erwartet bei diesem Musical ein tiefsinniges Rassismus-Drama. Wie bereits in München und Merzig arbeitet Andreas Gergen auch in Tecklenburg mit Choreograf Danny Costello zusammen, der mit seinen rasanten Tanznummern für ganz gehörigen Drive sorgt. Karin Alberti zeichnet auch bei „Hairspray“ für die zeitgemäßen Kostüme verantwortlich, das ein oder andere Kostüm kommt einem allerdings aus früheren Inszenierung sehr bekannt vor. Als Spaßverderber hat sich am Premierenabend die Tontechnik erwiesen. Häufig wurden Mikrofone zu spät aufgesteuert, dafür wurde das Mikrofon von Nicky Wuchinger so weit ausgesteuert, dass es häufig zu Rückkopplungen kam. Sicherlich wird sich das in den nächsten Vorstellungen beheben lassen, aber um solche Abstimmungsprobleme zu beheben, gibt es eine Generalprobe, das dürfte auch in Tecklenburg so sein. Sonst darf man die Premiere nicht als solche deklarieren, sondern eben als Preview. Dann hätte ich dafür Verständnis, aber nicht bei einer Premiere.

Amanda Whitford (Motormouth Maybelle)


Kerstin Marie Mäkelburg (Velma von Tussle)


Andreas Lichtenberger (Edna Turnblad)

Wenngleich man in Tecklenburg nicht auch noch Stars mit Promifaktor für „Hairspray“ engagiert hat, so kann sich das Ensemble doch auch hier mehr als nur sehen lassen. Mit Ilse La Monaca (Tracy Turnblad), Amanda Whitford (Motormouth Maybelle) und Walesca Frank (Little Inez) stehen drei Darstellerinnen aus der deutschsprachigen Erstaufführung in St. Gallen auf der Bühne in Tecklenburg, und Jana Stelley hat die Rolle der Penny Pingleton bereits in der Kölner Produktion gespielt. Die Belgierin Ilse La Monaca versprüht als kleiner Wirbelwind auf der großen Bühne jede Menge Energie, was schon einer ganzen Menge Durchhaltevermögen bedarf, und auch gesanglich weiß sie zu überzeugen. Andreas Lichtenberger (Edna Turnblad) und Mathias Schlung (Wilbur Turnblad) geben schon allein aufgrund ihrer Statur ein komisches Paar ab, Mathias Schlung wirkt im Vergleich zu Andreas Lichtenberger wie eine „halbe Portion“. Aber in ihrer Szene „Du bist zeitlos für mich“ sind sie an Komik nicht zu überbieten. Der ein wenig aufgesetzt wirkende Lachanfall aus der Originalinszenierung wurde durch eine Partner Akrobatik ersetzt, und wenn Andreas Lichtenberger Mathias Schlung durch die Luft wirbelt, muss er lediglich aufpassen, dabei seine Perücke nicht zu verlieren, aber im umgekehrten Fall muss Mathias Schlung womöglich aufpassen, von Andreas Lichtenberger nicht mitgerissen zu werden. Das Publikum konnte sich vor Lachen und Begeisterung kaum noch halten. Jana Stelley liefert auch in Tecklenburg ein überzeugendes Rollenportrait der zurückhaltenden, bisweilen gegen ihre Mutter rebellierenden Penny Pingleton ab, die für die Rolle bekannten Pointen gingen am Premierenabend allerdings (noch) ein wenig unter. Michael Ernst lässt als Fernsehmoderator Corny Collins die „Nicest Kids in Town“ in seiner Show tanzen, und Nicky Wuchinger, der sein Studium im Studiengang Musical/Show an der Universität der Künste Berlin in diesem Jahr abgeschlossen hat, verliebt sich als karrierebewusster Herzensbrecher Link Larkin ausgerechnet in Tracy, sehr zum Missfallen von Amber von Tussle, die von Maja Sikora wunderbar zickig und beschränkt gespielt wird. Kerstin Marie Mäkelburg ist als ihrer arroganten Mutter Velma von Tussle jedes Mittel recht, ihrer Tochter zu dem Ruhm zu verhelfen, der ihr selbst versagt blieb. Amanda Whitford als warmherzige Motormouth Maybelle beschreibt ihr Rollenprofil mit „Big, blond und blendend“ selbst ungemein treffend und mit ihrem eindringlichen „Ich weiß, wo ich war“ erinnert sie daran, dass es nicht nur um das Mittanzen in der „Corny Collins Show“ geht. Gino Emnes hat es als Motormouth Maybelles Sohn Seaweed J. Stubbs Penny Pingleton auf den ersten Blick angetan, mit seinen Tanzkünsten verdreht er ihr im weiteren Verlauf vollends den Kopf. Walesca Frank, die ihr Studium im Studiengang Musical/Show an der Universität der Künste Berlin ebenfalls in diesem Jahr abgeschlossen hat, spielt erneut Seaweeds kleine Schwester Inez, die ebenfalls gern in der „Corny Collins Show“ tanzen möchte, aber aufgrund ihrer Hautfarbe nicht genommen wird. Gegenüber früheren Inszenierungen wurde ihre Rolle in Tecklenburg zusammengestrichen, wodurch sie so gut wie keine Möglichkeit mehr hat, sich vom Ensemble abzuheben.

