Samstag, 3. September 2011

FilmSchauPlätze NRW 2011: Bottrop

„Vincent will Meer“ am Alten Bootshaus der Ruder­ge­meinschaft Bottrop e. V.

Im letzten Jahr fiel am 29. August 2010 am Alten Bootshaus der Rudergemeinschaft Bottrop e. V. im Rahmen der FilmSchauPlätze NRW 2010 der deutsche Spielfilm „Lauf um Dein Leben – Vom Junkie zum Ironman“ ins Wasser, in diesem Jahr sollte alles besser werden. Und so stand als letzte Veranstaltung der Filmschauplätze NRW 2011 am 2. September 2011 die Tragikomödie „Vincent will Meer“ mit Florian David Fitz, Karoline Herfurth, Johannes Allmayer, Heino Ferch und Katharina Müller-Elmau wiederum am Alten Bootshaus am Rhein-Herne-Kanal in Bottrop auf dem Programm. Doch nicht nur der Inhalt des Films wies an diesem Abend Merkmale einer Tragödie auf …

Auftritt der Bottroper Rock´n´Roll-Band „The Breeze“ am Alten Bootshaus

Wie im vergangenen Jahr trat im vom Kulturamt der Stadt Bottrop organisierten Rahmenprogramm die Bottroper Rock´n´Roll-Band „The Breeze“ gegen 19.00 Uhr an, den Besuchern die Wartezeit auf den Filmstart zu verkürzen. „The Breeze“ spielt nach eigener Aussage Songs „von den Beatles, den Rolling Stones, JJ Cale, Marius Müller-Westernhagen, Bob Dylan, Chuck Berry & was weiß ich“.

Bottroper Rock´n´Roll-Band „The Breeze“


FilmSchauPlatz Altes Bootshaus


Bottroper Figurentheater „Sonstwo“, Werner Bartelt-Brüggemeier

Ebenfalls „Wiederholungstäter“ waren Maja Brüggemeier und Werner Bartelt-Brüggemeier vom Bottroper Figurentheater „Sonstwo“, die das Publikum mit Walking Acts zum Lachen brachten.

Bottroper Figurentheater „Sonstwo“, Maja Brüggemeier


Sonnenuntergang am FilmSchauPlatz Altes Bootshaus

Gegen 20.45 Uhr eröffnete Anna Fantl von der Film- und Medienstiftung NRW die Filmvorführung, wobei sie den Veranstaltungsort kurzerhand weiter südlich an die Ruhr verlegte, ein Fauxpas, der prompt mit Pfiffen quittiert wurde.

Anna Fantl, Film- und Medienstiftung NRW, Ilse Ortmann, Kulturamt der Stadt Bottrop, und Dr. med. Theresa Zanke, Knappschaftskrankenhaus Bottrop

Dr. med. Theresa Zanke, Assistenzärztin in der Klinik für Neurologie des Knappschaftskrankenhauses Bottrop führte die Besucher vor Beginn des Spielfilms in die Symptomatik des Gilles-de-la-Tourette-Syndroms ein, eine neurologisch-psychiatrische Erkrankung, die durch das Auftreten so genannter Tics charakterisiert ist. Im Anschluss wurde als Vorfilm der Puppentrickfilm „Verschlossen“ von Albert Radl gezeigt, in dem der Dickkopf Arthur zunächst neugierig vor einer verschlossenen Tür steht, im Laufe der Zeit aber immer ärgerlicher wird, da er die abgeschlossene Tür nicht öffnen kann. Schließlich wird er gewalttätig und rast mit einem Bulldozer auf die Tür zu …

Dr. med. Theresa Zanke, Assistenzärztin in der Klinik für Neurologie des Knappschaftskrankenhauses Bottrop

„Vincent will Meer“ von Regisseur Ralf Huettner erzählt die Geschichte des am Tourette-Syndrom erkrankten Vincent (Florian David Fitz), der nach dem Tod seiner alkoholkranken Mutter zusammen mit der magersüchtigen Marie (Karoline Herfurth) aus einer Fachklinik ausbricht, um den letzten Wunsch seiner Mutter zu erfüllen, noch einmal das Meer zu sehen. Notgedrungen nehmen sie den zwangsneurotischen Alexander (Johannes Allmayer) im gestohlenen Auto der Therapeutin Dr. Rose mit auf die Reise nach Italien. Doch Vincents Vater (Heino Ferch) und Dr. Rose (Katharina Müller-Elmau) heften sich an ihre Fersen … Das Tragische an der Filmvorführung war jedoch nicht der Inhalt des Films, sondern die schlechte Bild- und Tonqualität, die reihenweise von den Zuschauern kritisiert wurde.

FilmSchauPlatz Altes Bootshaus

Waren Sie bei den FilmSchauPlätzen NRW 2011 dabei, haben eine oder mehrere Filmvorführungen des Open-Air-Filmfestivals erlebt? Wie haben Ihnen die FilmSchauPlätze NRW 2011 gefallen?

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