Donnerstag, 1. September 2011

Öfter mal was Neues

Ost-Ampelmännchen am Berliner Platz in Essen

Lichtsignalanlage am Berliner Platz

Vor der Umgestaltung des Berliner Platzes stand eine knapp drei Meter hohe Skulptur des „Berliner Bären“ aus Anröchter Dolomit von Bildhauer Herbert Lungwitz (* 1913 in Weimar, † 1992 in Essen) am Rand des Kreisverkehrs, aber dieser sei für den umgestalteten Berliner Platz zu klein, befand die städtische Jury „Kunst im öffentlichen Raum“. Nun hat am Berliner Platz in Essen die Ostalgie Einzug gehalten: Die Lichtsignalanlagen für Fußgänger sind mit Ost-Ampel­männ­chen ausgestattet worden. Ost-Ampel­männ­chen haben unter den Fußgängersignalen eine ganz besondere Bedeutung, wurde doch das Ampelmännchen ursprünglich vom Ost-Berliner Verkehrspsychologen Karl Peglau (* 18. Mai 1927 in Bad Muskau, † 29. November 2009 in Berlin) erfunden und hat es sich nach dem Mauerfall zum Symbol der Ostalgie entwickelt. Um Ostalgie gehe es dabei gar nicht, ist der lokalen Presse zu entnehmen, etwas typisch Berlinerisches habe man an den Berliner Platz bringen wollen. Und dabei sei man auf die Ost-Ampelmännchen gekommen. Da man als fahrradfreundliche Stadt gelten möchte, müssen sich die Ampelmännchen den Platz mit Fahrrädern teilen.

Lichtsignalanlage am Berliner Platz

Um den Vergleich mit einem „Original“-Ost-Ampelmännchen zu ermöglichen, ist hier noch eine Aufnahme von einer Lichtsignalanlage im Beitrittsgebiet gezeigt.

Ost-Ampelmännchen im Beitrittsgebiet

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