Gino Emnes (Seaweed J. Stubbs) und Jana Stelley (Penny Pingleton)


Amanda Whitford (Motormouth Maybelle), Andreas Lichtenberger (Edna Turnblad) und Mathias Schlung (Wilbur Turnblad)

Wenn am Ende beinahe schon als Motto der Show „Niemand stoppt den Beat“ erklingt, gibt es sowohl auf der Bühne als auch im Publikum kein Halten mehr. Die „Corny Collins Show“ hat die Rassen-Integration umgesetzt, Penny und Seaweed sowie Tracy und Link haben sich gefunden, und Edna vertraut wieder auf ihre Träume. Wenn dann noch die beschriebenen Tonprobleme beseitigt werden, so kann man auch die Tecklenburger Inszenierung, die noch bis zum 8. September 2012 zu sehen ist, uneingeschränkt als Gute-Laune-Musical bezeichnen.

Ilse La Monaca (Tracy Turnblad)


Andreas Lichtenberger (Edna Turnblad)

Haben Sie selbst „Hairspray“ bei den FreilichtSpielen Tecklenburg schon gesehen? Wie hat Ihnen die Vorstellung gefallen?

FilmSchauPlätze NRW 2012: Gelsenkirchen

„Up in the Air“ im Amphitheater im Nordsternpark

Amphitheater

Ursprünglich sollten die FilmSchauPlätze NRW am 28. Juli 2012 in Gelsenkirchen auf der Halde Rungenberg stattfinden, doch dagegen gab es wohl gewichtige Gründe, so dass die Veranstaltung bereits im Vorfeld in das Amphitheater im Nordsternpark verlegt worden war. Ob dies die ideale Wahl gewesen ist, sei dahingestellt, doch dazu später mehr. Der Nordsternpark ist durch Umgestaltung des Geländes der ehemaligen Zeche Nordstern für die Bundesgartenschau 1997 entstanden. Dabei wurden ehemalige Zechengebäude integriert, das Wohnungsunternehmen Vivawest Wohnen GmbH – entstanden durch Fusion von THS GmbH und Evonik Wohnen GmbH – hat in den erhaltenen und sanierten Gebäuden von Nordstern Schacht 1/2 seinen Verwaltungssitz. Das Amphitheater liegt unmittelbar am Rhein-Herne-Kanal, in unmittelbarer Nähe der Doppelbogenbrücke mit zwei asymmetrischen, aber parallelen Bögen.

Amphitheater

Wie bereits auf der Kokerei Hansa in Dortmund wurde der FilmSchauPlatz in Gelsenkirchen gleichzeitig vom Regionalverbund Ruhr als KinoPicknick im Erlebnisprogramm „Unter freiem Himmel“ im Emscher Landschaftspark veranstaltet, folglich also von der Film- und Medienstiftung NRW und vom Regionalverbund Ruhr finanziert – wie bei allen FilmSchauPlätzen NRW bei freiem Eintritt. Nur kommen die wenigsten Besucher zum Amphitheater zu Fuß, und da ist dann doch die Versuchung für eine dritte, hier nicht genannte Stelle offensichtlich zu groß gewesen, der Versuchung zu widerstehen, den Besuchern Parkgebühren abzuknöpfen und in die eigene Tasche zu wirtschaften, der Eintritt war ja schließlich frei, und von freier Parkplatzbenutzung stand da nichts. Um Missverständnissen bei Ortsunkundigen vorzubeugen: Der Parkplatz am Amphitheater ist tagsüber gebührenfrei zu benutzen. Das Prozedere war mir schon von der ExtraSchicht bekannt, wo ich mir bereits in der Umgebung einen kostenlosen Parkplatz gesucht habe, aber dennoch fällt es unangenehm auf.

Amphitheater

Als von der Film- und Medienstiftung NRW geförderter Kurzfilm stand in Gelsenkirchen „Der goldene Zweig“ (2012, Regie Matthias Zucker) nach einer Kurzgeschichte des Schriftstellers Salman Rushdie auf dem Programm, gefolgt von „Up in the Air“ (2009, Regie Jason Reitman) mit George Clooney als Vielflieger Ryan Bingham. Dem wechselhaften Wetter dürfte es wohl anzulasten sein, dass nicht so viele Besucher den Weg in das Amphitheater gefunden haben wie zu den FilmSchauPlätzen an den lauen Sommerabenden der vergangenen Woche.

Doppelbogenbrücke über den Rhein-Herne-Kanal

Abschließend sei noch auf die beiden Veranstaltungen im Rahmen der FilmSchauPlätze NRW in der kommenden Woche verwiesen, dies sind
  • Mittwoch, 1. August 2012: „Wohnhaft“ (2004, Regie Bernhard Marsch), „Und wenn wir alle zusammenziehen?“ (2011, Regie Stéphane Robelin), Saporishjaplatz in Oberhausen
  • Donnerstag, 2. August 2012: „8 Essen III“ (1996, Regie Thomas Hermel, Rainer Knepperges, Bernhard Marsch, Markus Mischkowski), „Willkommen bei den Sch´tis“ (2008, Regie Dany Boon), Platz vor dem Rathaus in Datteln

Samstag, 28. Juli 2012

Historisches Wochenende auf der Hespertalbahn

(Nicht nur) Nostalgie auf der ganzen Linie

Museumszug mit Krupp Nassdampf-Tenderlokomotive, Typ „Knapsack“

An diesem Wochenende veranstaltet der Verein Hespertalbahn e. V. zum zweiten Mal das „Historische Wochenende“ auf der Hespertalbahn. Am „Historische Wochenende“ verkehrt der Museumszug zwischen dem neuen Bahnsteig in Kupferdreh (unmittelbar gegenüber dem alten Bahnhof Kupferdreh), Zementfabrik und Haus Scheppen im 50 Minuten Takt, der neue Bahnsteig in Kupferdreh kann an diesem Wochenende erstmals genutzt werden. Aufgrund der Bauarbeiten auf der S-Bahnlinie 9 können in diesem Jahr leider keine Lokomotiven aus dem Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen auf der Strecke der Hespertalbahn eingesetzt werden. Somit wurden für den Museumszug die 1961 von der Fried. Krupp AG gebaute Nassdampf-Tenderlokomotive, Typ „Knapsack“, Fabriknummer 3435, sowie die von den Henschel-Werken 1961 gebaute standardisierte Werksbahn-Diesellokomotive DH 360 Ca, Fabriknummer 30321, eingesetzt.

Museumszug mit Krupp Nassdampf-Tenderlokomotive, Typ „Knapsack“


Museumszug mit Henschel Werksbahn-Diesellokomotive, Typ DH 360 Ca, Fabriknummer 30321


Museumszug mit Henschel Werksbahn-Diesellokomotive, Typ DH 360 Ca, Fabriknummer 30321

Neben dem neuen Bahnsteig in Kupferdreh konnte auch die Lokschuppenbaustelle westlich der Sporthalle Essen-Kupferdreh an der Prinz-Friedrich-Straße in Augenschein genommen werden, wo 2013 ein nigelnagelneuer Lokschuppen mit zweistöckigem Sozialgebäude mit Umkleiden und Sanitäreinrichtungen, Aufenthaltsraum, Werkstatt und Ausstellungsraum errichtet werden soll.

Besichtigung der Lokschuppenbaustelle


Henschel Werksbahn-Diesellokomotive, Typ DH 240 B, Fabriknummer 29201

Auf dem Parklatz am Alten Bahnhof Kuperdreh waren historische Busse ausgestellt, ein Gelenkbus vom Typ Daimler-Benz O 305 G mit Standard-Überlandlinienbus StÜLB-Front (vertikal an den Seiten gebogene Scheiben) der Standardbus GbR, der Daimler-Benz O 317 – „Der Anderthalbdecker“ – der Verkehrshistorischen Arbeitsgemeinschaft EVAG e. V., sowie ein MAN SG 192, Baujahr 1980 und ein MAN SL 200 mit VÖV-Front (horizontal gebogene Windschutzscheiben) der Arbeitsgemeinschaft Nahverkehr Dortmund e. V., wobei der MAN SL 200 als Infobus „verschandelt“ wurde und nicht mehr der Ausstattung im Linienbetrieb entspricht. Am Sonntag war zusätzlich der Magirus-Deutz O 3500, Baujahr 1953 der Reisebüro Adorf GmbH zu sehen.

Gelenkbus vom Typ Daimler-Benz O 305 G mit StÜLB-Front, Erstzulassung 12. August 1985 – Standardbus GbR


Daimler-Benz O 317, Erstzulassung 24. Januar 1974 – „Der Anderthalbdecker“ – Verkehrshistorische Arbeitsgemeinschaft EVAG e. V.


MAN SG 192, Baujahr 1980 – Arbeitsgemeinschaft Nahverkehr Dortmund e. V.


Sonntag, 29. Juli 2012

Kohlenlore am Bahnhof Haus Scheppen


Streckenende am Bahnhof Haus Scheppen


Museumszug mit Krupp Nassdampf-Tenderlokomotive, Typ „Knapsack“


Museumszug mit Henschel Werksbahn-Diesellokomotive, Typ DH 240 B, Fabriknummer 29201


Krupp Nassdampf-Tenderlokomotive, Typ „Knapsack“


Museumszug mit Krupp Nassdampf-Tenderlokomotive, Typ „Knapsack“ und Henschel Werksbahn-Diesellokomotive, Typ DH 360 Ca, Fabriknummer 30321


Museumszug mit Krupp Nassdampf-Tenderlokomotive, Typ „Knapsack“


Gelenkbus vom Typ Daimler-Benz O 305 G mit StÜLB-Front, Erstzulassung 12. August 1985 – Standardbus GbR


Gelenkbus vom Typ Daimler-Benz O 305 G mit StÜLB-Front, Erstzulassung 12. August 1985 – Standardbus GbR


Daimler-Benz O 317, Erstzulassung 24. Januar 1974 – „Der Anderthalbdecker“ – Verkehrshistorische Arbeitsgemeinschaft EVAG e. V.


Magirus-Deutz O 3500, Baujahr 1953 – Reisebüro Adorf GmbH


MAN SL 200 mit VÖV-Front – Arbeitsgemeinschaft Nahverkehr Dortmund e. V.


„Karlo“, Maskottchen der Stadtwerke Essen